Konfuzius: Der dreifach überlegene Mensch
„Der Weg eines überlegenen Menschen ist ein dreifacher: tugendhaft, daher frei von Besorgnis; weise, daher frei von Verwirrung; mutig, daher frei von Furcht."
Konfuzius, Kong Qiu, chinesischer Philosoph zur Zeit der Östlichen Zhou-Dynastie, geboren vermutlich von 551 v. Chr. Qufu im chinesischen Staat Lu (der heutigen Provinz Shandong), gestorben um 479 v. Chr. ebenda
Yoga-Welten-Umfrage zum Zitat
Tugendhaft, weise & furchlos ... Gut und schön, aber:
Welche Eigenschaft würdest du dir noch von einem Menschen wünschen, den du als "überlegen" bezeichnen würdest?
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Antwort 1
umsichtig
Antwort 2
Solidarität
Wie Yoga diese Eigenschaften fördert
Konfuzius beschreibt drei Qualitäten des überlegenen Menschen: Tugendhaftigkeit, Weisheit und Mut – jeweils verbunden mit innerer Freiheit. Yoga kann all diese Ebenen gleichzeitig ansprechen, weil es Körper, Atem, Geist und Verhalten integriert. Hier eine Zuordnung:
Tugendhaft – frei von Besorgnis
In der yogischen Tradition entspricht dies Ahimsa, Satya, Saucha, Santosha usw. – ethische Grundlagen (Yamas & Niyamas).
Wie Yoga das fördert:
- Einhalten der Yamas und Niyamas: die Verhaltensregeln aus dem Yogasutra
- Achtsamkeitspraxis macht eigenes Verhalten und die Wirkung auf andere bewusster. Dadurch entsteht ethischer Selbstabgleich.
- Meditation reduziert impulsive Reaktionen, was Wohlwollen und Geduld stärkt.
- Atemübungen (Pranayama) beruhigen das Nervensystem; weniger Stress → weniger Sorgen → mehr Gelassenheit.
- Körperpraxis (Asanas) lehrt, Grenzen zu respektieren, Disziplin zu entwickeln und Verantwortung für das eigene Wohl zu übernehmen.
Ergebnis: ein stabileres inneres Fundament, das zu besonnenem, ethischem Handeln führt – und damit zu weniger Besorgnis.
Yamas und Niyamas im täglichen Leben Keine spirituelle Richtung kommt ohne Verhaltensregeln aus. Diese legen fest, welche ethischen Handlungsweisen für einen Aspiranten (oder auch jeden Menschen) förderlich sind. Was dem Christen die zehn Gebote, das sind dem Yogi die Yamas und Niyamas. Gleichzeitig sind sie die ersten beiden Stufen im Raja Yoga, dem achtgliedrigen Yoga-Pfad (auch Ashtanga- oder Kriya-Yoga genannt). Patanjali definiert Yama und Nyama im Yogasutra. Die alten Yogis hätten sich wohl nicht träumen lassen, dass ihre Regeln Jahrtausende später im Großraumbüro, beim Online-Shopping oder in WhatsApp-Chats auf die Probe gestellt würden. Und doch: Die Yamas und Niyamas im täglichen Leben sind verblüffend aktuell. Wer sie nicht als starre Gebote liest, sondern als praktische Orientierung, entdeckt, wie Gewaltlosigkeit beim Autofahren aussieht, warum Wahrheit auch mal Schweigen bedeutet und weshalb ein bisschen Maßhalten beim zweiten Glas Wein oft heilsamer ist als jeder Verzicht. Dieser Artikel zeigt, wie sich alte Weisheit im modernen Alltag verankern lässt: Was sind die Yamas und Niyamas? Wie werden diese in den alten Schriften ausgelegt? Und wie wende ich die Yamas und Niyamas im Alltag an? Der Artikel gibt Antwort und hält zwei Downloads (Poster & Merkkarte) parat.Beitrag: Yamas und Niyamas im täglichen Leben
Weise – frei von Verwirrung
Yoga sieht Weisheit als das Erkennen der eigenen Natur und der Wirkmechanismen des Geistes.
Wie Yoga das fördert:
- Meditation (Dhyana) schult die Fähigkeit, Gedanken zu beobachten statt von ihnen verwirrt zu werden.
- Pratyahara (Rückzug der Sinne) hilft, klar zu erkennen, was innen geschieht, ohne überreizt zu sein.
- Studium (Svadhyaya): Reflexion über Texte, über sich selbst und über das Leben fördert Einsicht.
- Regelmäßige Praxis verbessert Konzentration, Gedächtnis und geistige Klarheit.
Ergebnis: weniger mentale Zerstreuung, mehr innere Ordnung – die Grundlage von Weisheit.
Yoga Sutra II-1: Strenge Übungspraxis, Selbststudium und Hingabe an Ishvara (Ur-Guru, Gott, göttliches Ideal) – das ist der Kriya-Yoga
Yoga Sutra II-32: Die Nyamas lauten Reinheit, Zufriedenheit, Selbstdisziplin, Selbststudium und Hingabe an Ishvara (Ur-Guru, Gott, göttliches Ideal)
Yoga Sutra II-44: Durch Selbstserforschung wird man eins mit der ersehnten Gottheit (bzw. dem Ideal)
Mutig – frei von Furcht
Yoga versteht Mut nicht als Härte, sondern als die Fähigkeit, dem Leben mit offenem Herzen zu begegnen.
Wie Yoga das fördert:
- Körperhaltungen, die Balance, Kraft oder Ungewissheit enthalten (z. B. Umkehrhaltungen), lehren, Angst zu fühlen, aber dennoch ruhig zu handeln.
- Atemarbeit reduziert physiologische Angstreaktionen und stärkt die Fähigkeit, in herausfordernden Situationen präsent zu bleiben.
- Akzeptanzfähigkeit: Yoga lehrt, dass Unbeständigkeit und Veränderung natürliche Prozesse sind – das nimmt Angst.
- Verbundenheitsgefühl: Spirituelle Praktiken vermitteln, dass man Teil eines größeren Ganzen ist – das stabilisiert emotional.
Ergebnis: ein Mut, der aus innerer Stabilität wächst, nicht aus Überheblichkeit.
Zusammenfassend
Yoga stärkt genau jene Eigenschaften, die Konfuzius beschreibt:
| Konfuzianische Qualität | Yogische Entsprechung | Wirkung |
|---|---|---|
| Tugend | Yamas & Niyamas, Achtsamkeit | Weniger Sorgen, ethische Klarheit |
| Weisheit | Meditation, Innenschau | Weniger Verwirrung, geistige Klarheit |
| Mut | Präsenz, Atemkontrolle, Selbstvertrauen | Weniger Furcht, innere Stärke |
Yoga bietet also einen praktischen Weg, die Weisheit Konfuzius’ nicht nur zu verstehen, sondern im Alltag zu verkörpern.
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Videos zu Konfuzius
Die Biographie von Meister Kung
Länge: 10 Minuten
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Video: Doku über Konfuzius
Länge: 90 Minuten
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