Mein Verlauf der Meditation

M33 schreibt:

Hallo zusammen,

hier schildere ich meinen Verlauf der Yogaschulung, meine Meister und woran man einen wahren Meister erkennt.

Beginnen möchte ich mit dem Anfang meiner Meditationslaufbahn:

M33

1. Teil: Der Anfang meiner Meditationslaufbahn bzw. mein geliebtes Yogaland und mein Saint aus Brahmand.

Ich war noch ein Kind, wir lebten in Indien und ich wurde lange Zeit von einem alten Yogi namens Balbir Singh intensiv in Hatha-Yoga unterrichtet. Er war ein Heiliger aus Brahmand und ein großer Guru (Lehrer). So hat er es stets verstanden, mich in jedem Augenblick eben gerade dort abzuholen, wo ich war. Und seine absolut vorrangigste Aufgabe schien es ihm zu sein, mir zu vermitteln, dass ich etwas unendlich Kostbares für ihn und für diese Welt sei.

Mr. Singh kam täglich. Er sprach ein erstklassiges Englisch und nach den Erkundigungen, die mein Vater über ihn einholen ließ, hatte er in Oxford studiert. Er war spindeldürr und immer in denselben alten Kleidern. Es war uns ein Rätsel, wann er sie wusch bzw. trocknete. Er lebte in einer Behausung über einem Steinmetzbetrieb, wo er sich das Essen verdiente. Es war ein zugiger, kleiner Holzaufbau und die Einrichtung bestand aus einer Matte am Boden und ein paar Utensilien auf zwei Brettern an der Wand - und doch hätte man ihn zutiefst beleidigen können mit dem Ansinnen, ihn für seine Dienste zu bezahlen oder auch nur mit den kleinsten Geschenken ihm Dankbarkeit zu erweisen. Und wie wohl kam er stets außerhalb der Essenszeiten, wo meine Mutter ihn nach regionaler Sitte einladen hätte müssen und seine Ablehnung den Anstand verletzt hätte.

Und eben dieses ist es, jenseits von Geben und Nehmen liegt es, was das Erhabene der Beziehung eines Meisters zu seinem Schüler ausmacht und den Geist des Yoga erblühen lässt. Mein täglicher Hatha Yoga Unterricht schloss auch die verschiedenen internen Körperreinigungsübungen des Hatha Yoga (in der Yoga Pradipika beschrieben), das Erlernen verschiedener Yoga Atemübungspraktiken und Konzentrationsübungen und insbesondere die Ausübung der Totenstellung mit ein. Und ich wurde rein vegan/rohköstlich und nahezu ohne Cerealien (Cerealien ausschließlich in Form von Keimlingen und in Kleinstmengen) ernährt.

Als mein Saint zum letzten Mal seinen irdischen Gang ging und in der Seligkeit Brahmands endgültig entschwand, war ich darauf vorbereitet. Er hatte es mir genau beschrieben, das Ei des Brahm, all die himmlischen Schimären. Ich wollte so gerne mit ihm kommen, so wundervoll war das. Ich vermisste ihn zutiefst und war dennoch glücklich und getröstet. Es war nichts als Liebe zwischen uns und ich freute mich für ihn so sehr.

Gar nicht anfreunden konnte ich mich mit der Tatsache, dass sie seinen Leichnam einfach niedergebrannt hatten. Irgendwo draußen in der Wildnis von den Geiern in die Lüfte getragen, wie Indianer ihre Toten in den Baumkronen ließen, das wäre für mich eher das irdische Ende gewesen für einen großen Saint aus Brahmand. Ich war eben doch kein Kind Indiens, nur eine kleine Österreicherin, verschlagen in ein wundersames großes Land. Und ich habe diesem Land, dem Yogaland meiner Kindheit, unendlich viel zu verdanken. Einem Land der Fliegenschwärme über allem und den Religionen als Opium fürs Volk, wo Frauen von ihrem Ehemann mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet werden durften und kein Hahn nach Ahndung der Mordtat krähte (obwohl es schon lange nicht mehr gesetzeskonform war), wo das Kastendenken noch immer den Reichtum der Wenigen schürte und ach ja, das Karmadenken als Bollwerk gab es auch, um über ausgemergelte Leichen am Straßenrand hinwegzusteigen und, oh Wunder, dass den Leuten aus der untersten Kaste der Unberührbaren jede Fähigkeit zu spiritueller Entwicklung wie jegliches Fortkommen überhaupt abgesprochen war. Bloß von einem Land der Gegensätze zu sprechen, wäre ein Hohn gewesen, weil es eine Gleichgewichtigkeit in der Polarität vorgegaukelt hätte, wo doch bittere Armut über die Schranken der Kaste der Unberührbaren weit hinaus täglich Brot des Großteils der Menschen Indiens war. Auch das war mein geliebtes Yogaland.

Unter Anleitung Mr. Singhs wurde Hatha Yoga nie anhand von alltagsüblichen Bewegungsabläufen geübt. Wenn man z.B. denkt, das rechte Bein ziehe ich langsam an meinen Rumpf heran und man tut es. Es waren vielmehr Reisen ins Innere des Körpers mit dem Ansinnen, jede Muskelfaser und selbst jede Zelle zu erkennen und der gewünschten Stellung sanft gefügig zu machen und zuzuführen. Und es war von absoluter Unwichtigkeit, inwieweit und ob überhaupt sich tatsächlich etwas bewegte. Die Übung war vollendet, sobald sie geistig vollendet war. (Feldenkrais hat Ähnliches erforscht.) Hatha Yoga ist für mich geistiges Yoga, die körperlichen Auswirkungen der Bewegung sind Beiwerk und üben natürlich ihrerseits aufbauende Reaktionen im Menschen aus. Doch Sinn des Hatha Yoga ist es, sich selbst als Mensch in seiner Beschaffenheit geistig erfassen zu lernen. Ein brauchbarer, Hatha Yogalehrer erfasst ohne jedes moderne Untersuchungsgerät den Körper seines Schülers durch und durch. Und das hat nichts mit übersinnlichen Kräften zu tun. Die rechte Übung über die Jahrzehnte hinaus ist es, und erst dann kann einer sich überhaupt Hatha Yogalehrer nennen und seinen Schüler sinnvoll anleiten und ihm Vorbild sein und ihn hilfreich auf dem Pfad des Yoga begleiten.

Während meines Psychologiestudiums habe ich in den Ferien immer gearbeitet und bin dabei durch die Lande gereist, von Meister zu Meister und von Ashram zu Ashram. Und egal, ob in Indien od. bei uns in Europa, zumeist war es nur traurig und abstoßend, was sich mir im Bereich Hatha Yoga geboten hat. Ganz zu schweigen von dem, was es an angeblicher Meditationsschulung und an sog. Aufstiegs- und Gottverwirklichungsszenarien alles gab.

Soviel für heute. Das war der Anfang meiner Laufbahn in Sachen Yoga und Meditation. Demnächst berichte ich von meinem Weg zum Einstieg in das, was ich wirkliche Meditation nenne.

Hi, M33

Wintersun

Hi M33,

danke für den Einblick in deine Erfahrungen und deine Sicht auf Hatha Yoga.

Liebe Grüße, Klaus

Avadhuta

@M33: Balbir Singh, Singh? Ein Sikh?

M33

Hi Klaus,

es mit Menschen zu tun zu haben, die ihnen Gegenläufiges auch nicht einfach verbannen, ist wirklich schön, danke!

Liebe Grüße, M33

M33

Hi Advahuta,

jawohl, der Name Singh deutet auf einen Sikh hin und mein erster Saint Mr. Singh war ein Sikh.

Hi, M33

M33

Hi Sky,

es wird leider noch etwas dauern, bis die Fortsetzung folgt, bis dann!

Hi, M33

M33

Hi,

lieben Dank an alle, die Teil 1 ihre Aufmerksamkeit geschenkt und nette Worte dazu geschrieben haben! Ganz herzlichen Dank an Klaus für sein promptes und entschieden klares Wort auf dem Thread "Der geistige Pfad". Dank auch unserem Moderator Larrim!

Hi, M33

Yeswecan

Hey M33,

herzlichen Dank für deinen interessanten Beitrag, in dem du gut schilderst, wie Hata Yoga und Meditation miteinander verschmelzen.

Thomas

M33

Hi Thomas,

ich habe geschrieben: "Hatha Yoga ist für mich geistiges Yoga." (Wahr ist dieser Satz auch nur dann, wenn Hatha Yoga wie gleichzeitig beschrieben betrieben wird.) Mit Meditation hat das nichts zu tun. Ich werde demnächst zum Thema Meditation weiterschreiben und klar formulieren, was der Weg meiner Meditation war und ist.

Danke für Deinen Beitrag, hi, M33

M33

Hi Sky,

hier der Beginn des 2. Teiles. Etwas spät, gleichwohl heißt die Zeitverzögerung nicht, dass es mir keine Freude wäre, Deinem Wunsch nach einer Beschreibung meiner Meditation nachzukommen. Und natürlich freue ich mich, wenn auch andere Forumsteilnehmer meinem Beitrag Aufmerksamkeit zollen.

Es kann in diesem Rahmen nur ein bescheidener und sicherlich kein umfassender Versuch der Beschreibung meiner Meditation sein und wäre sowohl aus dem Blickwinkel der Psychologie, als aus dem der Religion zu erstellen. Gleichwohl ist für mich in meiner Eigenschaft als Psychologin ein Yogaforum sicherlich nicht der Platz, um über Psychologie zu referieren.

Meine Meditation ist eine indische und dort alt überlieferte Form des Zugangs bzw. Eröffnung der im Sein jedes Menschen latent leuchtenden und tönenden, göttlichen Attribute, des göttlichen Lichts (yioti) und der göttlichen Töne (shabd, Wort). Wobei der Mensch mit dem Meditationseinstieg zum ersten Mal in seinem Leben beginnt, bewusst mit der unbeschreiblichen Anziehungskraft der Süße des Tons und mit wirklicher Helligkeit und Strahlkraft des Lichts in Berührung zu kommen.

Meditation kann nichts Neues hervorbringen, sondern nur Schritt für Schritt befreien bzw. bewusst machen, was im Menschsein schon immer vorhanden war, ist und immer vorhanden sein wird. Und jeder Drang und jede Sehnsucht nach Freiheit liegen in einer leisen Ahnung dessen begründet, was wirkliches, menschliches Freisein denn sei.

Meditation ist der Weg der Liebe und der Freiheit, wobei auch die wundervollste und heiligste Liebe doch nichts als allerhöchste Aufmerksamkeit ist, die auch den Gegenpol der Liebe, die Todesangst und damit den Tod neutralisiert. Und es ist kein Paradoxon, dass in allerletzter Konsequenz jede Angst ja einzig daraufhin angelegt ist, den Tod zu verhindern und doch die Liebe in Neutralisierung der Todesangst und des Todes der Beginn des wirklichen Lebens ist. Ohne Liebe gibt es keine Freiheit, für keinen Menschen dieser Welt. Der Meditationseinstieg ist auch die Bekanntschaft mit dem Tod und das Leben kann Schritt für Schritt beginnen.

Fortsetzung folgt, ich habe nur eben mal den Anfang gemacht und es fehlt mir die Zeit. Glaube bitte nicht, ich wolle Dich mit allgemeinen Erläuterungen abspeisen. Gleichwohl gehört doch Verschiedenes angesprochen, damit Zusammenhänge und die praktische Seite des Weges verständlicher sind.

Hi, M33

Yeswecan

Hi M33,

so ähnlich habe ich meinen Meditationseinstieg auch empfunden und ich danke dir, wie schön du das ausdrücken konntest. Die Stelle mit der Liebe und ihren Gegenpol, der Todesangst klingt stark nach Psychologie. Ich danke dir für deinen Beitrag und warte neugierig auf die Fortsetzung.

Thomas

M33

Hi Sky und natürlich an alle Leser hier, und hi Thomas, lieben Dank für Deinen Beitrag.

Fortsetzung von Teil 2, nun zu Parshabd und Parjyoti:

Parshabds sind nicht das Wort Gottes. Parshabds sind dem Shabd zum verwechseln ähnliche und ebenfalls im Menscheninneren anklingende Töne, die unweigerlich in die Irre führen. Es ist der süße Ruf Kals, in den christlichen Religionen z. B. auch als die lieblichen Einflüsterungen und Versuchungen des Teufels mit seinen falschen Verheißungen vom Paradies bekannt, wofür die Menschen ihre Seele dem Teufel verpfänden. Wobei die Pardshabdbereiche ja auch ein Tummelplatz für das gehäufte Auftauchen der verschiedensten Siddhi (die sog. übernatürlichen Kräfte der Yogi) sind. Der Parshabd wird im Gegensatz zum Shabd sehr oft als von links kommend erfahren (das hat mit dem Aufbau unseres Gehirns zu tun). Dies ist aber nur eines der Merkmale zur Unterscheidung. Ich komme später darauf zurück. Ganz hinten in der Bibel, in den Offenbarungen des Johannes sind übrigens Shabs beschrieben. Es ist z.B. auch kein Zufall, dass in unseren Kirchen Glocken geläutet werden; der Glockenton gleicht einem Shabd. Es zeugt von sehr geringer Einsicht, wenn die christliche Religion den indischen Religionen gegenübergestellt als minderwertig aufgefasst wird. Die Lehre Christi ist ebenso wie z.B. die Lehre Buddhas eine hochstehende Religion der “Brahmregion“. Christus ist ein Saint aus Brahmand, über den Himmel Brahmands hinaus führen diese Religionen jedoch nicht. (Auch in der Hatha Yoga Pradipika z.B. sind Shabds - unter “Nada” kurz ausgeführt. Der Sar Bachan handelt von den Shabds, beides im Netz runterzuladen, auch in deutscher Fassung. Der Sar Bachan ist unverfälscht in den Ausgaben der Satsang Beas und nicht zu verwechseln mit dem Sat Bachan, das ist etwas anderes.)

Siddhi können auch bereits außerhalb der Parshabdbereiche auftauchen auf dem Weg. Solange man ihnen keine besondere Achtung zollt (Zustimmung/Ablehnung), verschwinden sie von selbst. Um es etwas anschaulicher zu machen, berichte ich hier von einer meiner frühen diesbezüglichen Erfahrungen:

Es war in der ersten Zeit, nachdem mein über alles geliebter Saint Mr. Singh heimgegangen und sein Nachfolger (ein Saint aus Sach Khand) gekommen war. Wir waren aus dem wundervollen Indien meiner Kindheit nach Österreich gezogen. Und eine liebe Tante hatte mir etwas Geld vererbt mit der Bitte an meine Eltern, ein abgelegenes Haus für mich zu kaufen, wohin ich mich zurückziehen und ungestört lernen können und meditieren sollte. Zu dem Anwesen gehörte ein schönes Waldstück und auf der Lichtung lag ein sonnendurchglühter, alter Holzbau mit vielen kleinen Fenstern. Und es waren weite Räume mit alten Holzbodenbrücken und tiefhängendem Gebälk.

Ich war überglücklich an jenem Tag, zum ersten Mal war ich alleine in mein Haus gekommen, das ich still als mein Lebenshaus benannte. Eine Zugfahrt mit mehrmaligem Umsteigen, wo ich jedes Mal den Lulatsch von Familienhund, ohne den man mich nicht fahren hätte lassen, den Einstieg rauf- und runterschleppen musste, lag hinter mir. Ebenso wie eine Wanderung samt Sack und Pack, von der Zughaltestelle aus gut 2 Stunden über die Hügel. Und nun war mitten in die Geschäftigkeit der Umzugsarbeiten die Dämmerung hereingebrochen. Ermattet von den ungewohnten Tagesmühen sank ich in ein Fauteuil, legte meine Beine auf den Tisch und war wunschlos glücklich.

Mit zunehmender Dunkelheit begannen stattliche, schwarze Spinnen aus allen Ritzen der alten Holzkonstruktionen hervorzukrabbeln und erinnerten mich an Mr. Singh und an unsere ausgedehnten Streifzüge durch die indische Wildnis. Und auf dem Diwan ruhte sanft der Familienhund.

Da begann sich eine starke Wahrnehmung dessen breitzumachen, dass gerade Menschen meditierten, und zwar in nächster Nähe gelegen, sogar die Richtungen waren mir klar. Es war eingehüllt in wohliger Wärme und ich fühlte mich beschützt und über alle Maßen geborgen in meinem Haus. Da es nicht meine erste Begegnung mit einem Siddhi war und Mr. Singh mich gelehrt hatte, mit den Siddhi zu verfahren, hatte ich ein ziemlich schlechtes Gewissen, als ich mir, noch nicht genug damit, dem Siddhi angehangen zu sein, auch noch die Uhrzeit in meinem Tagebuch notierte. Ich war eben noch ein Kind und diese Unachtsamkeit sollte mich noch triezen in der nächsten Zeit, insbesondere beim Meditationseinstieg natürlich.

Die aller leiseste Schwankung in der Aufmerksamkeit und prompt schneiten mir alle möglichen Leute aus nah und fern mit ihrer Meditation herein. Noch heute passiert es mir dann und wann, allerdings schon lange nicht mehr beim Meditationseinstieg. (Um nicht missverständlich zu werden, weise ich ausdrücklich darauf hin, dass ich selbst an jenem Abend lediglich relaxed war, was nichts mit Meditation zu tun hatte. Menschen im allernächster Umgebung meditierten, ich nicht.)

Am nächsten Morgen machte ich mich für Besorgungen auf den langen Weg zum nächsten Ort. Auf dem Marktplatz stand ein Mann mit dem Rücken zu mir bei einem Auto und suchte im Kofferraum herum und mir war mit absoluter Gewissheit klar, einen der Meditierenden vor mir zu haben. Ich fragte, ob er am Vorabend meditiert hatte. Er war sichtlich verblüfft und sagte ja. Und er nannte mir die Uhrzeit seines Meditationsbeginns. Es waren sechs Menschen im Umkreis dieses kleinen Ortes, die jeden Tag zur blauen Stunde ihre Meditation begannen. Ich traf in kurzer Zeit nach und nach unter ähnlichen Umständen jeden von ihnen. Alle waren einander bereits bekannt gewesen und dies teils schon lange. Bezüglich Meditation wussten sie voneinander nichts.

Sie sind mir liebe Freunde geworden und das sehr unterschiedliche Lebensalter macht es, dass fünf aus unserer Runde der Sieben, wie wir uns spaßeshalber nannten, bereits verstorben sind. Doch mein Lebenshaus strahlt ihr Dasein über die Zeiten wider. Und in manchen stillen Nächten, wenn ich nur für mich alleine die Gitarre spiele, tönen aus den tiefen Räumen ihre schönen Lieder, beinahe so berauschend wie ein shabd.

Die Siddhi sind nichts, wovor man sich fürchten müsste, sie sind wie wunderschöne Blumen am Rande des Weges ...

Ich unterbreche hier den Teil 2 mit den Ausführungen über Parshabd und Parjyoti, bis später, hi, M33

Wintersun

hi M33,

DANKE. Bin schon neugierig, wie es weitergeht.

Ein schönes Wochenende, Klaus

Larrim

Liebe M33,

danke, dass du hier deine Erfahrungen so großzügig teilst. :) Eine Fortsetzung deiner Geschichte würde mich freuen.

Licht, Klarheit, Liebe und Freude, Lars

Yeswecan

Hi M33,

wieder sage ich danke für die interessante Fortsetzung und freue mich auf deinen nächsten Beitrag. Eine Bitte: lasse dich von anderen in diesem Forum nicht beeinflussen.

Liebe Grüße, Thomas

Avadhuta

Diese Erfahrungen sind wirklich sehr interessant. Ich werde jetzt tief über diesen "Verlauf der Meditation" reflektieren und das hier Geschriebene dann mit Aussagen aus anderen Threads vergleichen. Vielleicht komme auch ich zu neuen Erkenntnissen ...

Licht und Liebe(!) auf Eurem Weg. Namaste, Avadhuta

Sky

Liebe M33,

dein Beitrag zu der Diskussion "Ethik im Yoga" ist mir durch und durch gegangen und ich hoffe, bald eine Fortsetzung zum Verlauf deiner Meditation hier lesen zu dürfen. Ich will aber nicht drängen.

LG, Sky

Kuma

Oh, bitte weiterschreiben, liebe M33. In deinen spannenden Texten kann man richtig versinken. ;)

LG, Kuma

M33

Hi Sky und liebe Grüße an alle zusammen,

und ein Dankeschön für alle Aufmerksamkeit und besonders natürlich für die neuerlich sehr erfreulichen Reaktionen zu meinem Posting. Ich war in letzter Zeit etwas gehandicapt und so hat es leider nur für ein paar Zeilen zu einigen aktuellen Postings gereicht und „Der Verlauf meiner Meditation" lag auf Eis.

Teil 2: Fortsetzung Parshabd, Parjyoti

Ich beschließe das Thema Parshabd und Parjyoti vorläufig und werde es im Bereich Meditationseinstieg wieder aufnehmen. Bezüglich der ebenfalls im vorigen Posting mit angesprochenen Siddhi verhält es sich ebenso. Um es - da Siddhi bei manchen Menschen bereits vor dem ersten Meditationseinstieg spontan auftauchen können - hier dezidiert herauszustellen: Die Welt, die dem Menschen geöffnet ist, ist ein Teil der Natur, nicht die gesamte. Und die Welt jenseits der physischen hat ihre eigene Wissenschaft und ihre eigenen Gesetze und die Anziehung dieser Kräfte ist weder okkult, noch geheimnisvoll oder ein wunderbarer Eingriff in die Naturgesetze.

Wer durch Aufmerksamkeit bzw. Liebe den Unterschied zwischen dem Selbst und der objektiven Existenz zu erkennen beginnt, dem werden im Ausmaß, als Frucht seines Erkennens, Siddhi zuteil und die Anziehung dieser Kräfte weist ihn auf das höhere Leben jenseits des materiellen hin. Und Siddhi, für den Dienst zum Höchsten eingesetzt, zerstreuen Unwissenheit.

Teil 2

  • Punkt 1): heilige Schriften und Yogaliteratur überhaupt;
  • Punkt 2): die Gurus und Meisterschaften und die wirklichen Saints.

Zuerst zu Punkt 1), heilige Schriften und Yogaliteratur:

Meine Oma z. B. wuchs in einer österreichischen Kleinstadt auf. Und als 13-Jährige begann sie sich für die Philosophien zu begeistern und stieß dabei auch auf die fernöstlichen Philosophien und auf Yoga. Und so wollte sie schließlich Yoga praktizieren. Fast alle Yogis waren noch in Indien, die Menschheit war noch entfernt von den Errungenschaften elektronischer Datenvermittlung per Mausklick und in den örtlichen Buchhandlungen war Yogaliteratur noch gänzlich unbekannt. In der Landeshauptstadt schließlich fand sich eine Buchhandlung, die bereit war, in den Listen der Auslieferer nachzusuchen, und ohne Buchbeschreibung, nur auf den Titel hin und per Vorauskassa, durfte meine Oma zwei Yogabücher, ohne Rückgaberecht bei Nichtgefallen natürlich, kommen lassen. Und das war´s. Alleine unter Anleitung dieser 2 Bücher lernte sie Yoga, und dies völlig unproblematisch. Förderlich war wohl auch: Heute so im Zwielicht beäugte Asanas wie Kopfstand, Schulterstand, Pflug, etc. waren dazumal gut aufgebaute Pflichtübungen in jeder Schule im Turnunterricht. Und man erlernte Atemtechnik im Gesangsunterricht und sang auch im Alltag gerne vor sich hin, was wiederum verschiedene yogische Atemübungen wohl eher begünstigte, und ein sanfter Atem wie sanftes Gemüt begünstigt Meditation.

Erst viel später, als meine Oma an der Uni war und in den Ferien sich Geld für teure Literatur erarbeiten konnte, geriet sie an die Monumentalwerke der indischen Philosophien und des Yoga. Ein solcher Werdegang im Yogagenre war durchaus üblich in jener Zeit. Und ich habe dies hier aufgeschrieben, weil ich überzeugt davon bin, im Grunde braucht es nicht viel, dem mind. Rechnung zu tragen, insoweit ihm Rechnung getragen werden muss. Und Lesen von Yogaanleitungen und heiligen Schriften ist nichts anderes, als dem mind. Rechnung zu tragen.

Von Wichtigkeit könnte es womöglich auch noch sein, hier bezüglich alter, heiliger Schriften anzumerken, dass es auch tückisch sein kann, da viele Textpassagen erst in historischem bzw. Yoga-Kontext verständlich werden und auch nicht alles 1:1 übertragbar ist in unsere heutige Zeit.

Beispiel: Wenn ich mich recht erinnere, u.a. auch in der vielzitierten Hatha Yoga Pradika ist in den Ernährungsempfehlungen für Yogis Zucker angeführt bzw. wird auf gut gesüßtes Essen hingewiesen, gut gesüßte Breie etc. Was nach alldem, was über Ernährung heute bekannt ist, natürlich nicht gerade als gesundheitsfördernd bzw. der Yogapraxis förderlich angesehen werden kann.

Vor ein paar Jahren nun war ich mit befreundeten Ernährungsphysiologen in Vilcabamba, dem Ort der Hundertjährigen an der Straße der Vulkane in Ecuador, um eine Lodge aufzumachen und Reisegruppen in die Geheimnisse gedeihlicher Lebensführung und Ernährung einzuführen. Und in den Aufzeichnungen über die traditionelle Ernährung der Hundertjährigen war ich ebenfalls auf mit Zucker gut gesüßte Nahrung und gut gesüßte Breie als regelmäßigen Nahrungsbestandteil gestoßen. Und erst in Vilcabamba wurde mir anschaulich, dass es sich geradezu um ein Lebenselixir handelte und es nichts mit unseren modernen Formen von Süßen zu tun hatte. Nämlich als ich den alten Bauern sah, wie er mit einer althergekommenen, primitiven, hölzernen Handpresse Frischsaft aus frisch gehauenem Zuckerrohr für seinen Frühstücksbrei presste, dass es vielmehr wieder einmal ein Fall war, wo alt Überliefertes ganz einfach nicht 1:1 in unsere moderne Zeit transportiert werden darf.

Wenn in der Pradipika z.B. steht, der Meditationsraum solle gut mit Kuhdung gepflastert sein, ist es wohl jedem klar, das ist überholt. Schon eher zugesprochen wird von so manchem angehenden Yogi den süßen Mehlspeisen. Und, weshalb ich das hier überhaupt aufschreibe, viele Yogainteressierte sind in viel wesentlicheren Belangen des Yoga geneigt, Gelesenes völlig bedenkenlos in ihr Leben zu transportieren und es zu falschen Glaubenssätzen werden zu lassen. Vor allem in Angelegenheit Meditation scheint die Verwirrung groß.

Soviel zum Nutzen und Nachteil heiliger und sonstiger Texte yogischer Natur.

Hi, M33 

Sky

Liebe M33,

würdest du bitte eine optimale Ernährungsform für die Meditation und weiters, wie man seinen wahren Meister erkennt, bekanntgeben? Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung und danke für die Informationen zu den Siddhi und Yogaschriften. Welche heiligen Schriften lehrte dich dein Meister Mr. Singh und was davon war dir für die Meditation vor allem Weg weisend? Im Hintergrund steht für mich die leise Frage: Könnte ich fähig sein, den Weg deiner Meditation erfolgreich zu gehen? Im Prinzip soll man ja zu allem fähig sein, wozu ein Mensch fähig gewesen ist?

LG, Sky

M33

Hi und danke für Eure Aufmerksamkeit und liebe Sky,

deine Fragen werde ich natürlich gerne beantworten. Doch erst möchte ich noch etwas zu meinem letzten Posting hinzufügen, dann komme ich zu Deiner Frage, wie man seinen wahren Meister erkennen könne.

Teil 2; Punkt 2), Gurus und Meisterschaften und die wirklichen Saints: 

Als die 3 Möglichkeiten, sich Yoga zu nähern, werden gerne die heiligen Schriften, die wirklichen Saints und die eigene Erfahrung genannt. Und in meinem letzten Diskussionsbeitrag habe ich von der Generation meiner OMA geschrieben, wobei Yoga nach ein paar mickrigen Buchseiten wohl unter eigene Erfahrung einzustufen wäre.

Es ist nichts Geringeres als ein „sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen" gewesen im allerbesten Sinne, was Menschen wie meine OMA mit Hilfe ihres Yoga nach Buch bewerkstelligten. Und sie haben es sich und uns bewiesen, dass Begrenzungen der menschlichen Erkenntnis nur des Menschen eigene sind. Weder allgemein noch natürlich, noch endgültig, sondern individuell, scheinhaft und vorübergehend. Und dass schließlich wahre Intelligenz und Gedächtnis unabhängig vom Mechanismus des Gehirns im „die to live" gelegen sind.

Ob ich es, von früher Kindheit an behütet und geführt von Meisterhand, unter ebensolchen Umständen geschafft hätte wie diese Menschen damals? Natürlich, weil Umstände nicht von Bedeutung sind.

Es ist zu bemerken, ich rede hier davon, dass Menschen wie meine OMA den Meditationseinstieg vollzogen und die „unterste“ Stufe von Brahmand erreicht haben; die Lotosblume mit den tausend Blütenblättern, „die Hauptstadt der Astralwelt" - wegen der für den Anfänger bislang unvorstellbar gewesenen Helligkeit des Lichts und der auftretenden Geräusche gerne so benannt. Von dieser gigantischen Energiequelle geht die Kraft aus, welche die materielle Schöpfung hervorbringt und erhält. Und erst jetzt beginnt der Mensch wirklich zu leben und ist wirklich bereit, seinen Heimweg anzutreten. Er hat die eiserne Rüstung der grob materiellen Welt abgelegt und wird Erleuchteter genannt. Und weiters haben diese Menschen die Schwelle zur höheren Stufe von Brahmand überschritten. Brahmand ist das „Reich“ von keinem Geringeren als Brahm und hier sind die Ebenen bzw. Himmel und Ewigkeiten der Glückseligkeit der höheren Religionen. Und manche haben auch „hinter“ die drei Berge Trikutis (auch gerne als Gott Vater, Gott Sohn und Gott heiliger Geist benannt) geschaut.

Weit hinter dieser Ebene endet, was Menschen wie meine Oma zu bewerkstelligen imstande sein konnten. Hier beginnt ein Stück des Weges, wo die Führung eines wirklichen Satgurus unumgänglich wird. Mir jedenfalls ist nichts davon bekannt, dass jemals ein Mensch ohne die Führung eines wahren Saints aus Such Khand ausgekommen wäre. Auch die innere Führung der großen Meister aus Brahmand endet hier.

Hi, M33

Naru

Vielen Dank für die Einsichten in deine Meditationserfahrungen. Für mich als Neuling in diesem Bereich finde ich es sehr bereichernd, schon solch ausführliche Worte von einem Insider zu hören. Kann man Yoga eigentlich als Meditation auffassen? Ich habe es wohl bisher strikt getrennt. Mich spricht deine Sichtweise in dieser Hinsicht sehr an und ich freue mich darauf, mehr davon zu lesen.

Yoga für jeden Tag

M33

Hi Naru,

da Du neu hier im Forum bist, möchte ich Dich erst einmal herzlich begrüßen!

Zu Deiner Frage: Yoga ist eine der wichtigen indischen Philosophien und gehört darunter zu den orthodoxen Systemen der klassischen indischen Philosophien, wozu z.B. auch Samkhya, Jyaya, Purva Mimansa, etc. zählen. Zum System der Yoga-Philosophie gehört auch die Meditation.

Alleingut der Yoga-Philosophie ist Meditation jedoch nicht und die Historie dieser Welt zeigt meditative Praktiken auf allen Kontinenten, wenn auch die Meditationspraktiken des Yoga zur Zeit insbesondere in unserem Kulturkreis wohl am augenfälligsten sind.

Ich hoffe, Dir mit meiner Antwort dienlich gewesen zu sein, Hi, M33

M33

Fortsetzung:

Hi an alle zusammen und lieben Dank für Eure Aufmerksamkeit. Und liebe Sky, den in Deinem letzten Beitrag geäußerten Wunsch zu erfahren, wie Du Deinen wahren Meister zu erkennen vermagst, kann ich gut verstehen. Es wird als Wendepunkt der tausend Leben bezeichnet, seinem wahren Meister, einem wirklichen Saint, zu begegnen. Wer den Meister als Menschen sieht (ein wahrer Meister glänzt durch Unauffälligkeit und ist mit Sicherheit keine charismatische Erscheinung, welche die Massen anzieht und bezaubert oder gar durchs Internet geistert und Werbung für seine oboluspflichtigen Massenveranstaltungen macht), kann sich keine Vorstellung von seiner wirklichen Größe machen. Das beginnt erst zu erahnen, wer an der Schwelle zu wirklicher ewiger Freiheit weit hinter den 3 Bergen Trikutis steht.

Es gab für mich eine Zeit, und daran erinnere ich mich so klar, als sei es gestern gewesen, da meinte ich, ohne Meister nicht mehr sein zu können. Und nicht nur kleine Mädchen haben oft große Angst, ohne Meister ihren irdischen Gang zu gehen. Und meine erste und einzige Meistersuche begann, als mein Meister Mr. Singh mir mitten in einen dieser wundervollen, heißen, indischen Sonnentage hinein mitgeteilt hatte, er würde mich nur noch für begrenzte Zeit begleiten.

Dass er seinen irdischen Gang beenden und sterben würde, wusste ich da noch nicht und ich hätte nie das Herz gehabt, ihn dann ersetzen zu wollen. Gleichwohl, ich dachte, so wie er es gesagt gehabt hatte, er würde mich in absehbarer Zeit verlassen, sobald er seine Aufgabe als Meister aus Brahmand erfüllt sehe und ich einen Meister aus Such Khand benötigte, der mir die aller höchsten Höhen, weit über Brahmand hinaus eröffnen könne. Und obwohl ich genau wusste, wovon er sprach, war ich so bitterböse auf Mr. Singh, wie mir der Gedanke absolut unerträglich war, ihn zu verlieren. Und es drängte mich, zur Tat zu schreiten und mir für den worst case beizeiten einen Meister in petto zu besorgen.

Die Wahl war nicht schwer gefallen. Es gab in für mich erreichbarer Nähe nur einen lebenden Saint aus Such Khand. Ich hatte mir Fotos besorgt und er hatte liebe und kluge Augen und ein sanftes Lächeln. Und ich dachte, viel zu sanft für so eine kleine, fiese Ratte wie mich, die dabei war, ihren über alles geliebten Meister, den allerbesten Saint aus Brahmand, für eine Fahrkarte nach Such Khand zu verraten.

Ich musste es tun, sonst wäre ich zugrunde gegangen vor lauter Aufruhr und Verzweiflung. Und ich hatte ein furchtbar schlechtes Gewissen dabei und konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Wir waren gerade in Delhi und meine Cousine aus Frankreich war zu Besuch. Sie war etwas älter als ich und verfügte über Taschengeld, während ich völlig besitzlos war. So bot sie sich an, ihr Erspartes in eine Reise für mich und den Familienhund gen Norden zu investieren. Sie wollte in Delhi bleiben und versuchen, mir den Rücken frei zu halten bzw. dicht zu halten, bis ich mein Ziel erreicht hatte, sodass mich mein Vater nicht irgendwo aus dem Zug holen lassen konnte.

Geplant war die Fahrt mit dem Frontier Mail, doch für den Nachtzug gab es Probleme mit dem Kartenvorverkauf. So wurde es ein First-Class-Ticket für den Shane Punjab in der Frühe, ein Abteil mit Aircondition selbstverständlich. Doch kaum war meine Cousine weg - sie hatte sich als meine größere Schwester ausgegeben und einem Zugbegleiter versichert, ich würde zu meinem Vater nach Beas reisen und er würde mich dort am Perron erwarten - hieß es, man habe sich über den großen Hund beschwert und man verfrachtete mich in ein anderes Abteil mit dem Verbot, es zu verlassen.

Dort war die Klimaanlage außer Betrieb, das Fenster ging nicht auf und es gab zwei vergoldete Käfige mit hühnerähnlichen Vögeln. Sie stanken fürchterlich. Es wurde unerträglich heiß in dem Abteil, die Vögel saßen da mit weit offenen Schnäbeln und der Familienhund lechzte. Ich bestellte zu astronomischen Preisen Wasser und Snacks gegen Vorauskassa für uns alle. Es kam nicht. Es sei gar kein Befugter der Bahnlinie gewesen, hieß es.

Ich bestellte neuerlich und man kassierte im Voraus. Wieder kam nichts. Bereits auf halber Strecke war ich so meine gesamte Barschaft los. Und es gab auch noch verschiedene andere Widrigkeiten und jedenfalls wurde diese Fahrt nach Beas dem Familienhund zum Anlass, künftig nie mehr wieder in einen Zug einsteigen zu wollen.

Fortsetzung folgt. Hi, M33

M33

Hi an alle zusammen,

und lieben Dank für Eure Aufmerksamkeit. Hier die Fortsetzung meiner ersten und einzigen Meistersuche in meiner Kindheit in Indien:

In Beas trugen Zugbegleiter die Käfige mit den Vögeln aus dem Zug, dann den Familienhund, der sich weigerte, auch nur noch einen einzigen Schritt zu tun bzw. den Zug zu verlassen. Draußen auf die großen Füße gestellt, schüttelte er sich den Frust dieser Bahnreise aus dem Fell und wir wollten gehen.

Da begannen die Vögel ganz kläglich zu fiepen. Sie fürchteten sich ohne uns. Und ein Mann des Bahnhofpersonals lief uns hinterher und radebrechte in schrecklichem Englisch, er sei von den Zugsbegleitern instruiert worden, mit mir auf die Ankunft meines Vaters zu warten (welche ja von meiner Cousine bei meiner Abreise in Delhi avisiert worden war, sonst hätte man mich ja nicht mitgenommen auf die Reise). Niemand kümmerte sich um die Vögel. Der Mann dachte wohl, sie gehörten wie der Hund zu mir.

Wind kam auf und Vogelfedern aus den Käfigen flogen uns um die Ohren und obwohl Mai war, blies der Wind heiß wie im Hochsommer und selbst die kühlenden Atemübungen brachten kaum mehr Erleichterung. Der Familienhund ließ seine Zunge weit aus dem Maul hängen und hechelte, um sich Kühlung zu verschaffen. Am meisten gelitten haben die Vögel in den engen Käfigen, wo sie dichtgedrängt auszuharren hatten. Mein Bewacher ließ mich nicht aus den Augen und wir warteten fast eine ganze Stunde, bis die Besitzer der Vögel ankamen. Es war eine indische Familie mit mehreren Kindern und nachdem mein Aufpasser Trinkgeld für das scheinbare Bewachen der Vögel bekommen hatte, machte ich mich im Gefolge der Leute davon.

Nach einem anstrengenden, weiten Fußmarsch durch die heiße, indische Nachmittagssonne geteert, gefedert, gerädert und gevierteilt endlich in der Dera angekommen, standen wir vor der nächsten Barriere. Die Sevadars des großen Meisters hielten uns auf und versuchten, uns zu verscheuchen. Wütende, kleine Mädchen ohne Aufsichtsperson und noch dazu mit großem Hund und einem alten Teppich auf den Schultern - ich wäre mir als äußerst obsolet vorgekommen, hier ohne meinen Yogateppich zu erscheinen - kamen nicht so gut. Und doch, letztendlich geschah es, dass der große Saint aus Such Khand leibhaftig vor mir stand. Und um zu zeigen, dass der große, rote Hund an meiner Seite niemandem etwas Böses wollte, hievte ich meinen Teppich von den Schultern und ich umarmte den knurrenden und zähnefletschenden Familienhund.

„Call me Charan, please,“ sagte der große Saint aus Such Khand mit einem Timbre in seiner Stimme, als wolle er nicht mein Meister, sondern mein ergebener Diener sein. Dann beugte er sich zu mir herunter und sagte: „Twinkle, twinkle, my lovely little blue eye“. Mein Gott, dachte ich, der arme Mann ist ja fast blind. Und um nicht seine evtl. auch fast tauben Ohren überzustrapazieren, schrie ich ihm ins Gesicht: „Look Charan, look, my eyes are brown!“ Die Umstehenden lachten und ich wusste nicht warum und wäre gerne im Erdboden versunken, bis man mir erklärt hatte, dass „blue eye“ die Entwicklungsstufe eines Menschen nach dem Meditationseinstieg umschrieb.

(Diese kleine Episode brachte mir den Spitznamen Blue ein und weil ganz Indien schier ein einziges Dorf war und ich nie schwatzhaftere Menschen kennengelernt habe als damals in Indien, hieß ich bald bei Nachbarn und Bekannten und auch wohin sonst ich kam, nur noch Blue. Und im Yoga-Bekanntenkreis ist mir dieser Name teils bis heute geblieben.)

Ich saß bei Tisch und Sevadars trugen Berge von wirklich erstklassigem Essen auf, das auch gut für Hunde war. Und während wir so vor uns hinschmausten, standen plötzlich mein Vater und Mr. Singh an unserem Tisch. Was ich nun zu hören bekommen sollte, ging alles darin unter, dass Mr. Singh sagte, es sei ein bedauernswertes Missverständnis gewesen. Nicht schon in Balde, sondern erst nach einigen Jahren würde er mich verlassen müssen. Und Jahre, das war für ein kleines Kind wie mich eine ganze Ewigkeit und meine Welt war wiederum schön und kugelrund.

Einen kleinen Dämpfer allerdings hatte meine wiederhergestellte, heile Welt. In Nordindien bildeten sich damals schon teils Unruheherde mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen bzw. galt der regionale Flugverkehr als unsicher. Es war sogar die Rede von einem abgeschossenen Sanitätsflugzeug gewesen, die offizielle Bestätigung war jedoch ausständig, was in Indien damals aber nicht viel sagte. Und da mein Vater aus Zeitknappheit per Regionalflugzeug mit Mr. Singh anreisen und mit der Maschine auch wiederum nach Delhi zurückfliegen musste, hatte ich also zwei meiner liebsten Menschen in Gefahr gebracht. Das tat mir sehr leid. Wir begleiteten meinen Vater zum Flugplatz und ich hatte Angst, als ich ihn abfliegen sah. Meine Rückreise trat ich mit Mr. Singh per Zug an. Zugreisen, besonders in den Abteilen erster Klasse, galten als die sicherste Reisemöglichkeit im Land.

Bei der Verabschiedung von Charan hatte ich weinen müssen, obwohl ich doch so glücklich war, meinen Saint Mr. Singh noch lange Zeit an meiner Seite zu wissen. Charan sagte, da ich später einmal erneut einen Meister für mich alleine benötigte, hätte er ohnehin nicht mein Meister sein können. Zu ihm kommen könne ich jedoch jederzeit. Das war schön und als ich größer war und in Österreich lebte und auch im Erwachsenenalter besuchte ich ihn bei meinen Reisen in mein geliebtes Yogaland.

Soviel zu meiner ersten und einzigen Meistersuche. Mein nächster Beitrag wird eine Aufstellung verschiedener Gesichtspunkte sein, wonach man seinen wahren Meister erkennen kann. Und ich hoffe, liebe Sky, damit eine Deiner Fragen aus Deinem letzten Posting auf diesem Thread erschöpfend zu beantworten. Vielen Dank auch für Deine lieben Zeilen auf dem Thread „Die Wahrheit suchen“ in der Rubrik „Spirituelle Zitate“, worin Du ja auch auf diesen Thread hier Bezug genommen hast.

Hi, M33

Wintersun

Hi M33,

danke, dass Du Dir die Zeit nimmst, deine Erfahrungen und Erlebnisse aufzuschreiben und sie mit uns teilst. Sehr spannend zu lesen.

Liebe Grüße, Wintersun

M33

Hi Sky und Wintersun und danke an alle Leser für Eure Aufmerksamkeit! Ich werde heute dem Wunsch von Sky aus ihrem letzten Beitrag nachkommen und berichten, wie man seinen wahren Meister erkennt.

Ganz pauschal gesehen ist die Rede von 2 Arten von Meistersuchenden:

a) Zum einen von jenen, die wenig vom Geist des Yoga, von dieser wundervollen Philosophie erahnen und zu verwirklichen suchen, sondern eher Beweggründe dessen ausschlaggebend sind, dass es ein Aushängeschild für ihre Yogavermarktung sei, dass es gerade im Modetrend läge, dass sie ein Idol zum Anhimmeln benötigten, dass sie womöglich nur ein bisschen damit angeben bzw. sich wichtig fühlen wollten, Schüler eines großen Meisters zu sein, etc.

Am Kern des Yoga vorbeigehend, werden sie mit Meistern über und über beglückt bzw. mittels Internetpropaganda etc. den charismatischen Yogahaien in Ost und West dieser Welt zugeführt und haben teils nicht nur mit oft mühsam abgespartem Geld zu bezahlen. Es ist auch viel Herzblut und gesunder Menschengeist, was im Strom des Yoga hinweggespült wird.

(Und es ist unmaßgeblich, ob der Guru in einem Palast residiert oder sich demonstrativ oft in einer sogar jahrzehntelange nicht ganz fertiggebauten Dera präsentiert oder gar sich in einer ärmlichen Höhle od. Hütte "finden" lässt, wobei das Letztere in seiner Exklusivität noch vielmehr die Gemüter hochschlagen und auch die Gebefreudigkeit anstacheln lässt. Auch für angeblich gemeinnützige Spenden, die jedoch größtenteils und meist sogar alleinig das Einkommen des Gurus bzw. nicht selten multinationaler Yoga-Konzernunternehmen vermehren.)

b) Zum anderen gibt es, allerdings wohl weitaus seltener, den Menschen, der nichts als den puren Geist des Yoga zu ergründen und in seinem Leben zu verwirklichen sucht. Und vor allem an ihn wende ich mich hier und versuche auf Skys Wunsch hin etwas davon zu vermitteln,

„Wie man seinen wahren Meister erkennt“:

1. Du kannst Deinen wahren Meister nicht auf Anhieb erkennen. Was dennoch dahingehend gerne geschildert wird, entspringt weitgehendst der Erfahrungswelt wie unter a) oben angeführt. (Würdest Du einen wahren Meister auf Anhieb erkennen, brauchtest Du keinen mehr.)

2. Ein passables Mittel ist, um erstmal grob die Spreu vom Weizen auszusieben bzw. nicht in gutem Glauben allzu schnell das Ohr zu leihen, in Frage kommende Meister um eine Untersuchung (MR, etc.) ihrer Gehirne im nächsten Krankenhaus zu bitten, da die Gehirne von Langzeitmeditierenden Merkmale aufweisen, die sie von anderen unterscheiden.

Ein wahrer Meister wird dies gerne tun. Es ist seine Aufgabe, den angehenden Schüler zu überzeugen, einen wirklichen Langzeitmeditierenden vor sich zu haben. Denn nicht mehr, aber auch nicht weniger sagen solche Tests. Alles andere, was er stattdessen anzubieten geneigt sein sollte, scheidet ihn für die engere Wahl aus. Es gibt so vieles an Trug und Tand, was alles der Meistersuchende unmöglich als solches einzustufen vermögen würde. Und eingedenk dessen wird ein wahrer Meister von der Zurschaustellung meisterlicher sog. übernatürlicher Fähigkeiten tunlichst Abstand bewahren.

(Mein erster, Meister Mr. Singh, obwohl er seinen Doktor auf mehreren Gebieten gemacht und auf den Eliteunis dieser Welt studiert hatte und ein großer Meister des höchsten Brahmand war, hatte keinerlei Dünkel, sich auf die Bitte meines Vaters hin untersuchen zu lassen. Ebenso mein folgender Meister Jim.)

3. Da ein Meister aus Such Khand (od. zumindest aus dem aller höchsten Brahmand, doch diesen wirst Du wechseln müssen, sobald Du Dich entsprechend entwickelt hast) vonnöten ist, tatsächlich Dein Karma insoweit zu verwalten, dass Du nicht mehr geschüttelt und gebeutelt wirst wie ein Tier, sondern Du selbst bestimmen kannst, wann und in welchem Ausmaß Du es anzunehmen bereit bist. Und vor allem, dass Du in diesem Leben Deine Entwicklung zu vollbringen vermagst, solltest Du Dir keinen geringeren (wie Meister aus der Astralregion oder aus den weiter unteren Brahmandregionen) als Meister angelegen sein lassen.

In den folgenden Punkten, was einen wahren Meister aus Such Khand (und auch aus dem aller höchsten Brahmand) auszeichnet:

4. Die Beziehung eines wahren Meisters zu seinem Schüler ist absolut erhaben über jeden profanen Alltagsaspekt des Lebens. So wird ein wahrer Meister niemals seinen Schüler auch nur das Geringste in irgendwelcher Art und Weise für sich tun lassen. Und dies gilt auch für Anliegen Dritter. Z. B. auch Spendengaben für Sozialwerke wird ein wahrer Meister niemals von seinem Schüler annehmen und ihn auch niemals darauf hinweisen, anderenorts dafür zu spenden. Weiters wird er seinen Schüler darüber aufklären, dass Yoga wie die Liebe für alle Menschen weder käufliches noch verkäufliches Gut ist.

Ein niederträchtiges Spiel, um an Geld zu kommen, treiben sog. Meister mit ihrer Schülerschar, wenn sie ihnen z. B. einreden, es müsse ein Ausgleich zwischen Geben und Nehmen geschaffen werden – und sie kleiden dies gerne auch in Ehrfurcht vor angeblich diesbezüglich bestehende Yogagesetzmäßigkeiten gebietende Worte. Dies ist ein alter Meisterschmäh und zeigt nur, welch bedauernswert niederer Natur so viele dieser sog. Meister in ihrer erbärmlichen Krämerseele sind.

Ein wahrer Meister hat einen völlig normalen Brotberuf und lebt einzig und alleine nur von seinem selbst daraus erwirtschafteten Einkommen bzw. von daraus sich ergebender Rücklage und Pension. (Mein jetziger Meister Jim z. B. ist Architekt und arbeitet seit seinem Studium als solcher.)

Ein wahrer Meister wird auch niemals Reise-, Übernachtungs-, Verpflegungs- od. sonstige Kosten, die ihm aus seiner Meisterschaft erwachsen, sich von seinem Schüler ganz oder auch nur zum Teil abgelten lassen. Vielmehr wird ein wahrer Meister es seinem Schüler stets offenhalten, falls erforderlich, kostenfrei zu ihm zu gelangen und er wird ihm kostenfreien Aufenthalt gewähren.

Es gäbe hier noch viele Aspekte zu Punkt 4 anzuführen. Der Wege sog. Meister aus Ost wie West, aus ihren Schülern Nutzen zu ziehen, sind viele, doch merke: Ein wahrer Meister aus Such Khand und auch aus dem höchsten Brahmand ist derjenige, der gibt. Der Schüler eines wahren Meisters aus Such Khand und auch aus dem höchsten Brahmand ist derjenige, der nimmt. Ist dies nicht in vollem Umfang gegeben, nimm Deine Beine in die Hand und laufe weg. Hier ist nichts vorhanden, was Dir förderlich sein könnte.

Fortsetzung folgt. Hi, M33

M33

Hi Sky und alle zusammen,

hier die Fortsetzung meiner Antwort zu Sky´s Frage „Wie erkenne ich meinen wahren Meister": 

5. Ein weiteres wesentliches Erkennungsmerkmal für einen wahren Meister aus Such Khand oder auch aus dem allerhöchsten Brahmand ist die sehr geringe Schüleranzahl, ein solcher Meister ist kein Meister der Massen, er ist auf diese Welt gekommen, Menschen tatsächlich heimzuführen, und zwar in ihrem jetzigen Leben. Ein wahrer Meister aus Such Khand hat zur selben Zeit einen Schüler, zwei Schüler zur selben Zeit sind schon der äußerst seltene Ausnahmefall, mir ist überhaupt nur ein einziger solcher Fall bekannt.

6. Ein wahrer Meister ist ein wirklicher Saint aus Such Khand oder aus dem allerhöchsten Brahmand und hat bei keinem Meister dieser Welt sein „Meisterhandwerk" erlernt, wer sich als ein zur Meisterschaft gelangter Schüler eines großen Meisters kundtut oder auch durch angebliche Erscheinungen toter wie lebender Meister sich als zur Meisterschaft berufen outet, ist kein wahrer Meister und wirklicher Saint aus Such Khand oder aus dem allerhöchsten Brahmand.

7. Du brauchst Deinen wahren Meister nicht zu suchen, Dein wahrer Meister kommt unweigerlich zu Dir, sobald Du für die Meisterschaft eines wahren Saints bereit bist.

Die Aufgabe Deines wahren Meisters ist es, Dich heimzuführen, dazu ist er als Mensch in dieser Welt.

Sobald er seine Aufgabe erfüllt hat, verlässt er diese Welt oder wendet sich einer neuerlichen Aufgabe, d. h., neuerlich einem Menschen zu, um ihn als seinen Schüler anzunehmen, ihm zu dienen und ihn heimzuführen.

8. Ganz allgemein betrachtet noch, um Zeit Deines wertvollen Lebens hier in dieser Welt nicht mit allerlei an sog. Meistern zu vergeuden, welche der Entwiklung des Menschen mehr schaden, als sie je förderlich sein könnten:

Benutze auch Deinen gesunden Menschenverstand und lasse Dich nicht von einer charismatischen Persönlichkeit vereinnahmen, die Yoga zu verhökern gelernt hat wie andere eben Autos oder z. B. Heizdecken mit Massagewirkung gegen allerlei an Missbefindlichkeiten und Krankheitssymptomen.

Es ist bemerkenswert, wie oft auch an sich sehr intelligente Menschen auf die primitivsten Meisterschmähs hereinzufallen geneigt sind bzw. es regelrecht in Kritikunfähigkeit/Hörigkeit mündet und sie schließlich so gut wie alles glauben, was dem Munde irgendeines sog. Meisters entspringt.

Höre gut hin, denn letztendlich sagt einer immer, was er wirklich meint, beschönige nichts und höre nicht nur, was Du gerne hören möchtest.

Auch einfaches Hinschauen kann oft recht hilfreich sein, wenn z. B. ein übergewichtiger Mensch mit aufgedunsenem Bauch und verquollenem Fettgesicht sagt, er laufe seit vielen Jahren Halbmarathon und absolviere dafür täglich mind. 2 Stunden an zielgerichtetem Training, würde es wohl keiner glauben, wenn jedoch ein durch Fettbauch an optimaler Zwerchfellfunktion offensichtlich behinderter sog. Meister mit aufgedunsenem Gesicht und im Alter von oft noch nicht einmal 8o Jahren bereits ergrauenden Haaren daherkommt und behauptet, er sei Meister eines Yoga, das die Jungerhaltung, ja sogar Verjüngung der Körperzellen anhand besonderer Atemübung etc. etc. innehabe, dann ist so mancher geneigt, ihm das tatsächlich zu glauben bzw. nicht zu erkennen, er habe einen bedauernswert haltlosen bzw. unkontrollierter Essgier frönenden Menschen vor sich, der ja nichteinmal seine ganz banalen Stoffwechselvorgänge reibungslos aufrechtzuerhalten fähig sei und geschweige denn die Größe in sich trage, ein wahrer Meister des von ihm propagierten Yoga zu sein.

9. Ein wahrer Meister wird seinen Schüler zu einer zumindest rein vegetarischen Ernährungsweise anhalten.

Es gäbe noch viele Punkte der Merkmale eines wahren Meisters anzuführen, doch ich denke, die bereits genannten seien ausreichend bzw. gerade auch dem Yogaanfänger Hinweis und Richtlinie genug bei der Frage: „Wie erkenne ich meinen wahren Meister“.

In meinem nächsten Posting beantworte ich noch die restlichen Fragen aus Sky´s letztem Beitrag, dann wende ich mich konkret den unmittelbaren Meditationsvorbereitungen in meinem Verlauf der Meditation zu.

Danke für Eure Aufmerksamkeit und hi, M33.

Anmerkung von Peter: Dieses Posting ist jetzt einige Jahre her. Leider hat M33 nicht mehr weiter geschrieben. Die Gründe dafür sind mir nicht bekannt. Aber vielleicht stößt sie/er ja eines Tages auf diesen Beitrag und setzt die interessante Schilderung ihres/seines Weges fort.

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Siehe auch

 

Die Tafeln von Chartres: PDF-Download, Anleitung & Wirkung

Die „Tafeln von Chartres“ sind eine althergebrachte Technik zur Schulung von Geist, Konzentration und Aufmerksamkeit. Der Überlieferung nach ist die Technik von nicht schriftkundigen Zigeunern an den Franzosen Pierre Derlon weitergegeben worden, der diese dann in seinem Buch „Gärten der Einweihung“ im Jahr 1979 veröffentlichte.

Hier findest du die Technik erläutert und einen gratis Download der Tafeln von Chartres, mit denen du selber praktizieren kannst.

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meditation vertiefungen 9 564

Anleitung zu den acht Jhanas im Buddhismus

Jhanas sind Vertiefungsstufen der Meditation. Es handelt sich um acht Bewusstseinszustände, die durch meditative Sammlung hervorgerufen werden. Jede Stufe führt zu einer tieferen Sammlung und kann jeweils als Vorbereitung zur Einsichtsmeditation genutzt werden. Für den Übergang von einer Jhana zur anderen wird jeweils das Meditationsobjekt eine Stufe subtiler gewählt. Die folgende Anleitung zu den Jhanas listet auf, worauf sich in jeder Stufe zu konzentrieren ist.

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Metta-Meditation: Anleitung zur Meditation über Mitgefühl & liebende Güte

Reine Atem-Meditation steigert nicht zwangsläufig deine Empathie oder das Gefühl der vertrauten Verbundenheit mit anderen (Menschen-)Wesen, du musst dieses Ziel schon ganz konkret mit in deine Meditation aufnehmen. Die Metta-Meditation aus dem Buddhismus ist das bekannteste Beispiel für eine solche Meditation über Mitgefühl. 

Wir erklären in diesem Beitrag, wie die Metta-Meditation funktioniert und geben Anleitungen als Text und Video. Außerdem findet du weiter unten eine allgemeine Eigenschaftsmeditation und weitere Varianten von Meditationen über Mitgefühl.

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Woher stammen diese Beiträge?

Früher gab es auf Yoga-Welten.de einen Forumsbereich. Dieser musste aus technischen Gründen abgeschaltet werden, es gab aber auch fast keine neuen Diskussionen mehr. 

Um die oftmals sehr wertvollen Beiträge der Forumsteilnehmer zu "retten", habe ich die ursprünglichen Posts als Grundlage für eine Neuformulierung genommen und zu einem eigenständigen Text umgeschrieben. 

Dabei wurden auch Dopplungen, Rechtschreibfehler und auch themenfremde Postings korrigiert, gekürzt oder ganz weggelassen. Diese "Straffung" erleichtert den Einstieg ins Thema. Zudem wurden die Texte neu formuliert und um Sachverhalte, Bilder etc. ergänzt. Fehler durch diese Textergänzungen etc. sind natürlich nur mir anzulasten. Ich hoffe aber und habe mich sehr darum bemüht, dass die Aussagen der Forenteilnehmer dabei nicht verfälscht wurden.

Unter jedem Posts gibt es die Möglichkeit, diesen weiterhin zu ergänzen, auf Fehler aufmerksam zu machen usw.

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und im Finanzsektor ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten. Als Vater von drei Kindern treibt er in seiner Freizeit gerne Sport, meditiert und geht seiner Leidenschaft für spannende Bücher und ebensolche Filme nach. Zum Yoga hat in seiner Studienzeit in Hamburg gefunden, seine ersten Lehrer waren Hubi und Clive Sheridan.

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