Yoga-Anregungen für den Alltag – Impulse und Übungen
Yoga kann mehr sein als nur eine körperliche Praxis auf der Matte: Es ist ein Werkzeug zur Förderung von Achtsamkeit, Alltagsbewusstsein und innerer Balance. Diese Kategorie bietet dir konkrete, leicht umsetzbare Yoga-Impulse für den Alltag, die du ohne besonderen Zeitaufwand integrieren kannst – von kurzen Atem- oder Bewegungsritualen bis zu Übungen, die deine Wahrnehmung im täglichen Leben schärfen. Er richtet sich an Menschen, die ihren Tag bewusster, gelassener und reflektierter gestalten wollen. Die vorgeschlagenen Anregungen sind praktisch, nachvollziehbar und für verschiedenste Lebenslagen geeignet.
Allgemeine Hinweise für yogisches Verhalten im Alltag
Yogisches Verhalten im Alltag bedeutet nicht, ständig zu meditieren oder sich bewusst von der Welt zurückzuziehen. Es zeigt sich vielmehr in der Haltung, mit der du dem Leben begegnest – in kleinen Entscheidungen, im Umgang mit anderen und in der Art, wie du auf innere und äußere Reize reagierst. Die folgenden Hinweise dienen als Orientierung und lassen sich ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren.
Achtsamkeit vor Geschwindigkeit
Bevor du handelst, sprichst oder reagierst, halte – wenn möglich – einen kurzen inneren Moment inne. Yogisches Verhalten beginnt dort, wo Automatismen unterbrochen werden. Ein bewusster Atemzug kann genügen, um klarer zu handeln, statt reflexhaft zu reagieren.
Maßhalten statt Überforderung
Yoga folgt dem Prinzip des mittleren Weges. Weder Selbstüberforderung noch Trägheit fördern innere Balance. Achte im Alltag darauf, deine Kräfte realistisch einzuschätzen – bei Arbeit, Bewegung, Konsum und Verpflichtungen. Nachhaltigkeit im Handeln ist ein yogischer Wert.
Freundlichkeit als Grundhaltung
Ein yogischer Alltag ist getragen von Wohlwollen, zunächst dir selbst gegenüber, dann auch anderen. Freundlichkeit zeigt sich nicht in großen Gesten, sondern in Tonfall, Blickkontakt, Geduld und dem bewussten Verzicht auf unnötige Härte – innerlich wie äußerlich.
Bewusster Umgang mit Sprache
Worte haben Wirkung. Yogisches Verhalten schließt einen achtsamen Sprachgebrauch ein: ehrlich, klar, aber nicht verletzend. Frage dich vor dem Sprechen, ob das Gesagte notwendig, hilfreich und stimmig ist. Schweigen kann dabei ebenso yogisch sein wie Reden.
Akzeptanz des Unvermeidlichen
Nicht alles lässt sich beeinflussen oder kontrollieren. Yogische Lebensführung bedeutet, Widerstände gegen das Unveränderliche zu erkennen und schrittweise loszulassen. Akzeptanz ist kein Aufgeben, sondern eine Form innerer Klarheit.
Einfachheit kultivieren
Reduktion schafft Raum. Prüfe im Alltag, wo Überfluss, Ablenkung oder unnötige Komplexität Energie binden. Yogisches Verhalten zeigt sich oft im bewussten Vereinfachen – im Terminkalender, im Besitz, in Erwartungen an dich selbst und andere.
Verbindung von Körper und Geist achten
Der Körper ist kein Anhängsel des Denkens. Achte im Alltag auf Körpersignale wie Spannung, Müdigkeit oder Unruhe. Yogisches Verhalten bedeutet, diese Signale ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln – durch Bewegung, Ruhe oder bewusste Atmung.
Handeln ohne ständige Bewertung
Nicht jede Handlung muss sofort beurteilt werden. Yoga lädt dazu ein, Erfahrungen zunächst wahrzunehmen, bevor sie eingeordnet oder bewertet werden. Diese Offenheit erweitert den Blick und reduziert unnötige innere Konflikte.
Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen
Yogisches Verhalten heißt, die eigene Rolle im Geschehen zu erkennen. Statt Schuld zuzuweisen, wird reflektiert: Was ist mein Anteil? Wo kann ich klarer, aufrichtiger oder bewusster handeln? Diese Haltung fördert innere Reife.
Regelmäßigkeit vor Perfektion
Ein yogischer Alltag entsteht nicht durch makellose Disziplin, sondern durch kontinuierliche, kleine Schritte. Es ist wirksamer, regelmäßig achtsam zu handeln, als gelegentlich idealistisch. Yoga wirkt durch Wiederholung, nicht durch Perfektionsanspruch.
Diese allgemeinen Hinweise verstehen sich nicht als Regeln, sondern als Einladungen zur Selbstbeobachtung. Yogisches Verhalten entwickelt sich nicht durch Anpassung an ein Ideal, sondern durch wachsende Bewusstheit im ganz normalen Alltag. Nun folgen kurze Yoga-Impulse für deinen Alltag.

Meditiere mit einer App
Möchtest du in Sachen Meditation etwas Neues ausprobieren? Dann lade dir in den nächsten Tagen doch einmal eine Meditations-App runter und meditiere einige Male mit dieser App.
Vielleicht löst die App einen kleinen Meditations-Motivationsschub bei dir aus. Stets ist ein sanfter Timer in die App integriert und meist kannst du unter verschiedenen Meditationsformen auswählen.

Übung: Erwartungen vorwegspüren
Um sich die Komplexität unseres Gehirns bewusst zu machen und uns des Phänomens bewusst zu werden, dass unser Gehirn Ereignisse schon spürt, bevor sie wirklich geschehen – vorwegnimmt – empfiehlt Dr. Ulrich Warnke in seinem Buch zur Erweckung des dritten Auges folgendes Experiment.
Die Übung
- Halte die linke Hand mit nach oben geöffnetem Handteller vor dich.
- Halte den Zeigefinger der rechten Hand dicht über dem linken Handteller.
- Schließe die Augen.
- Bewege den rechten Zeigefinger dicht über dem linken Handteller. Kreise herum, gehe vor und zurück oder male Figuren.
- Spüre.
Das Ergebnis
Obwohl dein Zeigefinger die Hand nicht berührt wirst du bei geschlossenen Augen den deutliche Empfindungen im linken Handteller spüren. Wenn du dich konzentrierst, werden die mit dem rechten Zeigefinger gemalten Figuren zu deutlichen „Spürmomenten“ im linken Handteller führen.
Warnke: „... durch die Konzentration auf die Handfläche stellt sich eine Erwartung ein, die nun, bevor die wirkliche Berührung stattfindet, bereits den Zustand vorwegnimmt.“
Wie verlief die Übung bei dir?
Hier die bisherigen Antworten anschauen ⇓
Die bisherigen Stimmen:
| Ja – ich konnte den Finger in der Handfläche spüren, obwohl es zu keiner Berührung kam. | 39 Stimmen |
| Ich habe gar nichts gespürt. | 9 Stimmen |
| Naja, ich konnte ein bisschen was erahnen. | 8 Stimmen |
Aus dem Buch:
In vielen alten Yoga-Schriften geht es darum, wie das Dritte Auge zu aktivieren ist. Dieses Dritte Auge wird auch Stirnchakra, „Inneres Auge“ oder Ajna Chakra genannt und wird mit der Zirbeldrüse in Zusammenhang gebracht. Deren Aktivierung soll eine Wahrnehmung ermöglichen, die weit über das normale Sehen hinausgehend den Blick in die geistige Welt eröffnet.Beitrag: Dritte Auge aktivieren
Wie kann ich das Dritte Auge aktivieren und öffnen? Übungen, Ernährung, Voraussetzungen

Buchkritik und Buchbesprechung
"Die Öffnung des 3. Auges" von Ulrich Warnke – Quantenphilosophie unsers Jenseits-Moduls
Video: Video zur Funktionsweise des Gehirns
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Kraft aus 7 Minuten pro Tag

Wusstest du, dass kurze, aber intensive Trainingseinheiten den gleichen, wenn nicht sogar einen höheren Fitnesseffekt aufweisen als lange „gemächliche“ Anstrengungen? Auf diesem Effekt basiert der Erfolg eines kurzen, aber intensiven täglichen Krafttrainings. Wir stellen vor: Das 7-Minuten Fitnessprogramm!
- Alternative 1: Link zur NY-Times
Die New-York Times bietet das 7-Minuten Training mit Erklär-Männchen in mehreren Schwierigkeitsstufen an: Zur Online-Version des 7-Minuten-Workouts bei der NY-Times - Alternative 2: Hier als Video
Tipp: Bei der letzten Übung (Side-Plank) empfehlen wir, nach 15 Sekunden die Seite zu wechseln.
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Wie oft soll ich diese 7-Minuten trainieren? Idealerweise jeden Tag! :-) Aber wenn du es drei Mal pro Woche schaffst, wird dies bereits deine Muskeln spürbar kräftigen.
7-Minuten-Workouts als App
Es gibt mehrere 7-Minuten-Workout-Apps. Kostenlos für dein Smartphone. Die jeweiligen Trainingsabläufe sind leicht unterschiedlich. Idee: Probiere verschiedene Apps aus, die hieraus erfolgende Abwechslung ist ein zusätzlicher Fitness-Bonus für dich und du findest deinenFavoriten.

Eine Playlist zur Freude
Erstelle dir diese Woche eine Musik-Playlist bei deinem Favoriten-Anbieter (Spotify, als YouTube-Liste, mit deinen MP3s, mit Apple Music oder anderen). Bestücke diese mit Musikstücken, die Freude bei dir auslösen.
Wenn du dann das nächste Mal bedrückt oder niedergeschlagen bist, höre diese Playlist. Hat es gewirkt?

Übe das Tun ohne Absicht
Wu-Wei, Handeln ohne Absicht, Nicht-Tun – viele Begriffe für eine Lebenshaltung ohne Ziele. Lao-tse empfiehlt schon im Tao Te King, dieses Nicht-Tun zu üben. Nicht-eingreifendes Handeln. Man kann es als eine Geisteshaltung des Nicht-Eingreifens im Kombination mit dem Mut des Geschehenlassens umschreiben.
Wu-Wei-Lehren fordern, sich eines gegen die Natur gerichteten Handelns zu enthalten. Das absichtsgestützte Handeln soll einer achtsamen inneren Stille weichen, die zur richtigen Zeit die richtige Handlung ohne Anstrengung des Willens hervortreten lässt.
„Der Edle tut es ohne Absicht.“
Tao Te King XXXVII
Die Yoga-Anregung für die kommende Woche lautet: Probiere dieses "Tun ohne Absicht". Fange klein an, beschränke dich vielleicht erst einmal auf das Wahrnehmen deiner Absichten im Tun. Eventuell erkennst du sogar, wenn deine innere Natur ein Handeln auslöst.

Nimm an, was da kommt
„Nichts ist entspannender, als das anzunehmen, was kommt."
"Annehmen" ist leicht ausgesprochen aber im Falle des Eintreffens unerwünschter Ereignisse doch recht schwer zu realisieren. Zumindest, wenn man nicht im Annehmen geübt ist.
Annehmen heißt zweierlei:
- Ungewollte Ereignisse bei deren Eintreffen ohne inneren Widerstand (im Sinne von geistiger Abwehr und Abneigung) begegnen.
- Ohne hadern und ohne daran festzuklammern wünschenswerte Zustände bzw. Gegenstände verlieren.
Ein erster Schritt auf dem Weg zum Annehmen-Meister: Sage dir die kommende Woche jeden Morgen vor dem Spiegel: "Ich nehme alles ganz gelassen, was heute auf mich zukommt. Ich betrachte alles wie ein reiner Beobachter meines Lebens."

Gehe dynamisch und aufrecht
Hängender Kopf, Schultern nach vorne, Blick auf den Boden - ein solch schlurfender Gang verdunkelt unsere Gemütslage. Eine Studie will herausgefunden haben, dass wir uns in solch einer gebeugten Gehhaltung eher an schlechte als an gute Ereignisse erinnern.
Sei dir dieses Zusammenhangs bewusst und gehe diese Woche dynamisch und aufrecht. Zeige der Welt dein Lächeln. Nutze dafür eine Erinnerungsfunktion deiner Wahl – zum Beispiel dein Smartphone, Post-its am Kühlschrank ...
Mache einen Umweg
Baue in der kommenden Woche jeden Tag einen Umweg von ungefähr 15 Minuten in deinen normalen Tagesablauf ein. Dieser Umweg könnte darin bestehen, dein Auto morgens etwas weiter von der Firma weg zu parken, eine Haltestelle früher auszusteigen, mit dem Fahrrad zum Einkaufen zu fahren oder einen Spaziergang in der Mittagspause zu machen.
Wichtig ist, dass du diesen Weg zusätzlich zu deiner sonstigen Bewegung beschreitest, nicht einfach eine andere körperliche Betätigung deswegen ausfallen lässt.
Und wie immer: täglich durchführen!
Prüfe am Ende der Woche, ob sich bei dir etwas verändert hat.
Fun-Facts zu „Yoga“ allgemein
- Yoga war ursprünglich Männer-Domäne – In den klassischen Yoga-Traditionen praktizierten zunächst überwiegend Männer; erst im 20. Jahrhundert wurde Yoga im Westen zur meist weiblich geprägten Praxis.
- Der Name „Yoga“ bedeutet „Vereinigung“ – Das Wort stammt aus dem Sanskrit und symbolisiert die Verbindung von Körper, Geist und Bewusstsein.
- Yoga gibt es seit über 5 000 Jahren – Die frühesten Erwähnungen finden sich schon in den vedischen Schriften des alten Indiens.
- Die längste aufgezeichnete Yoga-Praxis dauerte über 56 Stunden – Dieser Rekord wurde 2017 in Indien erreicht.
- Lach-Yoga kombiniert bewusste Atmung und Lachen ohne Grund – Es wird weltweit praktiziert und soll Stress abbauen.
- Internationaler Tag des Yoga ist der 21. Juni – Er wurde von den Vereinten Nationen 2014 eingeführt und wird weltweit gefeiert.
- Es gibt über 100 verschiedene Yoga-Stile – Von traditionellen Hatha-Formen bis zu modernen Varianten wie „Power Yoga“ oder „Chair Yoga“.

Weitere Impulse in längerer Form
Einen spirituellen Freund / Gefährten finden
Eine spirituelle Freundin bzw. Gefährtin zu haben kann über viele Schwierigkeiten hinweghelfen und uns zu ungeahnten Höhen verhelfen. Ein echter Schatz auf dem spirituellen Pfad. Austausch, Gemeinschaft, Rückmeldung, Korrektur, Trost, Verstehen ... ein spiritueller Freund hat viel zu bieten.
Aber selten kommt eine solche Gefährtin (oder ein solcher Gefährte) von selbst in unser Leben. Wir müssen uns schon ein wenig umschauen. Und genau hinschauen. Dieser Artikel erklärt, was eine solche Freundschaft ausmacht, wie du sie erkennen kannst und wo sie entstehen kann.

Wie werde ich achtsam? 16 Anregungen, den Geist in das Jetzt zu führen
Rund 47 Prozent unserer Wachphase verweilt unser Geist bei anderen Dingen als denen, die wir gerade tun. Dies konnte mithilfe einer Harvard-Smartphone-Studie nun erstmals konkreter beziffert werden.
Diese Zahl wäre ja kein Problem, wenn das geistige Abschweifen nicht unglücklich machen würde. Die Forscher und Leiter der Studie (2.250 Teilnehmer zwischen 18 und 88 Jahren) Matthew A. Killingsworth und Daniel T. Gilbert, beide Psychologen in Harvard, schreiben:
“A human mind is a wandering mind, and a wandering mind is an unhappy mind. The ability to think about what is not happening is a cognitive achievement that comes at an emotional cost.”
Übersetzung: Der menschliche Geist ist ein wandernder Geist und ein wandernder Geist ist ein unglücklicher Geist. Die Fähigkeit, darüber nachzudenken, was nicht [in diesem Moment] geschieht, ist eine kognitive Errungenschaft, die [allerdings] mit emotionalen Kosten einhergeht.
Ein wandernder Geist verläuft sich also auf seiner Suche nach dem Glück – wir geben 16 Anregungen, die den Geist zur beständigen Achtsamkeit führen.
- Yoga-Anregung für den Alltag -
Der Song "Grapefruit" von Julia Engelmann begeistert durch seinen Optimismus. Die heutige Yoga-Anregung für den Alltag: Erfreue dich jetzt dieses motivierenden und lebensbejahenden Songs.
Länge: 5 Minuten
Klarträumen: 10-Schritt-Technik, Gebote und mögliche Trauminhalte
Ein luzider Traum, auch Klartraum genannt, ist ein Traum während des Schlafens (also kein Tagtraum), bei dem du dir – trotz Schlafens – bewusst bist, dass du träumst. Darauf aufbauend kannst du dann deine Träume steuern. Diese Fähigkeiten sind erlernbar.
Hier findest du das 10-Schritt-Programm zum Klarträumen nach Paul Tholey ergänzt um hilfreiche Tipps. Mit gratis Download zum Aufhängen im Schlafzimmer.
Mutter Teresa 1985 bei der Verleihung der Freiheitsmedaille durch Präsident Ronald Reagan
Die folgenden Worte über das Leben werden Mutter Teresa zugesprochen:
Das Leben ist eine Chance - nutze sie.
Das Leben ist Schönheit - bewundere sie.
Das Leben ist Seligkeit - genieße sie.
Das Leben ist ein Traum - mach daraus Wirklichkeit.
Weniger schlafen trainieren: Tipps aus Forschung und Yogalehre
Weniger schlafen und dabei trotzdem erholt und produktiv sein – klingt fast zu schön, um wahr zu sein, oder? Die Sehnsucht, mehr aus den 24 Stunden eines Tages herauszuholen, treibt viele Menschen dazu, ihren Schlafrhythmus zu hinterfragen. Doch ganz ehrlich: So einfach ist das nicht. Während es verlockend ist, durch weniger Schlaf mehr Zeit für kreative Projekte oder persönliche Interessen zu gewinnen, hat dieser Ansatz auch seine Schattenseiten. Schlafmangel kann dir ziemlich schnell einen Strich durch die Rechnung machen – mit Erschöpfung, Konzentrationsproblemen oder sogar ernsteren gesundheitlichen Risiken.
In diesem Artikel erfährst du, wie du mit Strategien wie Yoga und gezielten Entspannungstechniken vielleicht tatsächlich etwas mehr aus deinem Tag herausholen kannst, ohne dabei deine Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Aber Vorsicht – es gibt keine „One-Size-Fits-All“-Lösung.
- Yoga-Anregung für den Alltag -
Eigene Vorurteile erkennen – praktische Wege zur Selbstreflexion
Yoga bezweckt das Zur-Ruhe-Kommen der Bewegungen im Geist, siehe Yogasutra I-2, weil der Geist unsere Sicht auf die Wirklichkeit verschleiert. Zu den Bewegungen bzw. Verschleierungen des Geistes werden auch unsere Glaubenssätze, Meinungen und Vorbehalte gezählt. Sie laufen automatisch im Hintergrund, meist werden wir ihrer Verschleierung nicht gewahr. Mit einem einfachen Vorsatz kommst du ihnen auf die Spur.
Bewusstheit im Alltag erweitern – praktische Übungen und Impulse
"Das strahlende Selbst, Atman, der sich dem Denken entzieht, leuchtet im Größten, leuchtet im Kleinsten, leuchtet im Fernsten, leuchtet im Nahesten, leuchtet in der geheimen Kammer des Herzens."
Mundaka-Upanishad III 1,7
Unser Sinnesalltag ist auf ein kleines Spektrum beschränkt: die "normal-großen" Dinge um uns herum. Diese Alltagserfahrung ist aber nicht die ganze Realität. Manche sagen, dass uns unser Alltagsbewusstsein in einem geistigen Käfig gefangen hält, da es so begrenzt ist.
In diesem Artikel geht es darum, wie du deine Bewusstheit im Alltag erweitern kannst. Bewusstheit ist kein starres Konzept, sondern eine Fähigkeit: sie ist erfahrbar, körperlich, sozial und zeitlich geprägt und lässt sich durch konkrete Übungen und innere Haltung bewusst gestalten. Dieser Text verbindet klassische Yoga-Anregungen mit modernen Perspektiven.
Weiterlesen: Bewusstheit im Alltag erweitern – Übungen & Impulse
– Yoga Anregung für den Alltag –

Außer in Phasen der Verliebtheit finden wir gerne bei jedem unserer Mitmenschen etwas, das uns missfällt. Ein störendes Verhalten, ein falsches Wort ...
Wer eine zufriedene und gelassene Geisteshaltung entwickeln möchte, sollte diese Be-(Ver-)urteilungen ablegen. Hierbei hilft, wenn wir im jeweiligen Betragen das Positive suchen. Das kann etwas Erhellendes, etwas Lustiges oder etwas zum Nachdenken-Anregendes sein.
Probiere diese Woche jedes Mal, wenn dir solch eine "Verurteilung" auffällt, das Gute in dem Umstand zu finden. Beispiele:
– Yoga Anregung für den Alltag –

"Enthülle" diese Woche doch einmal den bekannten Koan "Mu von Joshu". Beschäftige dich eine Woche lang mit dem Koan, immer wieder, auch in der Meditation.
Ein Koan ist ...
Im Zen gibt es die Tradition, mittels eines Koans den Schüler zu kleinen Erleuchtungserfahrungen zu führen. Das logische Denken soll "überwunden" werden. Es handelt sich um paradoxe Rätsel, Kurzgeschichten oder Denkaufgaben, die (auch) beim Meditieren "gelöst" werden sollen.
So lautet der Koan "Mu von Joshu":
Ein Möch fragte einmal Meister Joshu:
"Hat ein Hund die Buddha-Natur oder nicht?"
Joshu sagte:
"Mu!"
Wenn du Hilfen zur "Enthüllung" möchtest, lese weiter ...
– Yoga Anregung für den Alltag –

Diese Woche lautet die Anregung, eine alltägliche Verhaltensweise zu verändern. Das könnte das "Zähneputzen mit der anderen Hand" sein. Oder wie wäre es diese Woche mit der Überwindung zum Wechselduschen oder dem Trinken von Tee statt Kaffee? Du kannst auch einfach nur den Geschirrspüler mal ganz anders herum einräumen.
Solche Variationen stimulieren deine Synapsen. Doch es mag noch mehr dabei herauskommen. Beobachte einfach, wie es dir mit der neuen Routine ergeht. Wie reagiert dein Umfeld auf die Veränderung?
– Yoga Anregung für den Alltag –

Plagen dich Sorgen? Du bist nicht allein.
Besonders lästig ist das ständige Sinnieren über den Gegenstand der Sorge. Daraus resultieren unschöne Stimmungseinbrüche.
Probiere doch einmal folgenden Tipp: Notiere eine Woche lang jede Sorge, die in dir hochkommt. Verstaue diese Liste dann in einer Schublade, wo du sie nicht mehr siehst.
Setze dir dann einen Kalendertermin in drei Monaten. Am entsprechenden Tag hole die Liste hervor und prüfe:
- Welche Sorge ist eingetreten?
- Welche Sorge habe ich noch?
- Was hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst?
- Anregung für deinen Yoga-Alltag -

Fotos, der Tod und ich
Holen dir in den nächsten Tagen deine alten Fotos hervor. Sind darauf Menschen abgebildet, die schon nicht mehr leben?
Denke dann über dein Verhältnis zu diesen Menschen nach.
Nun stelle dir vor:
– Yoga Anregung für den Alltag –

Wenn du diese Woche etwas "außer der Reihe" machst, wie z.B.
- ein Fahrrad kaufst,
- deinen Geburtstag feierst,
- Mittsommer feierst,
- ein Schiff fährst,
- in den Urlaub fährst,
- ....
überlege dir jeweils, wie oft du diese Tat in deinem Leben vermutlich noch tun wirst.
Ich habe mir zum Beispiel in der letzten Woche ein Fahrrad gekauft. Wenn ich dies wieder wie gewohnt zehn Jahre fahre, werde ich mir wohl nur noch drei bis vier Mal in meinem Leben ein neues Fahrrad zulegen.
Bei mir führten diese Überlegungen dazu, mir Zeit mit dem Kauf zu lassen und mich tiefgehender über Schaltungsarten und Gewichtskonsequenzen zu informieren. Am Ende erhielt das qualitativ hochwertigere Modell meinen Zuschlag.
Ganz allgemein bewirken derartige Betrachtungen, uns die Seltenheit unserer Handlungen vor Augen zu führen. Wir erleben die jeweilige Erfahrung eventuell intensiver, auf jeden Fall aber bewusster.
"Alles Geschaffene ist vergänglich. Strebt weiter, bemüht euch, unablässig achtsam zu sein."
Buddha
– Yoga Anregung für den Alltag –

Die Yoga-Alltags-Anregung für die kommende Woche: Iss eine Rosine!
Aber nicht einfach so, rein in den Mund und runter.
Nein – iss die Rosine achtsam.
Wie kann das aussehen? Starte mit dem Betrachten der Rosine. Verfolge ihre Runzeln.
- Yoga Anregung für den Alltag -

Starten wir mit einem Zitat:
"Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht mehr wundern, nicht mehr staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen. Das Erlebnis des Geheimnisvollen – wenn auch mit Furcht gemischt – hat auch die Religion gezeugt. Das Wissen um die Existenz des für uns Undurchdringlichen, der Manifestationen tiefster Vernunft und leuchtendster Schönheit, die unserer Vernunft nur in ihren primitivsten Formen zugänglich sind, dies Wissen und Fühlen macht wahre Religiosität aus; in diesem Sinn und nur in diesem gehöre ich zu den tief religiösen Menschen."
Über das Staunen kann (auch ein atheistischer Mensch) das Gefühl der Ehrfurcht und die Liebe zu allem Sein in sich kultivieren. Zudem hilft Staunen dabei, Dankbarkeit für das eigene Leben – wie auch immer es sich momentan darstellt – zu empfinden.
Goethe meint sogar ganz euphorisch: "Das Höchste, wozu der Mensch gelangen kann, ist das Erstaunen."
Unsere Yoga-Anregung für den Alltag: Lerne das Staunen neu.
Eigentlich ist alles um uns herum ganz erstaunlich. Vielleicht gehst du dazu heute Abend in Gedanken durch, was dir an diesem Tage alles an Staunenswertem begegnet und geschehen ist.
- Anregung für die kommende Woche -

Möglicherweise regnet es in den kommenden Tagen in deiner Nähe. Mache dann folgendes: Suche dir ein Stückchen Natur und gehe dort (vielleicht sogar bafuß) in den Regen hinaus. Ohne Regenschirm. Lege den Kopf in den Nacken, breite die Arme aus, so dass du die Regentropfen im Gesicht und auf den Händen spürst.
Sei mit allen Sinnen und deinen Gedanken bei dir und diesem Regen. Fühle achtsam einige Minuten das Wasser auf deiner Haut, die Luft, die Kälte, die Geräusche ... Im Gehen oder stehend.

Nehme dir diese Woche eine gute Viertelstunde Zeit und platziere dich vor einen Spiegel. Es reicht aus, wenn du nur dein Gesicht siehst.
Die Übung besteht aus zwei Teilen:
In den ersten Minuten achte nur auf deine Gedanken, die beim Betrachten deines Spiegelbildes bemerkst. Bleibe stets konzentriert, aber gelassen.
Bewerte dein Denken nicht. Das kannst du auf später verschieben.
Dies ist der Selbsterkenntnis-Teil der Spiegel-Übung.
Im zweiten Teil der Übung achte auf den Vorgang des Sehens an sich. Dein Seh-Sinn ist ... ein Wunder! Widme dem Sehen einige Minuten deine volle Aufmerksamkeit.
Dies dient der Bewusstmachung und der Schulung deines Seh-Sinnes.
Du kannst die Übung noch um einen weiteren, buddhistischen Teil ergänzen:
– Yoga Anregung für den Alltag –

Wenn ein wenig Jnana Yoga in deinen Alltag einbauen möchtest, frage dich bei allem, was du tust: "Ist da Wahrheit in dem, was ich gerade tue?".
Du übst dich damit im "Yoga der Unterscheidung" und in Selbst-Reflexion und wirst bewusster.
– Yoga Anregung für den Alltag –

Vielleicht hast du bereits ein kleines Notitzbüchlein oder du schreibst deine Ideen ganz modern mit einer App wie Evernote. Setze dir in der kommenden Woche alle zwei bis drei Stunden eine Erinnerung. Spüre dann in dich hinein. Wie fühlst du dich in diesem Moment? Fasse deinen inneren Zustand in Worte und notiere diese im Büchlein oder in der App. Dies schult deine Achtsamkeit, den Umgang mit Gefühlen und fördert deine Selbsterkenntnis.
- Yoga Anregung für die kommende Woche -

Wechsele in der kommenden Woche die Hand, mit der du deine Zähne putzt. Egal, ob du elektrisch oder per Hand den Zahnbelag abschrubbst.
Diese Anregung mag dir zunächst unnötig erscheinen. Doch durch den Handwechsel werden andere Hirnregionen beim Zähneputzen genutzt und dies fördert unsere geistige Fähigkeiten. Vielleicht fallen dir in den nächsten Tagen weitere Handlungen ein, die du hin und wieder mit der anderen Hand durchführen kannst.
– Yoga Anregung für den Alltag –
Sportliche Betätigung ist der am schnellsten zu realisierenden Gute-Laune-Macher. Theoretisch ;-)
Dazu muss der Körper allerdings schon mindestens eine halbe Stunde in Wallung gebracht werden. Ja, Schwitzen sollte sein, Keuchen muss man nicht.
Ob Bewegungsmuffel oder Sportfanatiker: Probiere diese Woche einmal eine neue Ausdauersportart aus. Etwas, das du noch nie oder seit langer Zeit nicht mehr getan hast. Bouldern, Tanzen, Schwimmen, Walken, Joggen, Schlittschuh laufen, Fahrrad fahren ...

Die Redakteure beim SWR haben sich Gedanken dazu gemacht, wie Yoga direkt in den Alltag eingebaut werden kann. Dabei haben Sie die Gartenarbeit als ideale Spielwiese für "Yoga-Übungen-mal-zwischendurch" entdeckt.
Im folgenden zunächst der Link zum 6-minütigen Sendungsvideo. Einschätzung: Muss man nicht gesehen haben, aber der kleine Film beinhaltet einige ganz wertvolle Übungs-Tipps. Die Themenseite enthält dann die konkreten Gartenarbeits-Yoga-Übungstipps.
- Video: Yoga-Teil der Sendung "Kaffee oder Tee"
- SWR-Themenseite "Yoga bei der Gartenarbeit"
- Yoga-Anregung für den Alltag -

Unser Vorschlag für die kommende Woche: Nehme dir vor, jeden Tag eine halbe Stunde "nichts" zu machen. Setze dich einfach nur hin, beobachte und fühle, was da auftaucht. Bemühe dich nicht um meditative Konzentration, mache es dir bequem, versuche nicht, besonders spirituell zu sein. Du kannst auch einfach nur aus dem Fenster schauen. Sei nicht bestrebt, etwas "Sinnvolles" zu tun.
Wie geht es dir mit so einer halben Stunde?
- Anregung für deinen Yoga-Alltag -
Bemühe dich diese Woche, immer mal wieder in Vorleistung zu gehen. Den ersten Schritt machen, Freundlichkeit und gute Laune säen. Jemanden anlächeln, obwohl dieser abweisend schaut. Blumen für das Gemeinschaftsbüro mitbringen. Dem Bäcker Trinkgeld geben ...
In den meisten Fällen stößt du damit auf positive Resonanz und förderst den Aufbau von Nähe. Bei manch einem mag es aber etwas länger dauern, bis deine Botschaft ankommt.
Schon allein die innerlichen Frage "Wie könnte ich in dieser Situation selbstloser agieren?" oder "Wie hätte ich in der Situation heute Vormittag helfen können, ohne ausdrücklich gefragt worden zu sein?" stärkt deinen Empathie-Muskel, auch wenn du die Tat (diesmal noch) nicht ausführst.
- Anregung für deinen Yoga-Alltag -

Aus dem Yoga weißt du, dass der Atem den Geist beeinflusst. Ganz ähnlich wirkt deine Körperhaltung auf deine Gemütsverfassung. Einem Lächeln im Gesicht wird magische Wirkung nachgesagt. Körper und Seele beeinflussen sich gegenseitig.
Nutze dieses Phänomen und starte die kommende Woche mit einem 10-Minuten-Lächeln in den Tag. Blicke nach den sieben Tagen zurück und prüfe, inwiefern dieser Tagesstart etwas in deinem Leben verändert hat.
Falls ja, könntest du ja immer mal wieder über den Tag verteilt ein Lächeln aufblitzen lassen.
– Yoga Anregung für den Alltag –

Halte die kommende Woche jeden Abend vor dem Schlafengehen eine kurze Rückschau auf den vergangenen Tag. Verharre an den Gegebenheiten, wo du mit deinem Verhalten nicht zufrieden warst.
Nun stellst du dir vor, wie das Geschehen abgelaufen wäre, wenn du optimal agiert/reagiert hättest. Dies hilft beim Verarbeiten des Ereignisses und lässt dich in Zukunft klüger agieren.
Weitere Anregungen für einen Tagesrückblick finden sich hier.

Man sagt:
In jedem Krümel steckt ein (das) ganze(s) Universum.
Yoga-Alltags-Anregung für die kommende Woche: Greife dir kurzentschlossen irgendeinen Gegenstand und widme diesem fünf Minuten deine volle Aufmerksamkeit. Mit allen Sinnen, mit echtem Interesse und ohne abschweifende Gedanken.
Was kannst du alles wahrnehmen?

Ziehe dich einige Minuten (gerne auch eine halbe Stunde) zurück und sinne darüber nach, was du "normalerweise" für real in deinem Leben hältst, was ein weitentwickelter Yogi aber als "Maya" (= irrige Wahrnehmung) ansehen würde. Erläuterungen zu Maya und Anregungen für deine Denkansätze findest du hier
Schildere gerne (für dich zur Konkretisierung und als Anregung für andere) deine Überlegungen in den Kommentaren.

Wenn wir uns nicht gerade auf einer sehr fortgeschrittenen Stufe spiritueller Entwicklung befinden, wird es bei jedem unserer Mitmenschen etwas geben, das uns hin und wieder stört. Eine Eigenschaft, ein Verhalten, Aussagen ...
Probiere diese Woche jedes Mal, wenn dir eine "Störung" auffällt, das Gute darin zu sehen.
Beispiele:

Hanne Tügel berichtet in ihrem Buch "Wege zur Weisheit" (empfehlenswert!) von einer schlichten Weisheitsübung des finnischen Priesters Lars Karlsson: Man suche sich diese Woche einen Stein und tragen diesen ein Jahr lang (!) in der Hosentasche.
Karlsson rät, den Stein ab und zu hervorzuholen, ihn zu betrachten und zu befühlen.
In den ersten Wochen ...

