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buddha ruecken 250Jātideśakālasamayānavacchinnāḥ sārvabhaumā mahāvratam
जातिदेशकालसमयानवच्छिन्नाः सार्वभौमा महाव्रतम्

Sind die Yamas (Nichtverletzen, Wahrhaftigkeit, Nichtstehlen, Enthaltsamkeit und Begierdelosigkeit) mehr oder weniger Kann-Regeln? Man sollte sie theoretisch einhalten, aber im praktischen Leben kann das kein Mensch? Nicht so Patanjali. Die Yamas sind überall und unter allen Umständen einzuhalten. Ansonsten ...

Punkt 1

Bedeutung und Übersetzung des verwendeten Sanskrits

Zunächst hier die Übersetzungsmöglichkeiten für die einzelnen Worte, damit du die Übersetzung selbst für ein besseres Verständnis variieren kannst:

  • Jati, jâti = Klasse, Geburtsart; Kaste; soziale Schicht; Rang; Herkunft; Stand; Status;
  • Desha, deśa = Platz; Ort;
  • Kala, kâla = Zeit;
  • Samaya = Umstand, Bedingung; Sitte; Gebräuche; Situation;
  • Anavacchinna, anavacchinnā, anavachch-hinnâh = nicht begrenzt oder bedingt; ununterbrochen; ständig; unbegrenzt; unabhängig von;
  • Sarva, sārva = in allen; alle;
  • Bhauma, bhaumā = Ebenen; Stadien;
  • Sarvabhauma, sârvabhaumâ = auf alle Stadien anwendbar; universell; auf allen Stufen (des Yogapfades) anwendbar; die ganze Welt umfassend;
  • Maha, mahā = groß; großartig;
  • Vratam = Gelübde; Ritual; Vorsatz; Tugend;
  • Maha Vratam, mahâ–vratam = das große Gelübde, der großartige Vorsatz; Grundpflicht;

2

Übersetzungsvarianten und -hinweise (Quellen)

Hervorhebungen weisen auf Besonderheiten der jeweiligen Übersetzung hin. Übertragungen aus dem Englischen sind Eigenübersetzungen.

  • Roots: „Dies sind die Regeln. Aber wenn sie allumfassend, unbegrenzt durch Art, Ort, Zeit oder Umstände sind, [bilden] sie das große Gelübde (mahāvrata).“
  • Sukadev: „Diese Grundregeln ... gelten für alle Ebenen ... bilden das große universelle Gelübde.“
  • Deshpande/Bäumer: „... Gelübde, das alle Bereiche des Lebens durchdringt ...“
  • Dr. R. Steiner: „... in allen Bereichen diese Achtung gegenüber den Mitmenschen einzuhalten, ist eine große Tugend.“
  • Coster: „Dieses Gesetz ... allumfassender Verpflichtung.“
  • Feuerstein: „... unabhängig von Geburt, Ort, Zeit und Umständen ...“
  • R. Palm: „... unbegrenzt durch Geburt, ... auf allen Ebenen ...“
  • R. Sriram: „Meisterschaft darin entsteht, wenn wir uns unbeeinflusst von Herkunft ... an diese Regeln halten.“
  • Govindan: „Dieses Große Gelübde ist universell ...“
  • Iyengar: „... ein großes, machtvolles und universales Gelübde ...“
  • Chip Hartranft: „Diese universellen Regeln, die über Geburt, Ort, Ära oder Umstände hinausgehen, bilden das große Gelübde des Yoga.“
  • R. Skuban: „Diese Regeln sind universell gültig. ...“
  • T.K.V. Desikachar: „... in vollkommener Übereinstimmung ... wird ... niemals davon abweichen, egal welcher Berufung er folgt, ... So erfüllt er die höchste Stufe.“
  • G. Pradīpaka: „(Diese Yama-s oder Beschränkungen werden zu einem großen (mahā) Gelübde (vratam) (wenn sie werden) universell (sārvabhaumāḥ) und uneingeschränkt (anavacchinnāḥ) durch (jede Berücksichtigung von) Klasse (jāti) , Ort (deśa) , Zeit (kāla) oder übliche Pflicht - „etablierte Sitte und konventionelle Regel oder Verwendung“ sind ebenfalls gültige Übersetzungen für „samaya““
  • 12koerbe.de: „von Geburt, Ort, Zeit und Umgebung unbegrenzt ...“
  • Hariharananda Aranya: „... diese werden zum großen Gelübde, wenn sie universell sind und sind nicht durch Klassen-, Ortszeit- oder Pflichtkonzepte eingeschränkt.“
  • I. K. Taimni: „Diese (die fünf Gelübde) sind nicht durch Klasse, Ort, Zeit oder Anlass bedingt und erstrecken sich auf alle Stufen und bilden das Große Gelübde.“
  • Swami Satchidananda: „Diese großen Gelübde sind universell und nicht durch Klasse, Ort, Zeit oder Umstände begrenzt.“
  • Swami Prabhavananda: „Diese Formen der Stimmenthaltung sind grundlegende Verhaltensregeln. Sie müssen ohne Vorbehalte hinsichtlich Zeit, Ort, Zweck oder Kastenregeln praktiziert werden.“
  • Swami Vivekananda: „Diese, ungebrochen von Zeit, Ort, Zweck und Kaste, sind (universelle) große Gelübde.“
  • Wim van den Dungen (buddhistischer Kommentar zum Yogasutra): „Diese sind in allen Bereichen gültig, unabhängig von Geburt, Ort, Zeit und Umständen. Sie sind das große Gelübde.“

Zu den Quellen

Buchbesprechungen, Erläuterungen zur Auswahl der Übersetzungsvarianten und allgemeine Hinweise zur Sutraübersetzung findest du im zugehörigen Artikel. Hier nun die Kurzauflistung:

Bücher

Internetseiten

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Wie würdest du diese Sutra übersetzen? Manchmal ergeben schon kleine Wortveränderungen ganz neue Aspekte. Trau dich ... :-)

 

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Punkt 3

Wo wir stehen

Hier findest du eine kurze Zusammenfassung des 2. Kapitels des Yogasutras bis zu Sutra II-31:

Yoga Sutra - 2. Kapitel - bis hierher

Wir befinden uns im zweiten Kapitel des Yogasutra von Patanjali. Es handelt von der „Praxis“. Patanjali beginnt das Kapitel mit dem Versprechen, dass Yoga die Leiden des Yogis vermindere und (irgendwann) zu Samadhi, zur allumfassenden Freiheit führe.

In Sutra II-3 bis II-11 schildert Patanjali die fünf Haupt-Hindernisse auf dem Yogapfad, die sogenannten Kleshas (Unwissenheit, Anhaftung, Ablehnung, Ego, Lebensdrang). Erste Wege zur Überwindung der Hindernisse werden angerissen (Gegenschöpfung, Meditation).

Sutra II-12 bis II-15 handeln von Karma (Folgen von Handlungen und Gedanken, die aufgrund der Kleshas geschehen) und dem inhärenten Leid von allem und jedem in dieser Welt. Grundübel ist dabei unsere Identifikation mit dem, was wir nicht sind.

Dann geht es bei den Sutras weiter mit den Schritten, das Leiden zu besiegen. Patanjali sieht es als „die“ Aufgabe des Yogis an, den Unterschied zwischen Sehenden und Gesehenem zu erkennen. Nach und nach sollte diese Erfahrung kultiviert und ausgebaut werden. So gelange man zur Freiheit – Kaivalya (auch mit „letzter Freiheit“, Isoliertheit (Alleinheit), höchster Befreiung oder „vollkommener Erlösung“ übersetzt.

Nachdem Patanjali in den Sutras II-18 und II-19 über Prakriti, die Natur/unsere Welt, gesprochen hat, geht er dann auf deren Beobachter, den Seher (Purusha) und dessen Wahrnehmung ein. Von Sutra II-20 bis Sutra II-27 erläutert Patanjali Grund und das Zustandekommen unserer Existenz, wie die Unwissenheit unser Dasein bestimmt und  dass Viveka Khyati, die Unterschreidungskraft oder unterscheidende Wahrnehmung, dauerhaft angewendet unsere Unwissenheit beendet. In den Sutras II-28 bis Sutra III-8 gibt Patanjali die konkrete Praxisempfehlung Ashtanga Yoga, um unser falsches Bild von der Welt – das Leid verursacht und unsere Befreiung verhindert – auch ohne großes spirituelles Talent zu überwinden. Den achtfachen Pfad des Raja Yoga, des königlichen Yoga.

In Sutra II-30 zählt Patanjali auf, was zur ersten Stufe des Pfades, den Yamas, gehört. Hier in II-31 hebt er deren universelle Gültigkeit hervor.

Sutra II-30: Einführung Yamas

Yoga Sutra II-30: Die förderlichen Selbstbeschränkungen (yamas) sind Nichtverletzen, Wahrhaftigkeit, Nichtstehlen, Enthaltsamkeit und Begierdelosigkeit

richtig falsch 250Ahimsâ-satyâsteya-brahamacharyâparigrahâ yamah
अहिंसासत्यास्तेय ब्रह्मचर्यापरिग्रहाः यमाः

Kern des Yogasutra und damit auch des Raja-Yoga sind die acht Elemente des achtfachen Pfades. Die Yamas sind die erste Etappe auf diesem Pfad. In Verbindung mit den Niyamas helfen diese Regeln und Einschränkungen dem Yogi dabei, heiter, ruhig und entspannt zu bleiben und sie fördern den spirituellen Fortschritt. Zudem glätten sie den zukünftigen Lebenspfad des Yogi, so dass dieser kein Leid befürchten muss und zukünftig weiter gute Bedingungen für seine Yoga-Bemühungen vorfinden wird.

Das sind Gründe genug, die Yamas und Niyamas genau anzuschauen und zu verstehen. Wir – und Patanjali – starten in II-30 mit den Yamas.

Punkt 4

Das „große“ und „universelle“ Gelübde

Sankskrit:

  • Maha Vrata = Großes Gelübde, großer Vorsatz.
  • Yamas = Basisregeln

Die Yamas und Niyamas finden sich als Gebote und Empfehlungen genau so oder ähnlich in allen Religionen. Patanjali betont in dieser Sutra, dass die Yamas überall und unter allen Umständen einzuhalten sind.

Die Yamas sind die grundlegenden Verhaltensregeln für jeden Menschen. Basisregeln. Darüber hinaus gibt es je nach spiritueller Richtung viele weitere Regeln. In den großen Religionen (von Buddhismus bis Islam) ist es üblich, dass intensiv Praktizierende noch viele weitere Vorschriften, Regeln und Entsagungen befolgen müssen als die „normale“ Bevölkerung.

Basisregeln Buddhismus

Im Buddhismus bilden die fünf sogenannten Silas die Grundregeln für einen Buddhisten. Sie lauten:

  1. Kein Lebewesen töten oder verletzen
  2. Nichtgegebenes nicht nehmen
  3. Keine unheilsamen sexuellen Beziehungen ausüben
  4. Nicht lügen oder unheilsam reden
  5. Den Geist nicht durch berauschende Mittel trüben

Dies wären die „universellen“ Regeln im Buddhismus. Vollordinierte Mönche oder Nonnen haben hingegen hunderte von Regeln zu befolgen.

Universelle Gültigkeit

Patanjali will die Yamas nicht relativierend behandelt sehen. Er betont, dass die Yamas

  • Unabhängig vom Status
    Zum Beispiel hat jedes Lebewesen den generellen Anspruch, frei von Gewalt zu leben.
  • Unabhängig von der Zeit
    Was heute gilt, darf nicht morgen anders gesehen werden.
  • Unabhängig vom Ort
    Wenn ich in Deutschland nicht klauen darf, darf ich es auch nicht in Kleptomanien tun, obwohl dort vielleicht viele stehlen.
  • Unabhängig von den Umständen
    Auch wenn mir die Wahrheit jetzt vor den Anderen peinlich wäre oder ich bei Abgabe einer ehrlichen Antwort Nachteile in Kauf nehmen müsste, sollte ich trotzdem ehrlich bleiben.

R. Palm sieht das genauso strikt. Bei Einhaltung der Yamas seien keine Notlügen oder Ausrutscher erlaubt. Die Nicht-Anwendbarkeit der Regeln des großen Gelübdes werde „am Besten gar nicht in Betracht gezogen, und zwar auf allen Ebenen, ... der körperlichen, ... sprachlichen ... und gedanklichen“.

Auch Wim van den Dungen schreibt: „Die Sutra 2.31 verdeutlicht, dass die Prinzipien der Sutra 2.30 nicht zur Disposition stehen, denn sonst werden sie zur Farce. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht wehren dürfen, wenn uns jemand Schaden zufügen will.“

Die Yamas sieht Patanjali also als universell gültig an, nicht von Zeit, Ort, gesellschaftlicher Stellung oder äußere Umstände abhängig.

... oder doch mit Ausnahmen?

Dem stimmt Sukadev in seinen Erläuterungen prinzipiell zu, er plädiert aber trotzdem dafür, diese in Grenzen relativ zu betrachten. So könne man von einem Kleinkind nicht dieselbe Rücksichtnahme erwarten wie von einem erwachsenen Menschen. Oder ein Polizist könne durchaus dazu gezwungen sein, einen Terroristen zu erschießen, wenn dieser gerade wahllos Menschen hinrichtet.

Andere Kommentatoren weisen daraufhin, dass Satya – Wahrhaftigkeit in Konflikt mit der Forderung nach Ahmisa – Gewaltlosigkeit stehen kann. Eine unverblümt ausgesprochene Wahrheit kann das Gegenüber (oder mich selbst) mental verletzen. Hier muss sich der Yogi entscheiden, was für das Gesamtwohlergehen sinnvoller einzuhalten ist. Um das Abwägen kommt der Yogi nicht umhin. Im Zweifel sollte Ahimsa den Vorzug bekommen.

Punkt 5

Eckpfeiler auf dem spirituellen Pfad

Ob die Yamas in Grenzsituationen relativ zu bewerten sind oder nicht, sie stellen laut Patanjali auf jeden Fall einen unverzichtbaren Eckpfeiler des spirituellen Pfades dar. Zugespitzt könnte man sagen:

„Ohne Einhaltung der Yamas kein spiritueller Fortschritt.“

Iyengar bekräftigt: „Sie [die Yamas] sind das Gerüst für die Regeln, auf denen einen Gesellschaft gründet.“ Darüber hinaus schlägt er sogar vor, alle Glieder des Yoga (vermutlich die 8 Glieder des Raja-Yoga) als universell gültig anzuwenden, „um damit die Grundregeln einer Weltkultur zu bestimmen.“

Swami Satchidananda hingegen schränkt ein: die strikte Einhaltung der Yamas gelte nur für „engagierte Vollzeit-Yogis“. Für Menschen, die nicht so stark auf den Yoga ausgerichtet sind, können diese Regeln im Hinblick auf ihre Position im Leben modifiziert werden. 

Punkt 6

Schritt für Schritt

Desikachar mahnt: „Versuchen wir einfach so von heute auf morgen entsprechend der yama zu leben, so wird uns das nicht gelingen; immer wieder werden wir Entschuldigungen für irgendwelche Ausnahmen finden.“ Stattdessen sollten wir uns darum bemühen, die Ursachen für Fehlverhalten bzw. fehlerhafte Sichtweisen sowie die dahinterliegenden klesha (den Geist trübende Leidenschaften) zu erkennen. Auf diese Art werden wir uns ganz natürlich in Richtung Einhaltung der Yamas und Niyamas (siehe nächste Sutra II-32) entwickeln.

 Punkt 7

Erläuterungen zu Sutra II-31 im Pātañjalayogaśāstra

(Pātañjalayogaśāstra = Übersetzung und erster Kommentar des Yogasutras von der „mystischen Figur“ Vyasa.)

Im Pātañjalayogaśāstra finden wir folgenden Kommentar zu dieser Sutra:

"Von ihnen ist die Gewaltlosigkeit durch die Art begrenzt, [wenn, zum Beispiel,] ein Fischer nur den Fischen Gewalt antut, und keinem anderen [Lebewesen]. Sie wird durch den Ort begrenzt, [wenn man sagt]: ›Ich werde an einem heiligen Badeplatz nicht töten.‹ Es ist zeitlich begrenzt, [wenn man sagt]: ›Ich werde nicht am vierzehnten Tag des Mondes töten, noch an einem glücksverheißenden Tag.‹ Bei jemandem, der von [diesen] drei Dingen abgelassen hat, ist es durch die Umstände begrenzt, [wenn er] sagt: ›Ich werde um der Götter und Brahmanen willen töten, und nicht anders.‹ Ähnlich [ist es durch die Umstände begrenzt, wenn] Krieger sagen: ›Gewalt [soll] im Kampf ausgeführt werden und nirgendwo sonst.‹

Gewaltlosigkeit und die anderen [Regeln] müssen in jeder Hinsicht aufrechterhalten werden, ohne durch diese [Bedingungen von] Art, Ort, Zeit und Umständen eingeschränkt zu werden.

Man sagt, dass sie das große Gelübde sind, wenn sie allumfassend sind, d.h. wenn sie in allen Situationen in Bezug auf alle Objekte in absolut jeder Weise, ohne Ausnahme, [eingehalten werden]."

Quelle: Roots of Yoga

 Punkt 8

Dein Feedback / deine offene Frage an den Text

Ist etwas unklar geblieben?

Der Stoff der Sutras ist für uns heutige Menschen nicht leicht zu verstehen. Ist im obigen Text irgendetwas nicht ganz klar geworden? Vielen Dank vorab für jeden entsprechenden Hinweis oder eine Anregung:

 

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Punkt 9

Download: Yamas & Niyamas als Poster & Merkkarte

Poster

Wir haben ein Poster von den Yamas und Niyamas erstellt:

yamas niyamas poster 564

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Zum Download

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pdf  Poster Yamas und Niyamas

Merkkarte

Alternativ/ergänzend kannst du dir die Yamas & Niyamas auch als kleine Merkkarte für die Geldbörse herunterladen. Einfach runterladen, ausdrucken und ausschneiden:

Zum Download

Pfeil

pdf  Merkkarte Yamas und Niyamas

 Punkt 10

Übung zu Yoga Sutra II-31

uebung sutre

Übungsvorschlag für die kommende Woche zu Sutra II-31:

Notiere dir die nächsten Tage, wann und bei welchen Situationen du die Yamas nicht einhältst. Prüfe gleichzeitig, was dich innerlich zu dieser Nicht-Einhaltung bewogen hat. Welche Sichtweise oder welcher Glaubenssatz steckt dahinter?

 

 

 Punkt 11

Videos zu Sutra II-31

In den Tabs finden sich Videos zu dieser Sutra

 Punkt 12

Die Yamas und Niyamas im Alltag

Yamas und Niyamas im täglichen Leben

Die Gebote im Yoga

Keine spirituelle Richtung kommt ohne Verhaltensregeln aus. Diese legen fest, welche ethischen Handlungsweisen für einen Aspiranten (oder auch jeden Menschen) förderlich sind. Was dem Christen die zehn Gebote, das sind dem Yogi die Yamas und Niyamas. Gleichzeitig sind sie die ersten beiden Stufen im Raja Yoga, dem achtgliedrigen Yoga-Pfad (auch Ashtanga- oder Kriya-Yoga genannt). Patanjali definiert Yama und Nyama im Yogasutra.

Was sind die Yamas und Niyamas? Wie werden diese in den alten Schriften ausgelegt? Und wie wende ich die Yamas und Niyamas im Alltag an? Der Artikel gibt Antwort und hält zwei Downloads (Poster & Merkkarte) parat.

Yoga Sutra II-31: Die Yamas sind überall einzuhalten, unabhängig vom eigenen Status, dem Ort, der Zeit oder den äußeren Umständen – sie stellen das Große Gelübde dar

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Sind die Yamas (Nichtverletzen, Wahrhaftigkeit, Nichtstehlen, Enthaltsamkeit und Begierdelosigkeit) mehr oder weniger Kann-Regeln? Man sollte sie theoretisch einhalten, aber im praktischen Leben kann das kein Mensch? Nicht so Patanjali. Die Yamas sind überall und unter allen Umständen einzuhalten. Ansonsten ...

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