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Patanjali Yogasutra Kapitel 2: Sādhana Pāda – über die Praxis
Sādhana Pāda ist der Weg des Handelns, der Disziplin. Diesem Kapitel wird besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt, denn Patanjali zeichnet hier den Übungsweg des Yogas auf.
Patanjali beschäftigt sich in diesem Kapitel mit 4 Hauptthemen:
- Kriyā-Yoga – dem Weg des Handelns
- Kleshas – den Hindernissen auf dem Weg
- Samkhya – Elemente aus der Yogaphilosophie
- Achtliedriger Pfad – Erläuterungen und die ersten fünf Glieder
Patanajli beschreibt unter anderem, wie man sich von Avidya, dem ›falschen Verstehen‹, lösen kann, wie man sich als Yogi verhalten sollte und den äußeren Übungsweg eines (angehenden) Yogis.
Desikachar schreibt beispielhaft, dass die ›individuellen Neigungen und Fähigkeiten eines Menschen darüber entscheiden, welche Schritte zu welcher Zeit zu seiner Entwicklung das Beste beitragen können.‹ Wobei die Verhaltensregeln aus den ersten beiden Gliedern des achtfachen Pfades (uns selbst und unserer Umwelt gegenüber), erst nach und nach vom Yogaschüler umgesetzt werden können. Er ergänzt: "Versuchen wir einfach so von heute auf morgen entsprechend der Yama zu leben, so wird uns das nicht gelingen." Und weiter. "Immer wieder werden wir Ausnahmen für irgendwelche Ausnahmen finden."