Zitate aus der Bhagavad Gita

Entdecke wichtige Lehren der Bhagavad Gita in prägnanten Zitaten – über Disziplin, Gleichmut und innere Klarheit. Es handelt sich um eine subjektive Auswahl :-)

Symbolbild Bhagavad Gita. Text: Zitate aus der Gita

Inhalt: Zitate aus der Bhagavad Gita

 Die Tapas in der Bhagavad Gita

Verehrung allen Göttern und Wesen gegenüber, Reinheit, Aufrichtigkeit, Enthaltsamkeit und Gewaltlosigkeit – das sind die Tapas des Körpers. Verehrung allen Göttern und Wesen gegenüber, Reinheit, Aufrichtigkeit, Enthaltsamkeit und Gewaltlosigkeit – das sind die Tapas des Körpers. 

Wahrhaftig reden – ohne Erregung zu erzeugen, liebevoll und wohlgesonnen – sowie das Studium der Schriften – das sind die Tapas der Sprache.

Heiterkeit und Reinheit des Geistes, Milde, Stille und Selbstkontrolle – das sind die Tapas des Geistes.

Bhagavad Gita 17 – 14-16

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Die Tapas im Yogasutra

Yoga Sutra II-1: Strenge Übungspraxis, Selbststudium und Hingabe an Ishvara (Ur-Guru, Gott, göttliches Ideal) – das ist der Kriya-Yoga

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Yoga Sutra II-15: Für jemanden mit Unterscheidungsfähigkeit ist alles in dieser Welt leidvoll; das liegt an der Vergänglichkeit, unserem Verlangen, den unbewussten Prägungen (Samskaras) und an der Wechselhaftigkeit der Grundeigenschaften der Natur (Gunas)

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Yoga Sutra II-32: Die Nyamas lauten Reinheit (Shaucha), Zufriedenheit (Samtosha), Selbstdisziplin (Tapas), Selbststudium (Svadhya) und Hingabe an Ishvara (Ur-Guru, Gott, göttliches Ideal, Ishvarapranidhana)

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Yoga Sutra II-43: Durch Selbstdisziplin (Tapas , auch Entsagungen, Selbstzucht) verschwinden Unreinheiten; dies führt zu Vollkommenheit und Beherrschung vom Körper und den Sinnen

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Yoga Sutra IV-1: Die außergewöhnlichen Kräfte (Siddhis) können von Geburt an bestehen oder durch Kräuter, Mantren, Selbstzucht/Askese oder Samadhi (tiefe Meditation) erlangt werden

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Bhagavad Gita 14.22–14.25: Vom Befrieden der Gunas

"Wer, wo ein ‚Guna‘ ihm erscheint,
Er darum diesen doch nicht hasst,
Nach andern, ‚Gunas‘ nicht begehrt,
im Geiste ruhig und gefasst;

Wer gleichsam unbeteiligt bleibt,
Bei eines ‚Guna‘ Gegenwart,
Wer denkt, ‚ein Guna treibt sein Spiel‘,
Und deshalb stets den Gleichmut wahrt;

Wer standhaft ist in Freud und Leid,
Wem gleich ist Scholle, Stein und Gold,
Wer gleich sich bleibt, wenn man ihn schmäht
Und wenn man ihm Bewund’rung zollt;

Wem gleich ist Ehre oder Schmach,
Ob Freund, ob Gegner unterliegt,
Wer jeder Tat entsagt, der hat
Der ‚Eigenschaften‘ Macht besiegt.“

(Bhagavad Gita 14.22–14.25, Siehe dazu auch Yogasutra II-3)

Die drei Gunas sind:

  • Tamas (Trägheit, Dunkelheit, Chaos)
  • Rajas (Rastlosigkeit, Bewegung, Energie)
  • Sattva (Klarheit, Güte, Harmonie)

Siehe auch: Sutras aus dem Yogasutra zu den Gunas

Yoga Sutra I-16: Das Nichtbegehren nach den Elementen der Erscheinungswelt führt zur Wahrnehmung des wahren Selbstes, des Purushas – die höchste Form der Verhaftungslosigkeit

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Yoga Sutra II-3: Unwissenheit (Avidya), Identifikation mit dem Ego (Asmita), Begierde (Raga), Abneigung (Dvesha) und (Todes-)Furcht (Abhiniveshah) sind die fünf leidbringenden Zustände (Kleshas)

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Yoga Sutra II-15: Für jemanden mit Unterscheidungsfähigkeit ist alles in dieser Welt leidvoll; das liegt an der Vergänglichkeit, unserem Verlangen, den unbewussten Prägungen (Samskaras) und an der Wechselhaftigkeit der Grundeigenschaften der Natur (Gunas)

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Yoga Sutra II-18: Die wahrgenommenen Objekte sind aus den 3 Gunas mit den Eigenschaften Klarheit, Aktivität und Trägheit zusammengesetzt, bestehen aus Elementen und Wahrnehmungskräften – alles Wahrgenommene dient der sinnlichen Erfahrung und der Befreiung

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Yoga Sutra II-19: Die Stufen der Eigenschaftszustände von den Grundbausteinen der Natur (den Gunas) sind spezifisch, unspezifisch, subtil-differenziert und undefinierbar.

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Yoga Sutra IV-13: Diese (Eigenschaften/Formen) sind manifest oder subtil und bestehen aus den drei Gunas

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Yoga Sutra IV-14: Die Verwirklichung und Essenz eines Objektes beruht auf dem einzigartigen Wandel der Gunas

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Yoga Sutra IV-32: Dann (wenn Dharma-Megha-Samadhi erreicht wurde) enden für den Yogi die Veränderungen in der Natur durch die drei Gunas, weil diese ihren Zweck erfüllt haben

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Yoga Sutra IV-33: Krama, das Kontinuum bzw. die Abfolge von Momenten und die damit verbundene Transformation, wird vom Yogi erkannt, wenn die Wandlungen der Gunas enden

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Yoga Sutra IV-34: Das Ziel des Purushas, unseres wahren Selbstes, ist das Aufgehen der Gunas in die Prakriti, der Urnatur, und seine Rückkehr zu Kaivalya, der absoluten Freiheit. Purusha, ruht dann in seiner wahren Natur. Hier endet die Yogalehre – iti.

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Achte auf Täuschung bei der Bewertung von gut und schlecht

In der Bhagavad Gita finden wir 18. Kapitel die folgenden Zeilen:

18-36 Nun höre von Mir, oh Arjuna, von der dreifachen Freude, woran der Mensch Gefallen findet, wenn er diese praktiziert, und die sicherlich in Schmerzen endet.

Daraufhin schildert der Text, dass das, was zunächst als Schmerz erscheint, sich später als Freude herausstellen mag und umgekehrt. Dass aber:

18-39 Das Glück, das aus Schlaf, Trägheit und Unachtsamkeit stammt, wird sowohl zu Beginn als auch am Ende eine Täuschung des Selbst mit sich bringen und wird tamasig genannt.

(Bhagavad Gita 18 - 36-39, Siehe dazu auch Yogasutra II-7)


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Ja, aber mir hat der Text nicht viel gegeben 29 Stimmen


Die Empfindungen haben ein Ende

02-14 Oh Arjuna, der Kontakt mit den weltlichen Objekten führt zur Empfindung von Kälte und Hitze, Glück oder Unglück. Diese Empfindungen haben einen Anfang und ein Ende, sind nicht dauerhaft. Ertrage sie standhaft.


Der Standfeste wird nicht verwirrt

02-13 So wie deine Seele in diesem Körper durch Kindheit, Jugend und Alter geht, so ähnlich wird sie nach dem Tode auch in einen anderen Körper gehen. Der Standfeste wird sich dabei nicht verwirrt werden.


Wir werden immer sein

02-12 Wisse Arjuna: Es gab nie eine Zeit, da weder ich noch du nicht war. Noch diese Könige. Und es wird nie eine Zeit geben, da wir nicht sein werden.


Der Tod ist nicht zu beklagen

Bhagavad Ghita 02-11 Der Herrliche sprach: Dein innerstes Wesen ist geschlagen von Sorge um die, um die du nicht zu beklagen brauchst. Zwar sprichst du dabei weise Worte, doch die Weisen beklagen weder die Lebenden noch die Toten.


Schmerz, der die Sinne verbrennt

02-08 Ich erkenne nichts, was diesen Schmerz, der meine Sinne verbrennt, vertreiben könnte. Selbst ein Königreich ohne Rivalen oder gar die Herrschaft über die Götter vermöchte dies nicht.

(Arjuna spielt auf die Entscheidung an, gegen seine Freunde, Verwandte und Lehrer in den Krieg zu ziehen)


Erhebe dich über deine Schwächen, Arjuna

02-03 Erliege nicht der Schwäche, Oh Arjuna, ... Sie ist nutzlos und deiner nicht würdig. Treibe diese kleinliche Schwäche aus deinem Herzen! Erhebe dich, Züchtiger deiner Feinde!


Der Zweifel des Arjuna


Arjuna äußert seine Zweifel gegenüber Krishna:

01-32 Ich will ihn gar nicht, den Sieg, Oh Krishna, ... denn was nützt er, oder die Herrschaft, Oh Krishna, oder Freuden, oder selbst das Leben?

01-35 Ich möchte sie nicht erschlagen, auch wenn sie mich töten, Oh Krishna, nicht einmal, um der Herrschaft über die drei Welten oder der Erde willen.

01-45 … Wir bereiten uns Schande, wenn wir ... aus Gier nach den Freuden eines Königreiches ... unsere Familie zu töten.

01-46 Wenn die mich erschlügen ..., derweil ich unbewaffnet bleibe und keinen Widerstand leiste, wäre mir das lieber.

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FunFacts zur Bhagavad Gita und ihren Konzepten

  • Die Bhagavad Gita umfasst genau 700 Verse und ist Teil des indischen Epos Mahabharata.
  • Der Begriff „Yoga“ wird in der Gita in mehreren Bedeutungen verwendet – nicht nur körperlich, sondern auch als mentale Disziplin.
  • Die drei Gunas werden in der modernen Psychologie teilweise mit Persönlichkeitszuständen verglichen.
  • Mahatma Gandhi bezeichnete die Bhagavad Gita als sein „spirituelles Wörterbuch“.
  • Der Text entstand vermutlich zwischen 200 v. Chr. und 200 n. Chr., also über mehrere Jahrhunderte hinweg.
  • In der Gita wird empfohlen, Handlungen ohne Anhaftung an Ergebnisse auszuführen – ein Konzept, das heute in der Flow-Theorie wieder auftaucht.
  • Das Konzept von Sattva (Klarheit) wird oft mit einem Zustand beschrieben, der dem modernen Begriff von mentaler Balance oder „Peak Mind“ ähnelt.

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Die Bhagavad Gita gehört zu den Texten, die sich nicht erschöpfen, egal wie oft man sie liest. Sie ist weder reine Philosophie noch bloße Erzählung, sondern ein Gespräch in einer Extremsituation – zwischen Zweifel und Pflicht, zwischen innerem Widerstand und äußerem Handlungsdruck. Wer sich mit ihr beschäftigt, begegnet weniger fertigen Antworten als einer Art gedanklichem Widerstandstraining. Dieser Artikel ordnet die zentralen Inhalte verständlich ein, klärt Begriffe, korrigiert verbreitete Missverständnisse und zeigt, warum die Gita auch heute noch relevant ist – nicht als Anleitung, sondern als Gegenüber.

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Yoga in der Bhagavad Gita

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Eine bunte Vielfalt: In der Bhagavad Gita (Kurzform Gita) finden sich darin ein ganzes Spektrum an Definitionen und Beschreibungen dessen, was Yoga ist und was dessen Praxis beinhaltet. Yoga wird mit Gleichmut/Gelassenheit, Fähigkeiten/Handlungsfähigkeit (Fähigkeiten in Aktion) und Separierung (Trennung von der Welt) gleichgesetzt. Im folgenden Beitrag findest du die relevantesten Yoga-Verse aus der Gita zusammengestellt und nach Yoga-Thema geordnet.

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und im Finanzsektor ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten. Als Vater von drei Kindern treibt er in seiner Freizeit gerne Sport, meditiert und geht seiner Leidenschaft für spannende Bücher und ebensolche Filme nach. Zum Yoga hat in seiner Studienzeit in Hamburg gefunden, seine ersten Lehrer waren Hubi und Clive Sheridan.

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