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Meditation schlafen

Meditation schlafen: Meditieren zum Einschlafen in 5 Schritten

Meditation hilft beim Abschalten und sorgt für eine gesunde Nachtruhe. Die Gedanken im Kopf kommen langsam zur Ruhe, Stress wird abgebaut und der Körper begibt sich in den Entspannungsmodus. Regelmäßige Meditation zum Einschlafen kann die Qualität deines Schlafes verbessern und für einen deutlich aktiveren Start in den Tag und mehr Energie sorgen. Wie das funktioniert und welche Schritte bei der Meditation zu beachten sind, erklärt der folgende Ratgeber genauer.

Punkt 1 

Schritt 1: die richtige Atmosphäre schaffen

Die Meditation zum Schlafen muss wie alle neuen Dinge erst gelernt werden und ist reine Übungssache. Für einen optimalen Effekt ist eine angenehme Atmosphäre notwendig. Gerade zu Beginn fällt die Praktik oft schwer und eine gemütliche und ruhige Umgebung hilft bei den Übungen. Hier kann sogar ein Ritual entstehen, das als Vorbereitung auf die Meditation dient und sich positiv auf den Lernprozess auswirkt.

Störquellen ausschalten

Mindestens 30 Minuten vor dem Schlafengehen sollten alle elektrischen Geräte ausgeschaltet werden. Dazu gehören Smartphone, Fernseher, Tablet oder Laptop. Die blaue Lichtstrahlung erhöht eher die Aktivität im Gehirn und verhindert das Ausschütten von Melatonin. Dieses Hormon ist jedoch für einen tiefen und gesunden Schlaf notwendig.

Abendroutine erledigen

Anschließend wird die Abendroutine eingeleitet. Das heißt: alles erledigen, was vor dem Schlafengehen noch dringend gemacht werden muss oder wichtig ist, wie beispielsweise das Zähneputzen. Die Meditation leitet dann direkt die Schlafenszeit ein.

Licht dämpfen

Eine gute Atmosphäre besitzt gedämpftes und gemütliches Licht. Kerzen, Lichterketten oder Salzlampen sind eine beliebte Wahl, um die richtige Stimmung zu schaffen.

Lernen braucht Zeit und Geduld. Meditation kann nicht nach den ersten Sitzungen beherrscht werden und optimale Effekte erzielen. Am besten: klein anfangen. Wenige Minuten reichen, um sich an die neue Begleitung in den Schlaf zu gewöhnen und sie zu verinnerlichen. Schritt für Schritt lassen sich die Tipps aber ausdehnen und in die abendliche Routine einflechten. So werden aus 5 Minuten Meditation schnell 20 Minuten und die Qualität des Schlafes steigert sich. Doch welche Formen der Meditation sind überhaupt nützlich und erzielen die meisten Effekte? Kommen wir also zu den nächsten Schritten.

Punkt 2

Schritt 2: Atemübung

Diese Übung ist einfach auszuführen, dauert nicht lange und kann bequem auf dem Bett, einer Yogamatte oder einer Decke auf dem Boden erfolgen. Außerdem sollte der Raum möglichst still sein. Danach heißt es, ruhig hinlegen, Beine und Arme locker ausstrecken und die Augen schließen. Sind Spannungen zu merken, sollten diese gleich aufgelöst werden. Der komplette Körper befindet sich in einer ruhigen Lage. Selbst Augen, Mund und Stirn lockern sich dabei. Der Fokus liegt nun auf dem Atmen:

  1. tief in den Bauch atmen
  2. bis Zehn zählen
  3. langsam durch die Nase ausatmen
  4. wieder bis Zehn zählen

Die ganze Technik wird mindestens zehnmal wiederholt. Die Gedanken dürfen nicht abschweifen, sondern die Konzentration liegt auf dem eigenen Körper und dem Atmen.

Der Vorteil: eine ungünstige Schlafumgebung ist dadurch schnell enttarnt. Zu laute Geräusche im Zimmer fallen sofort auf. Das Gleiche gilt für eine unbequeme Matratze. Gerade Rückenschmerzen sind häufig auf eine falsche oder durchgelegene Matratze zurückzuführen und verhindern ein gesundes Ein- und Durchschlafen. Die Wirbelsäule muss ihre natürliche Position einnehmen können und die Matratze braucht eine hohe Punktelastizität. Taschenfederkernmatratzen eignen sich besonders gut. Beim Kauf ist auf Liegezonen und Härtegraden zu achten, was hier beschrieben wird.

Punkt 3

Schritt 3: Mehr Körperbewusstsein

Beim Einschlafen im Bett hilft der eigene Körperscan. Dabei stehen immer verschiedene Körperteile im gedanklichen Mittelpunkt, statt die Gedanken wieder abschweifen zu lassen. Die Übung dient jedoch nicht nur zur Ablenkung, sondern auch zum Abbau von Spannungen in den einzelnen Körperregionen. Alles beginnt wieder mit der Position auf dem Rücken, Arme und Beine liegen gelockert an der Seite. Die Augen werden geschlossen und die Bauchatmung setzt ein.

Das Gewicht des eigenen Körpers wirkt auf den Untergrund ein. Alle Stellen werden bewusst wahrgenommen, die den Untergrund berühren. Der Fokus beginnt mit dem Gesicht. Augen, Kiefer, Stirn und Mund werden plötzlich ganz schwer und schlafen ein. Weiter geht es mit Nacken und Schultern. Auch diese Bereiche erfahren die bewusste Entspannung und schlafen ein. Danach folgen die Arme und die Finger bis hin zum Bauch, dem Rücken, der Hüfte und den Beinen. Bis zum letzten Zeh werden gedanklich alle Körperteile geprüft und bewusst schwer wahrgenommen. Während der kompletten Meditation entspannt sich der Körper, die Atmung wird langsam und das Einschlafen steht kurz bevor.

Tipp: Wer die Möglichkeit besitzt, sollte diese Meditation im Bett durchführen. Meist genügt anschließend die Einnahme der Schlafposition und die Nacht kann beginnen.

Punkt 4

Schritt 4: Meditation mit Musik

Musik ist gerade für Einsteiger interessant, die sich unter der Meditation noch nichts vorstellen können. Die sanften Klänge entspannen und eine beruhigende Stimme leitet an. Wichtig ist auch hier wieder, dass der Fokus auf Körper und Atmung bleibt. Welche Musik für die Einschlafmeditation am besten funktioniert, ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Viel wichtiger ist das entstehende Ritual. Schließlich begibt sich der Körper auf eine sanfte Reise in den Schlaf und sollte diese regelmäßig durchführen.

Punkt 5 

Schritt 5: die Gedanken-Reise

Hat der wohlverdiente Schlaf auch nach der Atemübung und dem gezielten Entspannen des Körpers noch nicht begonnen, so geht es weiter mit der Gedanken-Reise. Die vorherigen Übungen sind trotzdem wichtig, um sich mit dem eigenen Körper verbunden zu fühlen, ihn zu fühlen und im Einklang zur Ruhe zu kommen.

Gemeinsam geht es dann an den persönlichen Lieblingsort. Das kann ein weißer Strand am Meer sein oder auch ein einsamer Platz in den Bergen – wichtig ist die eigene Glückseligkeit. Der Ort manifestiert sich in Gedanken. Die Geräusche werden klarer, typische Düfte werden plötzlich wahrgenommen. Der Ort scheint so nah, der Körper kann sich frei bewegen. Die Füße fühlen den warmen Sand oder das sanfte Gras der Wiese. Je tiefer die Gedanken in diesen Ort eindringen, desto leichter und losgelöster wirkt der Körper. Ziel ist es, auf dieser Reise langsam in den Schlaf zu gleiten.

Zusammenfassung

Die gesamte Meditation inklusive Atemübungen, Körperwahrnehmung und Reise dauert mindestens 20 Minuten. Anschließend ist der gesamte Organismus bereit für den Schlaf und lässt los vom stressigen Alltag. Derartige Übungen haben einen positiven Einfluss auf Bluthochdruck, verändern den Atemrhythmus und lockern die Muskulatur. Das komplette Nervensystem kommt zur Ruhe, weil es eine gezielte Ablenkung und Tiefenentspannung genießt. Optimale Voraussetzung für eine angenehme Nachtruhe.

Was hilft deiner Erfahrung nach, besser zu schlafen?

 

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