Deine Praxisvereinbarung für eine verlässliche Yogapraxis

Du möchtest regelmäßig Yoga üben. Der Wunsch ist da, vielleicht sogar ein Plan. Trotzdem vergeht ein Tag, dann noch einer. Oft fehlt es nicht an Einsicht oder Disziplin. Die geplante Praxis ist nur zu groß, zu unbestimmt oder im Alltag nirgends fest verankert.

Eine gute Praxisvereinbarung macht aus dem Vorsatz eine kleine, konkrete und überprüfbare Handlung. Sie nennt eine Übung, einen wiederkehrenden Auslöser, einen Ort und ein Mindestmaß von höchstens fünf Minuten. Du erprobst diese Vereinbarung zunächst sieben Tage. Danach beurteilst du nicht dich selbst, sondern die Konstruktion deiner Vereinbarung: Was hat das Beginnen erleichtert, was sollte kleiner oder klarer werden?

Auf dieser Seite entwickelst du deine Vereinbarung Schritt für Schritt. Die Druckvorlage begleitet anschließend ein 14-Tage-Praxislabor, das auch auf vollen oder unruhigen Tagen realistisch bleiben soll.

Praxisvereinbarung für Yoga - Symbolbild

Inhalt: Praxisvereinbarung für Yoga

Kernaussagen

  • Klein genug. Die verbindliche Mindestpraxis dauert höchstens fünf Minuten. Zusätzliche Minuten sind freiwillig und erhöhen das Soll für den nächsten Tag nicht.
  • Konkret genug. Die Vereinbarung verbindet eine bestimmte Alltagssituation mit einer bestimmten Handlung. Dadurch musst du im entscheidenden Moment weniger neu aushandeln.
  • Freundlich genug. Ein ausgelassener Tag löst weder Nachholen noch Selbstvorwürfe aus. Die nächste vereinbarte Gelegenheit ist der Ort der Rückkehr.
  • Beobachtbar genug. Du hältst kurz fest, ob du begonnen hast und was das Beginnen erleichtert oder erschwert hat. Das Labor bewertet den Plan, nicht deinen Wert als Übender.
  • Anpassbar genug. Nach sieben Tagen veränderst du höchstens eine Variable. So kannst du erkennen, ob Dauer, Auslöser, Ort oder Übungsform besser zu deinem Alltag passen sollte.

Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.

Was eine Praxisvereinbarung ist

Eine Praxisvereinbarung ist eine freiwillige, zeitlich begrenzte Zusage an dich selbst. Sie beantwortet nicht nur, was du dir wünschst, sondern was du beim Eintreten einer konkreten Situation tatsächlich tun willst. Aus „Ich möchte öfter Yoga machen“ wird beispielsweise: „Nachdem ich morgens meine Zähne geputzt habe, sitze ich fünf Minuten auf dem Stuhl am Fenster und beobachte Körperkontakt und Atem.“

Das Wort Vereinbarung ist bewusst gewählt. Es erinnert an Verlässlichkeit, soll aber keinen inneren Zwang erzeugen. Du darfst eine ungeeignete Übung abbrechen, eine unrealistische Vereinbarung nach der ersten Woche verändern oder das Experiment pausieren. Verlässlich zu üben heißt auch, Grenzen ernst zu nehmen.

Abgrenzung zum Fünf-Minuten-Einstieg

Der Beitrag Fünf Minuten, die bleiben erklärt geeignete kurze Übungsformen, Timer, Hindernisse und Sicherheitsfragen. Diese Seite wiederholt diese Anleitung nicht. Sie hilft dir, daraus eine persönliche Vereinbarung zu bauen, schriftlich zu prüfen und nach 14 Tagen begründet anzupassen.

Warum die Vereinbarung kein neues Leistungsprogramm ist

Eine schriftliche Zusage kann leicht in eine Prüfung kippen. Dann werden Häkchen zu Beweisen, eine Lücke zum Versagen und fünf Minuten heimlich zur Untergrenze eines immer größeren Programms. Genau das soll dieses Werkzeug verhindern.

Die Vereinbarung misst nur, ob ihre Form tragfähig ist. Wenn du sie wiederholt vergisst, war der Auslöser möglicherweise zu unklar. Wenn sie an müden Tagen zu groß ist, braucht die Mindestversion weniger Umfang. Wenn die Übung Unruhe verstärkt, ist eine andere Form oder eine Pause sinnvoll. Das Ergebnis lautet nicht „Ich bin unzuverlässig“, sondern „Diese Vereinbarung benötigt eine Änderung.“

Vertiefung

Yoga ohne Selbstoptimierung zeigt, wie Entwicklung möglich bleibt, ohne das gegenwärtige Selbst zum ungenügenden Projekt zu machen.

praxisvereinbarung plan statt person

Einordnung in den inneren Weg

Die Praxisvereinbarung gehört zur ersten Station des inneren Weges: Orientierung und Absicht. Ihre vorrangige Bewegung ist Integrieren, weil eine verstandene Absicht einen konkreten Platz im Alltag erhält. Zugleich stabilisiert die kleine Form den Übungsrhythmus und sammelt die Aufmerksamkeit für einen kurzen, wiederkehrenden Zeitraum.

  • Station: Orientierung und Absicht.
  • Bewegung: Integrieren, mit Anteilen von Stabilisieren und Sammeln.
  • Kernziel: Stimmiger leben, indem eine wichtige Absicht eine realistische Form im Alltag erhält.
  • Übungsprinzip: Klein vereinbaren, klar beginnen, freundlich zurückkehren und aufgrund der Erfahrung anpassen.
  • Mögliche Falle: Aus der Vereinbarung eine Erfolgsserie, einen Charaktertest oder ein wachsendes Pflichtprogramm machen.
  • Dauerhafte Funktion: Neue Übungen so in den Alltag übersetzen, dass sie erprobt werden können, ohne dass eine Kalenderwoche zur Voraussetzung wird.

Zur Landkarte des inneren Weges:

Beitrag: Der innere Weg auf Yoga-Welten.de

Deine Vereinbarung in sechs Entscheidungen

Nimm dir zehn bis fünfzehn Minuten zum Ausfüllen. Entscheide zunächst nur für die kommenden sieben Tage. Du brauchst keinen idealen Plan für die nächsten Monate.

1 Deine Absicht

Formuliere in einem Satz, wofür du übst. Eine brauchbare Absicht beschreibt eine Richtung, keinen garantierten Zustand: „Ich möchte morgens bewusster beginnen“, „Ich möchte einen Übergang nach der Arbeit schaffen“ oder „Ich möchte das Zurückkehren der Aufmerksamkeit üben.“ Ziele wie dauerhafte Ruhe, Glück oder völlige Gelassenheit sind für eine kleine Vereinbarung zu groß und nicht vollständig verfügbar.

2 Deine eine Übungsform

Wähle eine sichere, bekannte Form: stilles Sitzen, natürliche Atembeobachtung, ruhiges Stehen, eine sanfte Bewegungsfolge oder eine andere bereits verstandene Übung. Für die erste Woche bleibt es bei dieser Form. Eindeutigkeit ist hier hilfreicher als ein abwechslungsreiches Programm.

3 Dein wirkliches Mindestmaß

Lege eine Dauer zwischen einer und fünf Minuten fest. Wähle nicht die Dauer, die an einem freien Sonntag beeindruckend klingt, sondern die Version, die auch an einem vollen Tag möglich erscheint. Mit Ablauf der Zeit ist die Vereinbarung erfüllt. Längeres Üben bleibt freiwillig.

4 Dein Auslöser und dein Ort

Verbinde die Praxis mit einem häufig wiederkehrenden Ereignis: nach dem Aufstehen, nach dem ersten Zähneputzen, nach dem Abstellen der Arbeitstasche oder vor dem Ausschalten des Lichts. Ergänze einen erreichbaren Ort. „Irgendwann am Abend“ ist ein Wunsch; „nachdem ich meine Tasse in die Spülmaschine gestellt habe, setze ich mich auf den Stuhl am Fenster“ ist ein Anfangssignal.

5 Deine Version für schwierige Tage

Bestimme vorab eine kleinere Rückkehrform. Das können drei bewusste Atemzüge mit offenen Augen, eine Minute Sitzen mit Bodenkontakt oder eine sanfte Bewegung im Stehen sein. Diese Version ist kein Trick, um eine Serie zu retten. Sie verhindert, dass Erschöpfung oder Zeitdruck jedes Mal eine neue Grundsatzentscheidung erzwingen.

6 Deine Regel nach einer Unterbrechung

Schreibe ausdrücklich auf: „Ich hole nichts nach. Ich kehre bei der nächsten passenden Gelegenheit zurück.“ Eine ausgelassene Einheit wird weder verdoppelt noch durch längere Dauer bestraft. Wenn mehrere Einheiten ausfallen, liefert das Information über den Plan. Es ist kein Urteil über deinen Willen oder deinen Wert.

Die Kurzform für deinen Alltag

Wenn ______________________________ eintritt,
übe ich ______________________________
für höchstens ______ Minuten an diesem Ort: ______________________________.
An schwierigen Tagen genügt: ______________________________.
Nach einer Lücke kehre ich bei der nächsten Gelegenheit zurück.

Lies die Vereinbarung einmal laut. Wenn sie sich bereits beim Lesen eng, unpraktisch oder überfordernd anfühlt, verkleinere sie jetzt.

Praxisvereinbarung zum Ausdrucken

Die Druckvorlage bündelt Vereinbarung, 14-Tage-Protokoll und Auswertung auf einer Seite. Lege sie an den gewählten Praxisort. Ein Häkchen bedeutet lediglich: Ich habe begonnen. Die Notizspalte ist für ein Wort oder einen kurzen Hinweis gedacht, etwa „zu spät“, „leicht“, „unruhig“ oder „Ort passte nicht“. So sieht sie aus:

praxisvereinbarung arbeitsblatt vorschau

Zum Download

PDF Praxisvereinbarung und 14-Tage-Labor als PDF herunterladen

Der Download wird in einem neuen Tab vorbereitet.

Das 14-Tage-Praxislabor

Das Labor besteht aus zwei Durchgängen. Es soll nicht beweisen, dass du vierzehn Tage ohne Lücke durchhältst. Es hilft dir herauszufinden, welche Form von Verlässlichkeit in deinem wirklichen Alltag tragfähig ist.

praxisvereinbarung 14 tage ablauf

Tage 1 bis 7 Vereinbarung erproben

Lass die Vereinbarung eine Woche unverändert, solange sie sicher und zumutbar ist. Markiere täglich nur, ob du begonnen hast, und notiere bei Bedarf einen kurzen Beobachtungshinweis. Fällt die Praxis aus, trägst du auch das sachlich ein.

Nach Tag 7 eine Variable prüfen

Frage dich, was den größten Unterschied machen würde. War die Dauer zu lang, der Auslöser unzuverlässig, der Ort unpraktisch oder die Übungsform ungeeignet? Verändere höchstens einen Punkt. Wenn du mehrere Dinge gleichzeitig austauschst, bleibt unklar, was geholfen hat.

Tage 8 bis 14 die angepasste Form testen

Erprobe die neue Version weitere sieben Tage. Auch jetzt geht es um Beobachtung. Eine kleinere Vereinbarung, zu der du häufiger zurückkehrst, kann tragfähiger sein als ein anspruchsvoller Plan, der nur unter günstigen Bedingungen funktioniert.

Was die ersten sieben Tage dir zeigen können

Beobachtung

Mögliche Anpassung

Du hast die Praxis häufig vergessen

Der Auslöser war möglicherweise zu unklar oder lag zu weit vor der Handlung. Wähle ein Ereignis, das unmittelbar vor der Praxis stattfindet.

Du hattest meist keine Zeit

Verkleinere Dauer oder Vorbereitung. Prüfe, ob eine Minute ohne Umziehen und ohne Aufbau realistischer ist.

Du hast oft länger geübt und dann aufgehört

Möglicherweise ist aus der freiwilligen Verlängerung ein neues Soll geworden. Beende in Woche zwei bewusst mit dem vereinbarten Minimum.

Die Praxis wurde unangenehmer

Passe Haltung oder Aufmerksamkeitsobjekt an, öffne die Augen oder pausiere. Stärkere Unruhe und körperliche Warnzeichen sind kein Material für Durchhaltewillen.

Die Vereinbarung passte gut

Behalte sie eine weitere Woche unverändert. Du musst eine funktionierende Form nicht sofort steigern.

Umfrage

Was erschwert dir eine regelmäßige kleine Yogapraxis am meisten?

Die Antworten zeigen keine persönlichen Schwächen. Sie machen sichtbar, an welcher Stelle eine Praxisvereinbarung besonders gut zum wirklichen Alltag passen muss.

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Tradition und psychologisches Modell

In Patanjalis Yoga-Sutra stehen Abhyasa und Vairagya zusammen: beständiges Üben und Nichtanhaften. Die Sutras I.12 bis I.14 beschreiben Praxis als wiederholtes Bemühen, das über längere Zeit gepflegt wird.

Yoga Sutra I-12: Übung (Abhyasa) und Nichtanhaften (Vairagya) führen zur Beruhigung der Bewegungen des Geistes (Nirodha)

Zur Sutra: Yoga Sutra I-12: Übung (Abhyasa) und Nichtanhaften (Vairagya) führen zur Beruhigung der Bewegungen des Geistes (Nirodha)


Yoga Sutra I-13: Übung ist die ständige Bemühung, die Beruhigung der Bewegungen im Geist fest zu begründen

Zur Sutra: Yoga Sutra I-13: Übung ist die ständige Bemühung, die Beruhigung der Bewegungen im Geist fest zu begründen


Yoga Sutra I-14: Die Übung bewirkt dauerhaften Erfolg, wenn sie über lange Zeit hinweg ohne Unterbrechung und mit Hingabe durchgeführt wird

Zur Sutra: Yoga Sutra I-14: Die Übung bewirkt dauerhaften Erfolg, wenn sie über lange Zeit hinweg ohne Unterbrechung und mit Hingabe durchgeführt wird

Die hier vorgeschlagenen fünf Minuten und vierzehn Tage sind keine Anweisung des Yoga-Sutra. Sie sind eine heutige redaktionelle Übersetzung: klein genug beginnen, wiederkehren und das Ergebnis nicht erzwingen.

Auch Niyama wird praktisch. Tapas steht hier für angemessene Verbindlichkeit, Svadhyaya für die ehrliche Beobachtung der eigenen Bedingungen. Ahimsa begrenzt die Vereinbarung: Sie soll weder den Körper noch die Psyche übergehen. Diese Begriffe stammen aus der Yogatradition und sind keine psychologischen Messgrößen.

Als psychologisches Modell passt die Vereinbarung zu sogenannten Implementierungsabsichten. Dabei wird eine erwartbare Situation mit einer Handlung verbunden: Wenn X eintritt, tue ich Y. Forschung deutet darauf hin, dass solche konkreten Pläne die Umsetzung von Absichten erleichtern können. Wiederholung in einem ähnlichen Kontext kann zudem die Verbindung zwischen Signal und Handlung stärken. Wie schnell daraus eine Gewohnheit entsteht, unterscheidet sich stark. Sieben oder vierzehn Tage garantieren keine Automatisierung.

Neuropsychologisch lässt sich das als erfahrungsabhängiges Lernen verstehen: Ein wiederkehrendes Signal, eine überschaubare Handlung und eine bewusste Rückkehr können die Auswahl der Handlung mit der Zeit erleichtern. Das ist ein plausibler Erklärungsrahmen, kein Nachweis dafür, dass eine bestimmte Yogaübung bei jedem Menschen dieselbe neuronale Wirkung erzeugt.

Sicherheit und Wahlfreiheit

Wähle nur eine Übung, deren Durchführung du verstanden hast und die zu deiner körperlichen und psychischen Situation passt. Beende oder verändere sie bei Schmerzen, Schwindel, Atemnot, Taubheitsgefühlen, drohender Ohnmacht oder deutlich zunehmender Unruhe. Atembeobachtung bedeutet hier, den natürlichen Atem wahrzunehmen; Atemanhalten oder forciertes Atmen gehören nicht in diese allgemeine Praxisvereinbarung.

Bei psychischen Krisen, traumatischen Erfahrungen, schweren Erkrankungen oder wiederkehrenden Beschwerden kann fachkundige medizinische, psychotherapeutische oder qualifizierte yogatherapeutische Begleitung nötig sein. Die Vereinbarung ersetzt keine Behandlung. Auch eine Pause kann eine verantwortliche Entscheidung sein.

Nach den vierzehn Tagen

Wähle anschließend genau einen nächsten Schritt:

  • Die Vereinbarung passt. Führe sie ohne Steigerung noch zwei Wochen fort.
  • Verkürze die Dauer, erleichtere den Ort oder formuliere die schwierige-Tage-Version klarer.
  • Eine Variable verändern. Teste einen anderen Auslöser oder eine andere bekannte Übungsform, nicht beides gleichzeitig.
  • Wenn die Praxis nicht passt oder belastet, beende das Labor und kläre in Ruhe, was du stattdessen brauchst.

Erst wenn die kleine Form über eine Weile trägt, stellt sich die Frage nach mehr Dauer oder einer weiteren Praxis. Der nächste Schritt folgt aus Erfahrung, nicht aus einem vorgegebenen Fortschrittsplan.

Fragen für deinen Rückblick

  • Welche minimale Praxis würdest du auch an einem vollen Tag halten?
  • Welcher Auslöser führte tatsächlich zum Beginnen?
  • An welcher Stelle entstand unnötiger Druck?
  • Was möchtest du für die nächste Wegstrecke unverändert lassen?

Umfrage 2: Wenn du das Praxislabor ausprobiert hast

Wenn du das Praxislabor ausprobiert hast

Bitte beantworte alle 3 Fragen. Die Umfrage wird anschließend gemeinsam abgesendet.

Frage 1 von 3

Was hat deine Praxisvereinbarung tragfähiger gemacht?

Bitte auswählen (Mehrfachauswahl möglich):

Frage 2 von 3

Wie möchtest du nach dem Praxislabor weitergehen?

Bitte eine Antwort auswählen:

Frage 3 von 3

Was war deine kleinste Praxisform, die im Alltag tatsächlich funktioniert hat?

Die Umfrage wird vorbereitet …

Häufige Fragen

  • Muss ich wirklich jeden Tag üben
    Nein. Du kannst eine tägliche Vereinbarung oder eine realistische Anzahl von Tagen festlegen. Entscheidend ist, dass die Häufigkeit eindeutig ist und zu deinem Alltag passt.
  • Darf ich länger als fünf Minuten üben
    Ja. Mit Ablauf des vereinbarten Minimums ist die Zusage erfüllt. Zusätzliche Zeit bleibt freiwillig und wird am nächsten Tag nicht automatisch zum neuen Mindestmaß.
  • Was geschieht nach einem ausgelassenen Tag
    Du holst nichts nach. Kehre bei der nächsten vereinbarten Gelegenheit zurück und prüfe erst nach mehreren Beobachtungen, ob der Plan angepasst werden sollte.
  • Ist die Vereinbarung verbindlich oder jederzeit änderbar
    Für die ersten sieben Tage bleibt sie möglichst unverändert, damit du etwas über ihre Tragfähigkeit lernst. Sicherheit und Zumutbarkeit gehen jedoch vor. Eine belastende oder ungeeignete Übung darfst du sofort ändern oder beenden.

Weitergehen auf dem inneren Weg

Eine Praxisvereinbarung löst nicht alle Widerstände. Sie schafft einen kleinen Ort, an dem du Absicht, Aufmerksamkeit und Alltag miteinander in Beziehung setzt. Dort kannst du erfahren, was trägt, wo du dich überforderst und wie Rückkehr ohne Selbstvorwurf möglich wird.

trenner blanko

Ergänzung oder Frage von dir

Umfrage

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Hier weiterlesen: Yoga ohne Selbstoptimierung: Üben ohne Leistungsdruck

Quellen und weiterführende Literatur

  • Yoga-Sutra I.12 bis I.14. Abhyasa und Vairagya als traditionelle Grundlage von Übung und Nichtanhaften. Quelle aufrufen
  • Gollwitzer, P. M. (1999). Implementation Intentions: Strong Effects of Simple Plans. American Psychologist, 54(7), 493-503. Quelle aufrufen
  • Lally, P., van Jaarsveld, C. H. M., Potts, H. W. W. und Wardle, J. (2010). How are habits formed: Modelling habit formation in the real world. European Journal of Social Psychology, 40(6), 998-1009. Quelle aufrufen
  • Breines, J. G. und Chen, S. (2012). Self-compassion increases self-improvement motivation. Personality and Social Psychology Bulletin, 38(9), 1133-1143. Quelle aufrufen

Geschrieben von

Peter Bödeker

Peter Bödeker

Yoga

Einstiege in die Yoga-Welt vor über 30 Jahren in Hamburg bei Clife, Hubi und Co.

Studium

Peter hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik.

Berufsleben

Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und im Finanzsektor ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten.

Freizeit

Als Vater von drei Kindern treibt er in seiner Freizeit gerne Sport, meditiert und geht seiner Leidenschaft für spannende Bücher und ebensolche Filme nach.

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