Yoga Zitate, Sprüche und Weisheiten

Eine subjektive Sammlung.

  • Zitat von Buddha: Gedanken formen die Welt

    Zitat von Buddha, Statue, Text:  "Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt."  Siddhartha Gautama Buddha, Dhammapada, 1. Abschnitt

    Zitat von Buddha: Gedanken formen die Welt

     "Wir sind, was wir denken.
    Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken.
    Mit unseren Gedanken formen wir die Welt."

    Siddhartha Gautama Buddha, Dhammapada, 1. Abschnitt, Vers 1-5,
    Begründer des Buddhismus, lebte um 500 v. Christus

  • Achte auf Deine Gedanken ... Ursprung / Herkunft

    Achte auf Deine Gedanken ... Ursprung / Herkunft

    Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte | Ursprung, bzw. Herkunft

    Achte auf Deine Gedanken,
    denn sie werden Deine Worte.
    Achte auf Deine Worte,
    denn sie werden Handlungen.
    Achte auf Deine Handlungen,
    denn sie werden Gewohnheiten.
    Achte auf Deine Gewohnheiten,
    denn sie werden Dein Charakter.
    Achte auf Deinen Charakter,
    denn er wird Dein Schicksal!

    Charles Reade (1814 - 1884), englischer Schriftsteller, eventuell von ihm aus dem Chinesischen übernommen

    Das weltberühmte Zitat, das C. Reade zugesprochen wird ► Ursprung bzw. Herkunft ► Umfrage zum Zitat ► Yogabeiträge zum Umgang mit Gedanken

  • Geschichte: Der Weise und der Diamant

    Der Weise und der Diamant

    Geschichte

    Der Weise und der Diamant

    Ein weiser Mann wanderte einst in den Wäldern, welche sich über die Täler des auslaufenden Himalaya-Gebirges erstrecken. Hin und wieder verweilte er um formschöne Steine, farbenfrohe Blumen oder zerklüftete Holzstücke zu betrachten.

    Am Lauf eines wild mäandernden Gebirgsbaches entdeckte er einen faustgroßen Stein, der wie ein Kristall glitzerte. Die zahlreichen muldenförmigen Einkerbungen erinnerten den Weisen an die Krater auf der Mondoberfläche. Ohne zu ahnen, was er dort gefunden hatte, steckte er den Stein in seinen Lederrucksack und ging fröhlich pfeifend dem Abend entgegen.

  • Die Schuld und ihr Zorn

    buddha sitzend 564

    Einst fragte Zen-Schüler Callum seinen Meister: Wie schaffe ich es, mich nicht mehr über den Egoismus meiner Mitmenschen zu ärgern?

    Der Zen-Meister antwortete: "Stell dir vor, du gehst am frühen Morgen durch einen sonnigen Park. Du spürst einen zarten Wind im Gesicht, ansonsten ist alles ruhig. Dein Blick wird von hellgrün leuchtenden Trauerweiden angezogen, deren Zweige sanft die Oberfläche eines Teiches voller Seerosen streicheln. Ein zartblauer Eisvogel gleitet über das Wasser, landet auf der Bank vor dir und stimmt sein zauberhaftes Lied an. Völlig versunken lauschst du dem Gesang des winzigen Stimmwunders. Plötzlich wirst du grob an der Schulter gerempelt.

  • Schneller!

    grass hoch 564

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

  • Geschichte: Der Mittlere Pfad

    saite gitarre 564

    Geschichte: Der Mittlere Pfad

    Zu Beginn seines spirituellen Weges übte der Buddha gemäß den Überlieferungen ein Leben strenger Askese. Er hungerte seinen Körper bis zu einer skelettartigen Anmutung hinunter. Doch die Befreiung des Geistes wollte sich nicht einstellen. Da gingen eines Tages zwei Musiker an dem Baum vorbei, unter dem er meditierend saß. Ihre Unterhaltung sollte seinen Weg für immer verändern.

  • Das Wertvollste zuerst

    zeit gruppe 564

    Das Wertvollste zuerst

    Ein Harvard-Professor hält einen erlebnisorientierten Vortrag vor einer Gruppe BWL-Studenten. Er möchte den Studenten einen wichtigen Punkt im für das eigene Selbstmanagement unvergesslich vermitteln. Nachdem er sich der Zuhörerschaft dieser angehenden Wirtschaftsbosse vorgestellt hat, sagt er: „Okay, nehmen wir uns die Zeit für ein Rätsel.“

  • Einstein und der Papst

    einstein papst 564

    In einem Gespräch in Berlin soll Einstein zum späteren Papst Pius XII. gesagt haben: "Ich achte die Religion, aber ich glaube an die Mathematik. Bei Ihnen, Eminenz, wird es umgekehrt sein."

    Papst Pius XII. antwortete: "Sie irren. Mathematik und Religion sind für mich nur verschiedene Ausdrucksformen derselben göttlichen Exaktheit."

    Einstein fragte nach: "Aber wenn die mathematische Forschung nun eines Tages ergäbe, dass gewisse Erkenntnisse der Wissenschaft denen der Religion widersprechen?"

    Papst Pius XII. verdeutlichte: "Ich schätze die Mathematik so hoch, dass Sie, Herr Professor, in solchem Fall nie aufhören sollten, nach dem Rechenfehler zu suchen."

  • Der Klügere ...

    delphin lachend 564

    Alle Menschen sind klug
    -
    die einen vorher, die anderen nachher.

  • Platon und Diogenes

    diogenes tonne 564

    Platon sah, wie Diogenes von Sinope seinen Kohl an einem Brunnen spülte, trat an ihn heran und flüsterte: "Hättest du den Tyrannen Dionysios ein bisschen hofiert, dann bräuchtest du jetzt keinen Kohl zu waschen."

    Diogenes antwortete ebenso leise: "Und wenn du es über dich gebracht hättest, Kohl zu spülen, hättest du keinen Dionysios hofieren müssen."

  • Klebende Vergangenheit

    frau an baum xc 564

    Die Schülerin geht zum Meister und fragt:

    “Meister, wie kann ich mich von dem, was mich an die Vergangenheit bindet, lösen?”

    Der Meister steht schweigend auf, schreitet zu einem Baumstumpf, umklammert diesen und jammert:

    “Was kann ich nur tun, was kann ich nur tun, damit mich der Baum endlich loslässt?”

  • Geschichte: Abgrund und Wirklichkeit

    Felswand in den Bergen

    Geschichte: Abgrund und Wirklichkeit

    Eines vergangenen Tages erkundete ein Wanderer eine prachtvolle Bergwelt. Sein Blick erfreute sich an unbekannten Kräutern und Blumen, die sich im Gras und zwischen den Ritzen der Felsen der Sonne öffneten. Der Tag glitt rasch dahin und mit einem Mal merkte der Wanderer, dass er vom Hauptweg abgekommen war. Mit Unbehagen prüfte er den Sonnenstand – die goldgelbe Scheibe ragte nur noch zur Hälfte über den gegenüberliegenden Gipfel. In der Bergwelt wurde es still und dunkel.

  • Geschichte: Die Sicht der Dinge

    pferd auge 564

    Einst lebte in einem abgeschiedenen Dorf ein alter Mann, der ein bescheidenes Leben führte. Er widmete sein Leben dem Streben nach Weisheit und hielt sich aus den Geschäften der anderen Dorfbewohner weitestgehend heraus. Doch eine Kostbarkeit nannte der Alte sein eigen: Einen perlweißen Hengst von solch imposanter Gestalt, dass selbst der König des Landes ihm das Tier zu einem hohen Preis hatte abkaufen wollen. Der alte Mann hat alle Kaufwilligen zurückgewiesen. Dadurch konnte das Schicksal seinen Lauf nehmen – auch das seines Sohnes.

  • Narada und die Wald-Yogis

    wald eingang wiese 564


     Narada war berühmt als himmlischer Musikant. Er war ein engelhaftes Wesen und ein mythischer Weiser und zählte zu den sieben großen Rishis und zu den Prajapatis. Er verkehrte zwischen Göttern und Menschen und diente dadurch als Götterbote. Bekannt ist er durch seine Reisen zu den Göttern Krishna und Vishnu. Er stellte diesen ihm mitgegebene Fragen und kehrte mit den Antworten zu den Sterblichen zurück.

    Eines Tages streifte Narada durch einen sonnendurchfluteten Wald. Sein Herz summte im Einklang mit dem Vogelgesang in den Ästen. Er traf auf einen Yogi, der sich seit vielen Jahren nicht von der Stelle bewegt hatte. Dieser Yogi bemühte sich in strenger Askese und hielt seinen Sitz völlig regungslos. So regungslos, dass Ameisen ihre Wohnstatt um ihn herum errichtet hatten.

  • Geschichte: Es kann mir nichts geschehen! Parallelen in der Yogaphilosophie

    Mann auf Bergwiese. Text: Mir kann nichts geschehen

    Geschichte: Es kann mir nichts geschehen! Parallelen in der Yogaphilosophie

    Die folgende Erzählung – ohne Yoga, aber voller yogischer Elemente – könnte man unter "Gleichmut" oder "Gottvertrauen" einordnen. Unter der Geschichte finden sich passende Sutras zu diesen Themen. Du kannst diese alte bäuerliche Geschichte – schlicht und doch tief – als lebendiges Beispiel dafür zu sehen, wie urzeitliche Yogaphilosophie im Alltag Gestalt gewinnen kann. 

    Mich zog der Bericht des Steinklopferhanns in seinen Bann. Vielleicht deswegen, weil ich ihn zum ersten Mal in dem Buch "Als wär’s das letzte Mal*" gelesen habe. Ein Sachbuch, das dazu ermuntert, sich Gedanken über den Rest seines Lebens zu machen.

  • Geschichte: Der schlummernde Schatz

    Geschichte: Der schlummernde Schatz – alter Mann in ärmlicher Hütte mit Diamant in Händen

    Geschichte: Der schlummernde Schatz

    Im Buddhismus finden sich viele Geschichten, die den Menschen an sein wahres Selbst führen wollen. Die Erzählungen wollen aufzeigen, dass du als Mensch schon alles Wertvolle in dir hast. Dieser Schatz will aber freigelegt werden, so wie sich die Wellen eines Sees beruhigen müssen, damit der Blick auf seinen Grund möglich wird.

    In diesem Sinne spielt die Geschichte von den zwei Freunden, die materiell ganz unterschiedlich gestellt waren. Der vermögende Freund lebte in einer großen Stadt und besaß dort eine Villa mit Park mitsamt umfänglicher Dienerschaft. Wohingegen der andere Freund in einer baufälligen Hütte in einem dünn besiedelten Landstrich wohnte. Er verfügte gerade einmal über sechs Hühner und ein kleines Feld hinter dem Haus.

  • Zusammenfassung Bhagavad Gita

    hoere arjuna 564

    Zusammenfassung Bhagavad Gita

    Arjuna sprach... Er spricht manches in der Bhagavad Gita, dieser Kriegsheld, Sohn eines Gottes und einer Königin. Vor allem fragt und zweifelt er. Dem verdanken wir eine der größten Geschichten der Yoga-Welt, die "Gita". Denn ein Gott ist gekommen, auf Arjunas Fragen zu antworten. Und dieser Gott ist niemand Geringeres als Krishna, hier in Gestalt von Vasudeva, dem Wagenlenker Arjunas.

  • Geschichte: Wie Santosh zur Zufriedenheit fand

    Alter Mann berät verzweifelten Mann in ärmlichem Zimmer

    Geschichte: Wie Santosh zur Zufriedenheit fand

    Eine Geschichte darüber, wie unsere Sicht der Dinge gewandelt werden kann.

    "So geht es nicht weiter! Wir werden noch alle verrückt. Es muss etwas geschehen." Santosh zog mit beiden Händen an seinen spärlichen Haaren. Er wohnte zusammen mit seiner Frau, ihren drei Kindern und seinen Eltern in einer 2-Zimmer-Bleibe in Madurai.

    "Was sollen wir tun? Wir können uns keine größere Wohnung leisten." Mahila, seine Frau, schaute ihn ratlos an.

    "Das ist doch die Hölle. Den ganzen Tag schreit irgendwer, wir kommen mit dem Aufräumen nicht hinterher und ich habe mich heute schon zweimal mit meiner Mutter gestritten." Santosh stierte stumpf auf den Esstisch und zog mit dem Zeigefinger die Holzmaserungen nach. Die kleine Kumari, letzte Woche ein Jahr alt geworden, zog sich an ihm hoch.

    "Vielleicht weiß der Meister einen Rat?" Seine Frau blickte ihn fragend an.

  • Werden und wachsen am Meru

    Tibetanische Hochebene

    Geschichte: Werden und Wachsen am Meru

    Vor langer Zeit bedrückte Häuptling Nanda vom Amdo-Stamm in der tibetanischen Hochebene eine wichtige Sorge. Er erspürte das Ende seiner Tage und es drängte die Zeit, einen Nachfolger für die Führung des Stammes zu finden. Laut ihren Gesetzen musste dies jemand aus seiner Blutlinie sein. Dadurch kamen nur seine drei Söhne in Betracht. Doch wen von den Dreien sollte er für diese Aufgabe auswählen?

    Zunächst wendete er sich an den Abt des nahegelegenen buddhistischen Klosters. Jener riet ihm...

  • Der Zweifel des Arjuna

    vogel himmel l dunkel 564


    Arjuna äußert seine Zweifel gegenüber Krishna:

    01-32 Ich will ihn gar nicht, den Sieg, Oh Krishna,... denn was nützt er, oder die Herrschaft, Oh Krishna, oder Freuden, oder selbst das Leben?

    01-35 Ich möchte sie nicht erschlagen, auch wenn sie mich töten, Oh Krishna, nicht einmal, um der Herrschaft über die drei Welten oder der Erde willen.

    01-45 … Wir bereiten uns Schande, wenn wir... aus Gier nach den Freuden eines Königreiches... unsere Familie zu töten.

    01-46 Wenn die mich erschlügen..., derweil ich unbewaffnet bleibe und keinen Widerstand leiste, wäre mir das lieber.

  • Erhebe dich über deine Schwächen, Arjuna

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    02-03 Erliege nicht der Schwäche, Oh Arjuna,... Sie ist nutzlos und deiner nicht würdig. Treibe diese kleinliche Schwäche aus deinem Herzen! Erhebe dich, Züchtiger deiner Feinde!

  • Der Tod ist nicht zu beklagen

    baum neuer sproessling 4i 564


    Bhagavad Ghita 02-11 Der Herrliche sprach: Dein innerstes Wesen ist geschlagen von Sorge um die, um die du nicht zu beklagen brauchst. Zwar sprichst du dabei weise Worte, doch die Weisen beklagen weder die Lebenden noch die Toten.

  • Wir werden immer sein

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    02-12 Wisse Arjuna: Es gab nie eine Zeit, da weder ich noch du nicht war. Noch diese Könige. Und es wird nie eine Zeit geben, da wir nicht sein werden.

  • Der Standfeste wird nicht verwirrt

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    02-13 So wie deine Seele in diesem Körper durch Kindheit, Jugend und Alter geht, so ähnlich wird sie nach dem Tode auch in einen anderen Körper gehen. Der Standfeste wird sich dabei nicht verwirrt werden.

  • Die Empfindungen haben ein Ende

    empfindungen anfang ende 9o 564


    02-14 Oh Arjuna, der Kontakt mit den weltlichen Objekten führt zur Empfindung von Kälte und Hitze, Glück oder Unglück. Diese Empfindungen haben einen Anfang und ein Ende, sind nicht dauerhaft. Ertrage sie standhaft.

  • Die Spatz-Affe-Fabel im Licht der Yoga-Philosophie

    gorilla boese 8d 564

    Nach einer alten Hindhu-Geschichte aus dem Panchatantra.

    Die Geschichte vom vorlauten Spatz

    An einem winterlichen Tag beobachtete ein Spatz aus seinem trockenen Nest heraus einen Affen, der missmutig im kalten Regen auf dem Ast gegenüber saß. In bester Absicht erteilte er dem Affen einen Rat. Dabei hätte er besser geschwiegen...

  • Die Mandukya Upanishad (auf Deutsch)

    wald mystisch schnee sonne ui 564


    Die Mandukya Upanishad ist die Kürzeste aller Upanischaden und umfasst lediglich zwölf Verse. Doch diese haben es in sich! Sollen Sie doch (gemäß Radhakrishnan) eine grundlegende Herangehensweise an die Erkenntnis der letzten Realität beinhalten.

    Der Inhalt dreht sich hauptsächlich um das Mantra OM und die vier Zustände des Bewusstseins (Wachen, Träumen, Tiefschlaf und einen mystischen vierten Zustand der Erleuchtung – Turiya.

    Der Text besteht nur aus 12 Versen. Ich habe eine eigene Übersetzung erstellt, die (hoffentlich) das Gemeinte korrekt wiedergibt, dabei aber verständlicher zu lesen ist.

  • Mantra: Tat Tvam Asi

    Fantasie Blase

    Mantra: Tat Tvam Asi

    Tat Tvam (auch: Twam) Asi (Sanskrit: „Das bist Du“, oder „Du bist das“) ist eine der vier Mahavakyas (Große Verkündigungen) im Vedantischen Hinduismus. Es meint:

    Das Unendliche, das Ewige, die absolute Realität, das bist du.

    Tat Tvam Asi kann in diesem Sinne als Affirmation genutzt werden. Vollständiges Verinnerlichen der Bedeutung des Mantras soll zur Erleuchtung führen.

  • Geschichte: Der König und der Schuster

    Geschichte: Der König und der Schuster

    Krone

    Der frischgekrönte König von Sapienta, seine Hoheit Trubor Dallante, gerade einmal 28 Jahre jung, strebte danach, ein guter und gerechter Herrscher zu werden. Er war überzeugt davon, dass der oberste Führer eines Königreiches nach weisem Rat streben sollte. Aber wie sollte er diesen finden? Wer konnte ihn als Herrscher kompetent beraten?

    Die Lehrer des vorigen Königs buhlten wohl um seine Gunst. Doch ihn störte deren Geltungsdrang und er erkannte in ihren Ratschlägen allzu oft die Verstrickungen in die Interessen ihrer Familien. So beschloss er, in seinem Reich auf die Suche nach Weisheit zu gehen. Jedoch fand er zunächst etwas anderes...

  • Wolf und Waldemar im Spiegelkabinett

    Dackel als Illustration

    Geschichte: Wolf und Waldemar im Spiegelkabinett

    In einem kleinen rumänischen Dorf gastierte ein Jahrmarkt. Die Hauptattraktion war ein großes Spiegelkabinett.

    Eines Tages verirrte sich ein Wolf in den frühen Morgenstunden auf den verlassenen Jahrmarkt. Das Spiegelkabinett war am vergangenen Abend unverschlossen geblieben und so setzte der Wolf vorsichtig seine Pfoten in die Spiegelgänge.

  • Der Narr und der Stein der Weisen

    maske narr rose mx 564

    NARR:

    Gib acht, Gevatter!

    Halt, was du verheißt,
    Verschweig, was du weißt,
    Hab mehr, als du leihst,
    Reit immer zumeist,
    Sei wachsam im Geist,
    Nicht würfle zu dreist,
    Laß Dirnen und Wein
    Und Tanz und Schalmein,
    So findst du den Stein
    Der Weisen allein.

    William Shakespeare, Tragödie König Lear, Erster Aufzug, Dritte Szene, Vierte Szene

  • Die Geschichte der drei Siebe

    Steinfigur

    Die Geschichte der drei Siebe

    In der Bhagavad Ghita (ca. 500 – 200 v. Chr.) heißt es bei den Tapas: 

  • Der übereifrige Dschinn

    Ein Dschinn

    Geschichte: Der übereifrige Dschinn

    Einst lebte eine Mutter alleine mit ihren drei Kindern in einem baufälligen Haus am Rande des Tronerwaldes. Tagein, tagaus wusch sie Wäsche, kochte für ihre Kinder, half bei den Hausaufgaben, putzte, hielt den Garen in Ordnung und kümmerte sich um auch alle sonstigen anfallenden Sorgen und Nöte der Familie. Am Vormittag arbeitete sie außerdem noch halbtags im Lebensmittelgeschäft des Ortes.

    Viele Jahre hielt sie diesem belastenden Alltag stand, dann wurde es ihr zu viel. Sie begann um Hilfe zu beten. Und ein Gott war ihr gnädig.

  • Die fünf Phasen der Bewusstheit

    Der Fall ins Loch

    Die fünf Phasen der Bewusstheit

    1

    Ich gehe eine Straße entlang.
    Ein Loch ist im Bürgersteig.
    Ich falle hinein.
    Ich sage mir verärgert, dass die hier mal das Loch zumachen müssten.
    Ich brauche lange, um wieder herauszukommen.

  • Der Hase vor der Möhre

    Hase auf einer Wiese

    Der Hase vor der Möhre

    Vor langer Zeit lebte ein Hase am Rande eines kleinen Dorfes. An einem strahlenden Frühlingsmorgen entdeckte er eine saftige Möhre. Eine so große Möhre, wie er noch nie eine Möhre gesehen hatte. Die Rübe glänzte im morgendlichen Tau hinter einem hohen Maschendrahtzaun. Vor Freude lief unserem Hasen das Wasser im Hasenmunde zusammen.

  • Vom Geben

    hand geben blumen u 564

    Dann sagte ein reicher Mann: "Sprich zu uns über das Geben."

    Und er [der Prophet Almustafa, der 12 Jahre auf sein Schiff gewartet hatte, das ihn jetzt endlich in seine Heimat zurückbringen sollte. Vor seiner Abreise baten ihn einzelne Einwohner der Stadt Orphalese, ihnen ein letztes Mal seine Einsichten zu einem bestimmten Thema zu erläutern] sprach:

    Ihr gebt nur wenig, wenn ihr von euren Besitztümern abgebt.

    Erst wenn ihr von euch gebt, gebt ihr wahrhaftig.

    Was sind eure Besitztümer anderes als Dinge, die ihr aufhebt und aus Angst bewacht, dass ihr sie morgen brauchen könntet?

    Und morgen, was bringt morgen dem überklugen Hund das Vergraben seiner Knochen in weglosem Sand, wenn er den Pilgern in die Heilige Stadt folgt?

  • Von der Liebe

    rose bunt blau u 564

    Dann sagte Almitra:

    "Sprich zu uns von der Liebe."

    Und er hob seinen Kopf und blickte auf die Menschen, und es fiel eine Stille über sie. Und mit einer großen Stimme sagte er:

    Wenn die Liebe euch winkt, dann folgt ihr,
    obwohl ihre Wege hart und steil sind.

    Und wenn ihre Flügel euch umhüllen, dann gebt euch ihr hin,
    obwohl das Schwert, versteckt unter ihren Flügeln, euch verwunden mag.

    Und wenn sie zu euch spricht, dann glaubt an sie,
    obwohl ihre Stimme...

  • Von der Freiheit

    freiheit schienen frau gitarre 564

    Und ein Redner sagte:

    "Sprich zu uns von der Freiheit."

    Und er antwortete:

    Am Tor der Stadt und an eurer Feuerstelle habe ich gesehen, wie ihr euch niederwerft und eure Freiheit anbetet,

    wie Sklaven, die sich vor einem Tyrannen erniedrigen und ihn preisen, obgleich dieser sie tot schlägt.

    Ja, im Gehölz des Tempels und im Schatten der Zitadelle habe ich die Freisten unter euch ihre Freiheit wie ein Joch und eine Handfessel tragen sehen.

  • Von der Vernunft und der Leidenschaft

    vernunft leidenschaft wegweiser 564

    Und erneut sprach die Priesterin:

    "Sprich zu uns von der Vernunft und der Leidenschaft."

    Und er antwortete und sagte:

    Eure Seele ist oftmals ein Schlachtfeld, auf dem eure Vernunft und eure Urteilsfähigkeit Krieg gegen eure Leidenschaft und euer Verlangen führen.

    Könnte ich doch ein Friedensstifter für eure Seele sein, so dass ich die...

  • Vom Beten

    kind betet auf teppich l 564

    Dann sagte die Priesterin:

    "Sprich zu uns vom Gebet."

    Und er antwortete, sagte:

    Ihr betet in Verzweiflung und Not.
    Würdet ihr doch auch beten
    in der Fülle eurer Freude und in euren Tagen des Überflusses.

    Denn zu was anderem ist das Gebet da,
    als für die...

  • Achte auf Täuschung bei der Bewertung von gut und schlecht

    gut schlecht zettel daumen p

    In der Bhagavad Gita finden wir 18. Kapitel die folgenden Zeilen:

    18-36 Nun höre von Mir, oh Arjuna, von der dreifachen Freude, woran der Mensch Gefallen findet, wenn er diese praktiziert, und die sicherlich in Schmerzen endet.

    Daraufhin schildert der Text, dass das, was zunächst als Schmerz erscheint, sich später als Freude herausstellen mag und umgekehrt. Dass aber:

    18-39 Das Glück, das aus Schlaf, Trägheit und Unachtsamkeit stammt, wird sowohl zu Beginn als auch am Ende eine Täuschung des Selbst mit sich bringen und wird tamasig genannt.

    (Bhagavad Gita 18 - 36-39, Siehe dazu auch Yogasutra II-7)

  • Vom Befrieden der Gunas

    alter mann feld baum 564

    "Wer, wo ein ‚Guna‘ ihm erscheint,
    Er darum diesen doch nicht hasst,
    Nach andern, ‚Gunas‘ nicht begehrt,
    im Geiste ruhig und gefasst;

    Wer gleichsam unbeteiligt bleibt,
    Bei eines ‚Guna‘ Gegenwart,
    Wer denkt, ‚ein Guna treibt sein Spiel‘,
    Und deshalb stets den Gleichmut wahrt;

    Wer standhaft ist in Freud und Leid,
    Wem gleich ist Scholle, Stein und Gold,
    Wer gleich sich bleibt, wenn man ihn schmäht
    Und wenn man ihm Bewund’rung zollt;

    Wem gleich ist Ehre oder Schmach,
    Ob Freund, ob Gegner unterliegt,
    Wer jeder Tat entsagt, der hat
    Der ‚Eigenschaften‘ Macht besiegt.“

    (Bhagavad Gita 14.22–14.25, Siehe dazu auch Yogasutra II-3)

  • Gesucht: Wer hat die höchste Wahrheit gefunden?

    sorgen gefangener leid d 564Paulrudd, Sikh pilgrim at the Golden Temple (Harmandir Sahib) in Amritsar, India, CC BY-SA 4.0

    "Viele Gurus gibt es, die in den Veden und den Shastras [Texte] versiert sind, doch schwer ist der Guru zu finden, o Devi, der zur höchsten Wahrheit gelangte."

    Kula-Arnava-Tantra, Shiva an seine göttliche Gemahlin Devi, 13.105

  • Glück und offenes Gewahrsein von Gendün Rinpoche

    meditation buddhist robe haende ineinander

    Glück kann nicht gefunden werden
    durch große Anstrengung und Willenskraft,
    es ist aber schon vorhanden,
    in offener Entspannung und im Loslassen.

    Überanstrenge dich nicht,
    es gibt nichts zu tun oder rückgängig zu machen.
    Was auch immer momentan im Körper-Geist auftaucht,
    hat überhaupt keine wirkliche Bedeutung, hat überhaupt wenig Realität.
    Warum sollten wir uns damit identifizieren und uns daran binden,
    warum ein Urteil darüber oder über uns selbst fällen?

  • Von Schuld und Sühne

    oder: Von Verbrechen und Bestrafung

    kind betet auf teppich l 564

    Da trat einer der Richter der Stadt hervor und sprach:

    "Sprich zu uns von Schuld (Verbrechen) und Sühne (Strafe)."

    Und er antwortete und sprach:

    Es geschieht, wenn euer Geist auf dem Wind wandert,
    Dass ihr, allein und unbewacht, an anderen und damit an euch selbst Unrecht begeht.

    Und für das Unrecht, das ihr begangen habt, müsst ihr an das Tor der Gesegneten klopfen und eine Weile unbeachtet dort warten.

    Wie der Ozean ist euer göttliches Selbst...

  • Vom Tod

    kerze schwarz

    Dann sprach al-Mitra und sagte:

    "Wir würden nun wegen des Todes fragen."

    Und er sagte:

    Ihr möchtet das Geheimnis des Todes erfahren.

    Aber wie sollt ihr es finden, wenn ihr es nicht im Herzen des Lebens sucht?

    Die Eule, deren nachtgebundene Augen für...

  • Vom Vergnügen

    vergnuegen frau wandern himmel meer

    Dann trat ein Einsiedler, der einmal im Jahr die Stadt besuchte, vor und sagte:

    "Sprich zu uns vom Vergnügen."

    Und er antwortete und sprach:

    Vergnügen ist ein Freiheitslied,
    Aber es ist keine Freiheit.
    Es ist das Aufblühen deiner Wünsche...

  • Kant über: Erfahrung vollendet Wahrnehmung

    meditation zeit uhr 564

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    „Erfahrung ist eine verstandene Wahrnehmung“

    Immanuel Kant, 1724 - 1804, deutscher Philosoph der Aufklärung

  • Thich Nhat Hanh darüber, wo Frieden beginnt

    Zitat auf dem Bild: „Friede beginnt damit, dass jeder von uns sich jeden Tag um seinen Körper und seinen Geist kümmert.“

    Thich Nhat Hanh darüber, wo Frieden beginnt

    „Friede beginnt damit, dass jeder von uns sich jeden Tag um seinen Körper und seinen Geist kümmert.“

    Thích Nhất Hạnh, vietnamesischer buddhistischer Mönch, Schriftsteller und Lyriker

  • Meditation und Arbeit verbinden

    Meditation und Arbeit verbinden - eine Yoga Geschichte

    Geschichte: Meditation und Arbeit verbinden

    Eine gestresste Führungskraft hat sich zu eine Meditation-Woche bei einem berühmten Meditationsmeister angemeldet. Die ersten Tage im Kloster sind für ihn ungewohnt. Meditation, Satsang, Yoga, Spaziergänge, vegane Ernährung, viel Natur...

    Eine Beobachtung in diesen Tagen lässt ihm keine Ruhe. Zur Mitte der Woche bittet er darum den Meister um ein Gespräch. Gerne will dieser den Neuling ermutigen und nimmt sich die Zeit für dessen Frage.

  • Buddha über die Freiheit von Fesseln

    Nur die, welche nichts lieben und nichts hassen, tragen keine Fesseln.

    Buddha über die Freiheit von Fesseln

    „Nur die, welche nichts lieben und nichts hassen, tragen keine Fesseln.“

    Siddhartha Gautama Buddha, Dhammapada 16, 211.

  • Konfuzius: Der dreifach überlegene Mensch

    Der Weg eines überlegenen Menschen ist ein dreifacher: tugendhaft, daher frei von Besorgnis; weise, daher frei von Verwirrung; mutig, daher frei von Furcht.

    Konfuzius: Der dreifach überlegene Mensch

    „Der Weg eines überlegenen Menschen ist ein dreifacher: tugendhaft, daher frei von Besorgnis; weise, daher frei von Verwirrung; mutig, daher frei von Furcht."

    Konfuzius

  • Mendelssohn: Die Bestimmung des Menschen

    Zitat Mendelssohn: Die Bestimmung des Menschen

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    „Nach Wahrheit forschen, Schönheit lieben, Gutes wollen, das Beste tun – das ist die Bestimmung des Menschen."

    Moses Mendelssohn (1729-1786); deutscher Philosoph der Aufklärung; Wegbereiter der Haskala.

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