Maha Mrityunjaya Mantra, das Tryambakam Mantra: ein lebensspendendes Mantra

 Hier findest du das Maha Mrityunjaya Mantra übersetzt und erläutert. Um das Mantra ranken sich eine Vielzahl von Wundergeschichten.

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1. Text und Übersetzung vom Maha Mrityunjaya Mantra

Om Tryambakam yajamahe
Sugandhim pushtivardhanam;
Urvaarukamiva bandhanaan -
Mrityormukshiya maamritaat.


Übersetzung:
"Om. Wir verehren den 3-äugigen Shiva,
der wohlduftend ist und alle Lebewesen ernährt.
Möge er uns vom Tode befreien und uns dazu reif machen,
zur Unsterblichkeit zu gelangen,
genau wie eine reife Gurke von der Pflanze abfällt."

1.1. Mantratitel

  • Maha = gross;
  • Mrityunjaya = Sieg über den Tod

Also: Das „vom Tod befreiende“ Mantra oder auch das „große glücksverheißende“ Mantra.

1.2. Der Text des Mantras

  • Tryambakam bedeutet drei Augen, Symbol für die höchste Gottheit Shiva, für das dritte Auge, für Erkenntnis.
  • yajamahe bedeutet: ich meditiere, ich verehre, ich bete an.
  • sugandhim erklärt sich aus su(gut) und gandha (Geruch, Duft, Wohlgeruch). Zusammen: Wohlriechend.
  • pushti vardhanam: Der sich um alle Wesen kümmert, der sie ernährt, der den Wohlstand mehrt: Gott. Ihm können wir vertrauen. Zusammen: Der wohlriechende, sich um alles wohlgefällig kümmernde Gott.
  • urvaarukamiva: Reifer Kürbis löst sich.
  • bandhanaan bedeutet: Bindung. Also: So wie der Kürbis sich vom Stengel löst, so befreie auch mich von den Fesseln der Bindungen, der Geburt und des Todes,
  • mrityor: Tod, Sterblichkeit.
  • muksheeya. mukshiya - sich losbinden, sich befreien: muksha = Freiheit. Zusammen: Möge Gott mich vom Tod befreien, - Tod auch im übergeordneten Sinne zu verstehen, z. B. als Unwissenheit, als Fehlen von Liebe.
  • maamritaat: Amrita: Unterstblichkeit: Also: Befreie mich von allem, nicht aber von der Unsterblichkeit!

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2. Das Mantra gesungen

Version 2

2.1. Tod oder Leben

Maamritat meint „führe mich zur Unsterblichkeit“. Man muss es mit langem a aussprechen. Mit kurzem a, also mamritat, hieße es „führe mich zum Tod“. Was man sich wohl besser nicht wünschen sollte.

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3. Weitere Erläuterungen und Wirkungen des Mantras

Eines der schönsten, bedeutendsten Mantras der vedischen Tradition: das – Maha Mrityunjaya Mantra – das „große lebenspendende Mantra“, das die Überwindung des Todes symbolisiert. Shiva, der „Dreiäugige“, ist der „Sieger über den Tod“. Das dritte Auge ist Symbol der höheren Intuition und der Zeit und Raum überschreitenden Erkenntnis. Diesem Mantra werden heilende und schützende Kräfte zugeschrieben.

Die (weiter unten) von Swami Sivananda genannten Gefahren (Blitzschlag, Schlangenbisse u. a.) können wir durch unsere eigenen, manchmal viel subtileren Gefahren (die auch psychischer Natur sein können) ersetzen.

Die folgenden Wirkungsweisen des Mantras wurdem dem Buch "Japa Yoga" von Sivannda entnommen.

  1. Das Maha-Mrityunjaya-Mantra ist ein lebensspendendes Mantra. Heutzutage ist das Leben sehr komplex und Unglücksfälle sind an der Tagesordnung. Dieses Mantra wehrt Todesfälle durch Schlangenbisse, Blitzschlag und Unfälle aller Art ab. Daneben hat es eine große heilende Wirkung. Selbst Krankheiten, die bei Ärzten als unheilbar gelten, werden durch dieses Mantra geheilt, wenn es mit Ernsthaftigkeit, Vertrauen und Hingebung gesungen wird. Es ist eine Waffe gegen alle Krankheiten. Mit diesem Mantra besiegt man den Tod.
  2. Es ist auch ein Befreiungsmantra, das Mantra Shivas. Es verleiht Gesundheit (Arogya), langes Leben (Dirgha-Ayus), Frieden (Shanti), Reichtum (Aishvarya), Wohlstand (Pushti), Zufriedenheit (Tushti) und Unsterblichkeit (Moksha).
  3. An seinem Geburtstag sollte man dieses Mantra 100.000 Mal oder mindestens 50.000 Mal wiederholen, ein Havana (Opferzeremonie) machen und Mönche, Arme und Kranke speisen. Das verleiht Gesundheit, langes Leben, Frieden, Wohlstand und Befreiung. ;-)

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4. Mehr von Sivananda zum Maha Mrityunjaya Mantra

Folgendes wird berichtet: Ein Mann offenbart dem Meister, dass er sich mit Tuberkulose angesteckt habe und gab eine detaillierte Beschreibung seiner Krankheit.

Der Meister hörte ihm aufmerksam, geduldig und mit aufrichtiger Sympathie zu.

Der Mann schloss mit den Worten: „Ich habe keinen Husten und ich habe noch nie Temperatur gehabt, aber ich fühle mich schwach und da ist ein Schatten in meinem Röntgenbild. Ich gebe mir Mühe, mich ganz normal zu fühlen.“

„Du bist normal“, sagte der Meister, „deine Furcht ist nur in deiner Vorstellung begründet. Mach ein paar sanfte, tiefe Atemzüge.“

Der Master zeigte ihm eine Atemübung und riet ihm außerdem, morgens spazieren zu gehen, Sonnenbäder zu nehmen und sich gut zu ernähren. Dann sagte er: „Das beste Heilmittel ist das Maha Mrityunjaya Mantra.“

Er wiederholte das Mantra and gab dem Mann ein Blatt mit dem Wortlaut. Er forderte ihn auf, das Mantra zehn Minuten lang morgens und zehn Minuten lang abends zu wiederholen.

Er erzählte auch von Wundern, die das Mantra bewirkt hatte.

„In Banglore lebte ein Beamter der Gesundheitsbehörde. Er war sehr krank und die Ärzte erklärten seinen Fall für hoffnungslos. Als ich während meiner Indien-Tour in Bangalore war, führte ich ihn in das Maha Mrityunjaya Mantra ein. Er praktizierte regelmäßig Japa und wurde geheilt.

Bei einem Flugzeugabsturz in Teheran kamen alle Passagiere ums Leben, außer einem einzigen. Er hatte während des Absturzes das Maha Mrityunjaya Mantra wiederholt und überlebte.

Viele Leute schreiben mir, um mir Neuigkeiten über ihre Krankheiten mitzuteilen. Ich praktiziere dreimal am Tag Japa mit diesem Mantra für alle, die mit mir schreiben.“

Der Besucher verneigte sich und als er ging lag ein Ausdruck großer Freude auf seinem Gesicht.

4.1. Quelle dieser Schilderung

... ist mir leider unbekannt. Im Internet findet sich dieser Text häufig, scheint mir aber immer von dieser Seite kopiert ;-) Für einen Hinweis zum Urheber obiger Wirkungsschilderungen wäre ich dankbar.

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5. Ergänzungen und Fragen von Lesern:innen

Hast du eine Frage zum Beitrag oder etwas zu ergänzen bzw. zu korrigieren?

Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet.

 

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und im Finanzsektor ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten. Als Vater von drei Kindern treibt er in seiner Freizeit gerne Sport, meditiert und geht seiner Leidenschaft für spannende Bücher und ebensolche Filme nach. Zum Yoga hat in seiner Studienzeit in Hamburg gefunden, seine ersten Lehrer waren Hubi und Clive Sheridan.

https://www.yoga-welten.de

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