Born to Run – Buchkritik und Analyse der Lauf-Thesen
Viele Ärzte und sogar manche Yoga-Profis bewerten ein erkleckliches Maß an täglicher Bewegung für gesundheitlich förderlicher als das Halten von Asana oder das Stemmen von Gewichten. Laufen und Co. sind hierbei zeitlich effizienter als ein gemütlicher Spaziergang. Wer sein Tagespensum an Bewegung in sportlicher Anstrengung vollzieht, kann das dafür notwendige Zeitmaß auf rund die Hälfte reduzieren.
Laufen ist die einfachste und ursprünglichste Form sportlich aerober Körperbetätigung. Mochte bei dir bisher noch keine rechte Lust für Jogging und Co. aufkommen? Oder läufst du eigentlich gerne, wirst aber immer wieder durch Zipperlein in Knie, Fuß und Wade ausgebremst? Dann lies das Buch "Born to run" von Christopher McDougall. Er geht auf die Ursprünge des Laufens ein, schildert viele Erlebnisse mit Lauf-Verrückten, erläutert auf spannende Weise wissenschaftliche Erkenntnisse und verpackt das ganze in ein kurzweilig zu lesendes Romankonstrukt.
Meine Zusammenfassung: unterhaltsam und interessant. Die Lauf-Vorschläge in dem Buch sind einen Versuch wert.
Kurz zusammengefasst
- Evolution & Laufen
Der Mensch ist laut den Thesen aus „Born to Run“ evolutionär auf ausdauerndes Laufen spezialisiert. Anatomische Merkmale wie Achillessehne, Schweißregulation und aufrechter Gang sprechen für die Fähigkeit zur sogenannten Persistenzjagd. - Tarahumara (Rarámuri)
Das indigene Volk aus Mexiko gilt als Beispiel für eine Kultur, in der Laufen Teil des Alltags ist. Sie absolvieren Ultrastrecken in minimalistischen Sandalen – oft bis ins hohe Alter – mit erstaunlich geringer Verletzungsrate. - Minimalismus vs. Dämpfung
Das Buch kritisiert stark gedämpfte Laufschuhe. Die Kernthese: Nicht der Körper ist fehlerhaft, sondern der moderne Laufstil. Ein sanfter Mittelfußaufsatz, kurze Schritte und aufrechte Haltung gelten als zentral. - Verletzungen & Technik
Verletzungen entstehen laut Buch weniger durch das Laufen selbst, sondern durch ineffiziente Technik, Übertraining oder abrupte Umstellungen. Die Betonung liegt auf der Entwicklung von Lauf-Fertigkeit (Skill). - Kritische Einordnung
Einige Thesen sind bewusst zugespitzt. Wissenschaftliche Debatten um Barfußlaufen und Minimalismus zeigen: Nicht jede Empfehlung ist universell gültig. Individuelle Biomechanik bleibt entscheidend. - Motivation statt Trainingsplan
Das Werk ist kein Trainingshandbuch. Es inspiriert dazu, das eigene Laufverhalten zu hinterfragen – und neu zu entdecken, was Laufen bedeuten kann.
Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.
Worum geht es in „Born to run“ im Kern?
Born to Run ist weder reiner Abenteuerbericht noch klassischer Trainingsratgeber. Im Zentrum steht eine Leitfrage: Ist der Mensch evolutionär zum ausdauernden Laufen geschaffen – und wenn ja, warum scheitern so viele moderne Läufer an Verletzungen?
Der Autor verbindet drei Stränge:
- die Begegnung mit dem mexikanischen Volk der Tarahumara (Rarámuri),
- die Porträts exzentrischer Ultra-Läufer,
- sowie eine populärwissenschaftliche Auseinandersetzung mit Evolutionsbiologie, Sportmedizin und Lauftechnik.
Das Buch behauptet nicht nur, dass der Mensch laufen kann, sondern dass er dafür gebaut ist – anatomisch, physiologisch, mental. Die eigentliche Provokation lautet: Nicht der Körper sei das Problem, sondern die Art, wie wir laufen – und das, was wir an unseren Füßen tragen.
Diese klare Einordnung hilft, das Werk nicht fälschlich als Trainingsmanual zu lesen. Es ist eher ein erzählerisches Plädoyer für das natürliche Laufen.
Kurzüberblick – Die wichtigsten Inhalte auf einen Blick
- Begegnung mit dem geheimnisvollen Läufer Caballo Blanco
- Recherche über die Laufkultur der Tarahumara
- Einblicke in die Szene der Ultra-Läufer
- Evolutionsbiologische Argumente für den „laufenden Menschen“
- Kritik an modernen Laufschuh-Konzepten
- Plädoyer für einen ökonomischen, sanften Laufstil
Was bremst dich beim Laufen am häufigsten aus?
Wieso soll Laufen besser sein als Asana?
"Besser" ist so ein allgemeines Wort, das nicht aussagt, was genau "besser" sein soll. Will du daher Joggen gegen Asana abwägen, kommt es auf deine Ziele an. Wenn du Yoga vor allem als Reduzierung der Gedankenwellen des Geistes verstehst und dein Ziel "Moksha", die Befreiung ist, dann kann Laufen durchaus zielführender sein als Asana.
Yoga Sutra I-2: Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Bewegungen im Geist

Yogash citta–vritti–nirodhah
योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः
Wenn ich festlegen müsste, welche Sutra die Bedeutsamste ist, dann würde ich diese wählen. Hier wird der Yogaweg in einem Satz zusammengefasst. Alle weiteren Sutras erläutern den Weg.
Auslegung und Deutung dieser Sutra erfolgt unterschiedlich. Lies hier, welche Prioritäten du gemäß der Sutras-Deuter bei deiner täglichen Praxis setzen solltest.
Hier weiterlesen: Yoga Sutra I-2: Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen der Bewegungen im Geist
Denn ein entscheidender Faktor beim Befrieden des Geistes ist ein ruhiger, langer Atem. Es gilt, um einen stillen Geist zu erhalten, den Atem immer weiter zu verfeinern und zu verlängern.
Der russische Mediziner Dr. Konstantin Buteyko widmete sein Leben der Forschung über die Reduzierung des Atmens. Er attestierte dem "langen Atem" (der auch in zahlreichen alten Yoga-Schriften gefordert wird, siehe den Beitrag "Yoga – wie atmen?") viele positive gesundheitliche Folgen. Buteykos beiden Haupt-Techniken zur Erreichung dieses reduzierten Atmens (siehe Buteyko-Methode): Bewegung und eine einfache Pranayama-Technik der Atemreduktion. Vor allem aber Bewegung. Er schickte seine Patienten täglich auf ausgedehnte, vielstündige Spaziergänge.
Wenn du also vor allem deinen Atem reduzieren und damit deinen Geist beruhigen möchtest, könnte es durchaus sein, dass Joggen wirkungsvoller ist als das Halten von Asana.
Wann machst du Yoga?
Warum haben die alten Yogis kein Laufen gelehrt?
Möglicherweise war mangelnde Bewegung früher kein Thema. Oder der viele Aufenthalt im Freien hat automatisch für einen feineren Atem gesorgt. Jedenfalls gibt es guten Grund zu der Annahme, dass sich zu Zeiten des Verfassens der alten Yoga-Schriften der Mensch deutlich mehr und vielfältiger bewegte als heute.
Aber Laufen ist anstrengend und ständig tut mir etwas weh
Mit diesem Einwand kommen wir zurück zu den Zielen des Buches "Born to run" von Christopher McDougall. Ich habe das Buch aufgrund seines Untertitels:
"Ein vergessenes Volk und das Geheimnis der besten und glücklichsten Läufer der Welt."
und seines Klappentextes (Auszüge):
"... mindestens einmal im Jahr verletzt ... Diagnose der Mediziner: Sie sind einfach nicht zum Laufen gemacht ...
Stattdessen suche der Journalist Antworten weit abseits der ... Empfehlungen von Ärzten und Ausrüstern ... Reise zu den geheimnisvollsten und besten Läufern der Welt ... gewann verblüffende Erkenntnisse. Denn in Wahrheit sind wir alle zum Laufen geboren."
gelesen.
Das klang für mich alles sehr vielversprechend. Denn ich jogge eigentlich gerne und erlebe diesen Sport auch als erfreulich stimmungsaufhellend. Aber nach einer gewissen Zeit des "kontrollierten Vorwärtsstolperns" (was Laufen eigentlich ist), schießt mir in unschöner Regelmäßigkeit ein Schmerz ins Knie und ich kann nur noch gehend gen Heimat schleichen.
Sollte man wirklich "irgendwie anders" laufen können, ohne dass nach einer halben Stunde irgendetwas weh tut? Dass der Freude am Laufen bis ins hohe Alter ungetrübt gefrönt werden kann? Ich fing an zu lesen.
Langatmiger Einstieg
Die ersten hundert Seiten des Buches kommen recht zäh daher. Weitschweifig schildert McDougall wie er als Redakteur einer Läuferzeitschrift hier und da von dem geheimnisumwitternden Läufervolk der Tarahumara hört. Mexikanischen Ureinwohnern, die in unzugänglicher Canyons hausen und einen Großteil ihres Lebens laufend verbringen sollen ...
Dabei wird noch kein Wort über irgendeine geheimnisvolle Lauftechnik verloren. Nein, man muss dranbleiben, um die Früchte des Buches ernten zu können.

Die Welt der Ultra-Läufer
McDougall schildert die Laufkraft der Tarahumara anschaulich anhand deren seltener Teilnahme an sogenannten Ultraläufer-Rennen. Das sind Laufwettbewerbe über 80 Kilometer und (deutlich) mehr. Während sich westliche Athleten viele Jahre auf solche Laufexzesse vorbereiten müssen, scheinen die Tarahumara 100 Kilometer ohne Probleme aus dem Stand laufen zu können. Und währenddessen noch munter herumzualbern.
Knie-, Fuß-, oder Sehnenverletzungen sind den Tarahumara trotz steiniger Pfade und einfachstem Schuhwerk völlig fremd. Noch im Alter von 90+ sollen die Canyonläufer mühelos Marathonstrecken laufend bewältigen können. Was ist ihr Lauf-Geheimnis?
"Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch läuft."
Dieses Zitat der berühmten Lauflegende Emil Zatopek könnte als Motto für die hinteren Teile des Buches stehen. McDougall schildert zum Beispiel, wie in früheren Zeiten ein menschlicher Jäger über seine Lauf-Ausdauer viele – kurzzeitig schnellere – Tiere in den Tod treiben konnte. Die Theorie einiger Wissenschaftler lautet, dass zu einem großen Anteil dieses ausdauernde (Jagd-)Laufen die Überlegenheit des Homo sapiens gegenüber dem Neandertaler ausmachte.
Im Buch finden sich zahlreiche solcher Laufgeschichten und Lauftheorien, die letztendlich alle in der Schlussfolgerung münden, dass der Mensch zum Laufen geschaffen ist. Unterlässt er diese ihm angestammte Fortbewegungsmethode sträflich, würden ihn die unterschiedlichsten Geißeln befallen – von vorzeitigem Altern über Krebs bis zur Depression.
Das Leben der Tarahumara
McDougall schildert das Leben der Tarahumara anhand mannigfaltiger Details aus deren Alltag und ihrem Läuferdasein. Auch deren Essensgewohnheiten werden erläutert, das Buch enthält grobe Rezeptvorschläge und eine Tarahumara-Diät wird aufgezeigt. Es ist heutzutage mithilfe westlicher (Bio-)Supermärkte kein Problem, die Kost des Laufvolkes in unseren Breitengraden nachzubilden. Sogar die dort bei den Tarahumara beliebten Chia-Samen findet man heute an jeder Ecke.
"Eine Mischung aus Abenteuer und Sinnsuche, wissenschaftlicher Auseinandersetzung und Geschichte. Man möchte einfach gleich selbst loslaufen."
(Outside Magazine zum Buch "Born to run")
Tarahumara: Idealbild oder Projektionsfläche?
Die Darstellung der Tarahumara ist faszinierend – zugleich stellt sich die Frage, ob hier nicht auch eine gewisse Romantisierung stattfindet. Das Bild des naturverbundenen, verletzungsfreien Dauerläufers besitzt erzählerische Wucht. Doch indigene Lebensrealitäten sind komplexer als jede sportliche Legende.
Das schmälert nicht die beeindruckende Laufkultur dieses Volkes. Es relativiert jedoch die Vorstellung, man müsse nur Sandalen tragen und Chia essen, um dieselbe Robustheit zu erreichen. Lebensstil, Umwelt, genetische Disposition und frühkindliche Bewegungserfahrung spielen vermutlich eine größere Rolle, als es ein einzelnes Buch abbilden kann.
Gibt es DIE beste Lauftechnik?
So viel sei verraten: Das Buch "Born to run" ist kein How-To-Run-Ratgeber mit einer dezidierten Laufanweisung, Trainingsplänen oder Equipmentempfehlung. Christopher McDougall weiß wahrscheinlich, dass derartige Erkenntnisse eine kurze Gültigkeitsdauer besitzen, immer wieder neue Laufempfehlungen von den Koryphäen der Läufergemeinde verkündet werden.
Stattdessen schildert der Autor eigene Erfahrungen und streut an vielen Stellen des Buches Aussagen und Beobachtungen von Laufexperten ein. Er verbindet biologische Erkenntnisse mit Porträts von Menschen, deren größte Freude im Leben das Laufen ist. Am liebsten würden sie alle mehrmals am Tag laufen. Im Mittelpunkt steht dabei ein geheimnisumwitterter Läufer und Einsiedler namens Caballo Blanco (es gibt mittlerweile einen Film über sein Leben , hier ein Artikel über den letzten Lauf seines Lebens).
Auszüge aus dem Film über Caballo Blanco und das Leben der Tarahumara
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Beide Männer, Autor und Einsiedler, brauchten damals einander, um einen Ultra-Lauf der Giganten zu organisieren. Das Rennen und dessen dramatischer Ausgang werden im Buch eindrücklich geschildert.
Lauf-Empfehlungen
Dennoch hat der Leser am Ende der Buchlektüre viele Anregungen erhalten, welche Dinge er bei seinem eigenem Laufverhalten einmal ausprobieren könnte. Um den eigenen Laufstil in Richtung leichter und gesünder zu verändern. Um schneller zu werden und/oder um länger schmerzfrei laufen zu können.
Die Läufer, die im Buch zu Wort kommen, vermeiden alle stark dämpfende Laufschuhe. Wenn überhaupt ein Schuh, dann einen mit wenig dämpfender Sohle. Alternativ wird barfuß trainiert oder in den Lauf-Sandalen derTarahumara:
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Zitat von der Website des Autors:
"Die besten Laufschuhe sind dünn und leicht und bieten genau das, was Läufer brauchen und nicht mehr: ein wenig Schutz vor rauem Boden und kaltem Wetter. Probleme entstehen jedoch, wenn sich Schutz in Korrektur verwandelt und das Marketing die Schuhgestaltung übernimmt. Sobald Gimmicks die Kontrolle übernehmen und die Technik verbessert wird, können Sie damit rechnen, dass bis zu 90% aller Marathonläufer verletzt werden."
Gesammelte Lauftipps, die das Buch durchziehen
- Das Geheimnis verletzungsfreien Laufens ist die "Fertigkeit" (Skill).
- Auf keinen Fall mit der Ferse aufsetzen.
- Möglichst mit dem ganzen Fuß oder mit dem Vorderfuß aufsetzen.
- Aufrechte Haltung einnehmen, die Hüfte dafür beim Laufen leicht nach vorne drehen.
- Keine langen Schritte, sondern nur knapp vor der Hüfte oder direkt darunter aufsetzen.
- Die Knie beim Aufsetzen leicht gebeugt halten.
All diese Punkte werden im Buch wohl begründet. Ob diese Art des Laufens für jeden Menschen ideal ist, kann natürlich niemand beantworten.
Das Fazit des Autors
"Letztendlich geht es aber nicht um Barfuß-Laufen versus Laufschuhe tragen. Es geht darum zu lernen, sanft zu laufen. Meistern Sie das, und Sie können alles [an ihren Füßen] tragen – oder nicht tragen – was Sie wollen."
Christopher McDougall auf seiner Website
Kritische Würdigung: Zwischen Faszination und Zuspitzung
So mitreißend das Buch geschrieben ist, es bleibt nicht frei von Zuspitzungen. Einige Thesen wirken bewusst pointiert formuliert – etwa die implizite Gegenüberstellung von „ursprünglichem Laufen“ und „moderner Fehlentwicklung“. Hier wird gelegentlich ein Gegensatz konstruiert, der wissenschaftlich differenzierter betrachtet werden müsste.
Insbesondere die Diskussion um minimalistische Laufschuhe und Barfußlaufen wurde nach Erscheinen des Buches kontrovers geführt. Studien zeigten zwar Vorteile bestimmter Laufstile, aber auch Risiken bei zu schneller Umstellung. Das Buch inspiriert – es ersetzt jedoch keine individuelle Analyse von Biomechanik, Trainingsstand oder Verletzungsvorgeschichte.
Dennoch liegt gerade in dieser Zuspitzung seine Kraft: McDougall schreibt kein Lehrbuch, sondern eine Erzählung mit These. Und gute Thesen sind selten vollkommen ausgewogen – sie sind dazu da, Diskussionen auszulösen.
Mein persönliches Buch-Fazit
"Born to run" vermittelt tiefe Einblicke in die Welt des Laufens und der Menschen, die für das Laufen leben. Für mich bewirken die Tipps und Empfehlungen des Buches Motivation, diese alle selbst auszuprobieren. Ich bin gespannt, ob und wie sich mein Laufen verändern wird.
Für wen ist „Born to run“ besonders geeignet?
Dieses Buch eignet sich besonders für:
- Läuferinnen und Läufer mit wiederkehrenden Verletzungen,
- Menschen, die an der Evolution des Menschen interessiert sind,
- Sportinteressierte, die erzählerische Sachbücher schätzen,
- Leser, die Motivation suchen, ohne Trainingsplan-Vorgaben.
Weniger geeignet ist es für alle, die konkrete Wochenpläne, Intervalltabellen oder physiotherapeutische Detailanleitungen erwarten. Wer dagegen bereit ist, über die eigene Laufpraxis neu nachzudenken, wird reichlich Stoff finden.
Das Buch kaufen
- Taschenbuch: 400 Seiten
- Verlag: Heyne Verlag (12. Oktober 2015)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3453603699
- ISBN-13: 978-3453603691
- Preis: 12,99 €

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FunFacts zum Thema Laufen
- 1️⃣ Menschen können Antilopen „überhitzen“
Bei der Persistenzjagd wurde Beute durch langes Nachsetzen erschöpft – dank menschlicher Schweißkühlung.
Quelle: https://www.nature.com/articles/425345a - 2️⃣ Die Achillessehne speichert Energie wie eine Feder
Sie funktioniert als elastischer Energiespeicher und verbessert die Laufökonomie erheblich. - 3️⃣ Barfußläufer landen seltener auf der Ferse
Studien zeigen deutliche Unterschiede im Aufsatzmuster zwischen beschuhten und barfüßigen Läufern.
Quelle: https://www.nature.com/articles/nature08723 - 4️⃣ Ultramarathon verändert kurzfristig das Gehirn
Nach extremen Belastungen schrumpft vorübergehend graue Substanz – sie regeneriert sich jedoch wieder. - 5️⃣ Laufen wirkt antidepressiv
Regelmäßiges Ausdauertraining kann depressive Symptome signifikant reduzieren. - 6️⃣ Die menschliche Gesäßmuskulatur ist außergewöhnlich groß
Der Musculus gluteus maximus stabilisiert beim Laufen – beim Gehen ist er kaum aktiv. - 7️⃣ Die Tarahumara spielen Laufball über Marathon-Distanz
Beim traditionellen „Rarajipari“ wird ein Holzball kilometerweit laufend vorangetrieben.
Quelle: https://www.britannica.com/topic/Tarahumara - 8️⃣ Zu schnelle Umstellung auf Minimalismus erhöht Verletzungsrisiko
Nicht das Barfußlaufen selbst, sondern abrupte Anpassung gilt als problematisch.
Quelle: https://bjsm.bmj.com/content/48/5/349
Weiterlesen
- Die Website des Autors: www.chrismcdougall.com
- Fotos von den Teilnehmern des großen Finalrennens
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Atreju59 fragt:
Hallo Forengemeinde,
ich bin neu hier in diesem Forum und Yoga ist eigentlich auch Neuland für mich. Seit Jahren bewege ich mich im Leistungssport (Laufen, bis Halbmarathon). Nie habe ich viel in Dehnungsprogramme oder Flexibilität investiert.
Jetzt ist mein Körper offensichtlich an seine Grenzen gekommen. Trotz einiger Wochen gänzlicher Pause nimmt der Tonus meiner Muskulatur (Hüfte, Beine, unterer Rücken) nur unmerklich ab. Zudem habe ich einen Beckenschiefstand mit Beckenverwringung entwickelt, sodass ich zwei verschiedene Körperhälften habe. Mein Beckenknochen ist rechts niedriger, mein rechtes Bein scheint länger zu sein. Komisch ist auch, dass im Sitzen mein rechter Oberschenkel kürzer ist und tiefer liegt, als der linke Oberschenkel. Wenn ich mich aber gerade hinstelle, so steht das rechte Bein etwas vor. Das erkennt man deutlich am rechten Knie, welches etwas vor dem linken steht. Außerdem habe ich durch meinen Bürojob eine leichte Brustkyhpose entwickelt. Ein Grund hierfür ist sicher auch meine Länge (188 cm). Gefühlt ist mein linker Quadratus lumborum verkürzt und richtig hart. Ebenso der linke Psoas. Zudem habe ich das Gefühl, meine linke Glutealmuskulatur nicht richtig ansteuern zu können. Meine Hamstrings sind wie Drahtseile und stark verkürzt.
Jetzt aber zu meiner eigentlichen Frage. Kann ich mit Yoga meine durch das Laufen völlig durcheinander geratene Statik korrigieren oder hat Yoga hier seine Grenzen? Mein Becken ist auch geröntgt worden. Meine Gelenke sind nicht pathologisch verändert. Es scheint also wirklich an der Muskulatur zu liegen.
Vielleicht könnt ihr mir aus eurer Erfahrung heraus Tipps geben, ob ich mit Yoga auf dem richtigen Pfad bin.
LG Dieter
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