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Meditation Wendeltreppe

Tiefer meditieren: Was die Meditation fördert

Tipps aus alten Yoga-Schriften und moderner Forschung

Wer einmal eine tiefere Meditationserfahrung gemacht hat, möchte diese stets wiederholen. Doch das funktioniert leider nicht immer wie gewünscht. Die alten Yogis haben sich ebenfalls sehr um die Tiefe ihrer Meditation bemüht. Um die Voraussetzungen für solch tiefe Erfahrungen zu verbessern, finden sich im folgenden Artikel Tipps und Empfehlungen zur Meditation aus den alten Schriften zusammengestellt (in Kombination mit modernen Erkenntnissen).

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Punkt 1

Wo meditieren?

Aus der Bhagavad Gita

6.11 An einem sauberen Ort soll er sich für sich in einen festen Sitz begeben, weder zu hoch noch zu niedrig, mit einem Tuch, einem Hirschfell oder einer Matte aus Kusha-Gras darunter.

Aus der Shvetashvatara Upanishad

2.10 In einem versteckten, windfreien, geschützten [Ort], der flach, sauber, frei von Steinen, Feuer und Sand, von stillen, fließenden Gewässern und dergleichen, angenehm für den Geist, aber nicht für das Auge bedrückend ist, sollte er Yoga praktizieren.

Aus dem Mahabharata

12.232.23 ... Er sollte die Praxis an der Spitze eines Berges vollziehen, in einem Heiligtum oder am Fuße eines Baumes.

12.232.26 Konzentriert übend soll er leere Höhlen in Bergen finden oder Tempel oder leere Häuser, um darin zu leben.

Aus dem Malinivijayottara Tantra

12.5 Bhairava sagte: Höre, oh Göttin, ich erkläre, wie man Yoga praktiziert. Indem er stetig wird, wird der Yoga Erfolg darin erreichen (gemeint sind hier wohl die Siddhis).

12.6 und 12.7 In einer verborgenen Höhe, die ruhig, schön und frei von allen Störungen ist soll der Yogi, der die Asana [vermutlich gemeint: Sitzhaltung bequem und fest], den Geist, die vitalen Energien [Prana], sie Sinne, den Schlaf, den Zorn, die Furcht und die Angst besiegt hat, den Yoga praktizieren.

Aus Jnanesvari:  Vom Ort für die Yoga-Praxis

6. 163 ... Hierfür soll einer nach einem Platz suchen,

6.164 der zufriedenstellend ist, wenn man sich niedergelassen hat, von dem man nicht aufstehen möchte, und der, wenn man ihn gesehen hat, die Leidenschaftslosigkeit doppelt so groß wird.

6.165 Einen Ort der, wenn man dort residiert, Zufriedenheit und Festigkeit des Geistes wie ein Panzer bringt,

6.166 wo sich die Praxis [quasi] automatisch ausführt und die Erfahrung selbst das Herz lehrt, ...

6.167 ... wo der Wunsch nach asketischen Übungen ansteigt und die Hingabe Wurzeln fasst,

6.169 ... [ein Ort] wo jemand, der nicht bleiben möchte, bleibt, jemand, der herumstreift, sich niederlässt ...

6.172 Eine weitere Sache sollte verstanden werden: Es sollte von Yoga-Praktizierenden bewohnt sein und es sollten nicht ständig Leute kommen und gehen.

6.173 Es sollten dichte Bäume in der Nähe sein, die stets Früchte tragen, die süß wie Nektar sind.

6.174 Es sollte überall klares Wasser verfügbar sein, auch in der Regenzeit; eine Quelle, die stets leicht erreichbar ist.

6.175 ... es wäre gut, wenn ein wenig Sonnenwärme spürbar wäre und eine leichte Brise weht ...

6.176 Es ist meist ruhig, es kommen keine Tiergruppen herein, keine Papageien- oder Bienenschwärme.

Artikel: Meditationskissen - was beachten?

Meditationskissen: was beachten?

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Meditationskissen: was beachten? Von optimaler Höhe, Form, Füllung und Bezug

Yoga dient dem Zur-Ruhe-kommen des Geistes. Dazu praktizieren Yogis in sitzender Position. "Der Sitz soll fest und bequem sein" ist die Grundforderung vieler Yogaschriften an diese Körperhaltung. Beides will ein Meditationskissen fördern: Stabilität des Sitzes und dessen Komfort.

Auch was sollte man beim Meditationskissen alles achten? Unser Artikel gibt Antworten zu zahlreichen Fragen rund um das optimale Kissen für die Meditation.

Punkt 2

Zur yogischen Ernährung

Aus der Bhagavad Gita

6.16 Yoga wird nicht von dem erreicht werden, der zu viel oder gar nichts isst, noch von dem, der zu viel schläft oder zu lange wach bleibt, Arjuna.

Mehr zur yogischen Ernährung:

Yogische Ernährung | Inspirationen von Sivananda

SalatGrundsätzliches: Einer, der Meister im Yoga werden will, sollte Nahrungsmittel aufgeben, die nachteilig für die Yoga-Praxis sind. Instinkt oder eine innere Stimme wird Dich bei der Auswahl Deiner Nahrung leiten. Du selbst bist der beste Richter, um eine sattwige (reine) yogische Mahlzeit zusammenzustellen, die Deinem Temperament und Deiner Konstitution entsprechen. 

 

Punkt 3

Yamas und Niyamas: Von den Regeln

Aus dem Mahabharata

12.210.17 Körperliche Enthaltsamkeit (Tapas) ist Zölibat (Ehelosigkeit) und Gewaltfreiheit. Mentale Enthaltsamkeit ist Beschränkung des Sprechens und der Geistesaktivitäten sowie Gleichmut.

12.232.4 Der Mensch sollte die fünf Probleme überwinden, die dem Yoga entgegenstehen, wie von den Weisen gelehrt: Lust, Zorn (Ärger), Gier, Furcht und Schlaf.

12.232.5 Zorn wird durch Ruhe überwunden, die Lust durch das Aufgeben von Wünschen; der entschlossene Yogi überwindet den Schlaf durch die Kultivierung der Energie-Prinzipien (sattva) [Sattva verkörpert in der Samkhya-Lehre Reinheit und Ausgeglichenheit, leicht, erhellend].

12.232.6 Er soll seinen Penis und seinen Magen mit Willenskraft bewachen, seine Hände und Füße mit seinen Augen, seine Augen und sein Hören mit seinem Geist und seinen Geist und sein Sprechen mit seinen Handlungen.

12.232.7 Er soll seine Furcht mit den Mitteln der Wachsamkeit abschütteln und seine Gier durch die Kultivierung von Weisheit.

...

12.232.10 Meditation, Studium, Wohltätigkeit, Wahrhaftigkeit, Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Geduld, Reinheit, eine reine Ernährung und Zurückhalten der Sinne:

12.232.11 Mit diesen Mitteln steigt die Vitalität des Yogis und tilgt er seine Sünden. Er erreicht alle seine Ziele und entwickelt Einsicht ...

...

12.262.37 Freundlichkeit, Nachsicht, Gelassenheit, Gewaltfreiheit, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, Vermeiden von Bosheit, Fehlen von Stolz, Bescheidenheit, Ruhe und Frieden.

12.262.38 Mit diesen Mitteln wird der Brahmane auf seinem Weg den höchsten Ort erreichen ...

Yama und Niyama im Yogasutra

Yoga Sutra II-30: Die Yamas gründen auf Nichtverletzen, Wahrhaftigkeit, Nichtstehlen, reinem Lebenswandel und Begierdenlosigkeit

Yoga Sutra II-31: Dieses große Gelübde ist universell, durchdringt alle Bereiche des Lebens und ist unabhängig von Status, Ort, Zeit oder äußeren Umständen

Yoga Sutra II-32: Die Nyamas lauten Reinheit, Zufriedenheit, Selbstdisziplin, Selbststudium und Hingabe

Yoga Sutra II-33: Bei einer Behinderung durch schädliche Gedanken sollte man zu deren Überwindung über das Gegenteil meditieren

Yoga Sutra II-34: Negative Gedanken der Gewalt - egal ob als Täter, Auftraggeber oder Begänstigter verübt, egal ob durch Gier, Ärger oder Getäuschtsein veranlasst, egal ob in der Ausführung mild, mittelmäßig oder übermäßig - führen zu endlosem Leid.

Yoga Sutra II-35: Ist die Gewaltlosigkeit im Yogi fest begründet, verschwindet jede Feindseligkeit in seiner Umgebung

Yoga Sutra II-36: Wenn Wahrhaftigkeit fest im Wesen des Yogis verankert ist, erhält er Früchte der Arbeit ohne zu handeln

Yoga Sutra II-37: Wenn Nichtstehlen fest im Wesen des Yogis verankert ist, wird aller Reichtum zu ihm kommen

Yoga Sutra II-38: Ist der reine Lebenswandel im Leben des Yogis fest begründet, erlangt er große Kraft

Yoga Sutra II-39: Wenn Begierdelosigkeit im Wesen des Yogis fest begründet ist, erkennt er den Sinn seiner Geburt

Yoga Sutra II-40: Durch Reinheit entsteht Abneigung gegenüber dem eigenen Körper und gegenüber der Berührung mit anderen Körpern

Yoga Sutra II-41: Mit der Reinheit entstehen auch Klarheit im Geist, innere Freude, Konzentration, Herrschaft über die Sinne und Selbstverwirklichung

Yoga Sutra II-42: Durch Zufriedenheit erfahren wir größte Freude.

Yoga Sutra II-43: Selbstzucht löst die Unreinheiten von Körpern und Sinnen auf und zu führt zu deren Beherrschung und großer Kraft

Yoga Sutra II-44: Durch Selbststudium wird man eins mit der ersehnten Gottheit (bzw. dem Ideal)

Yoga Sutra II-45: Die Hingabe an Ishvara führt zu Samadhi und großen Kräften

Yoga Sutra III-7: Gegenüber den vorhergehenden (Yama, Niyama, Pranayama, Asana, Pratyahara) sind diese drei (Dharana, Dhyana, Samadhi) die inneren Glieder des achgliedrigen Pfades

Punkt 4

Von den Meditations-Zeiten

Aus dem Mahabharata

12.232.23 Mit den Bräuchen verbunden soll der Weise zu drei Zeiten im Yoga fortschreiten: in der Morgendämmerung, zur Mittagszeit und in der Abenddämmerung.

Aus der Bhagavad Gita

6.10 Der Yogi soll beständig über das Selbst meditieren, privat, allein, seinen Geist und sein Selbst unter Kontrolle haltend. Frei von Wünschen und Habgier.

Punkt 5

Zur Methodik

Aus dem Mahabharata

12.232.24 Alle seine Sinne zurückhaltend, soll der Yogi auf nichts anderes in seinem Geist an den Yoga denken und fokussiert bleiben. Wie ein Händler auf dem Markt, der nur an seine Ware denkt. Nichts darf seinen Geist stören.

12.232.25 Er soll beharrlich jegliche Methode nutzen, die seinen launischen Geist zurückhält und nicht davon abweichen.

Aus der Bhagavad Gita

6.12 Sitzend in seiner Asana soll er seinen Geist auf ein einzelnes Objekt konzentrieren, die Gedanken und Sinne unter Kontrolle halten, Yoga praktizierend um sich selbst zu läutern.

6.13 und 6.14 Beständig, den Körper haltend, Kopf und Nacken gerade aufgerichtet, völlig unbewegt mit seinem Blick die Spitze der Nase fixieren, ohne in andere Richtungen zu blicken, ruhig, furchtlos, fest verankert in sein Abstinenz-Gelöbnis, soll er seinen Geist kontrollieren und, mit Gedanken an mich [Krishna], soll er Yoga ausüben, immer auf mich konzentriert.

6.15 So beständig sich selbst unter Kontrolle den Yoga ausübend, wird der Yogi, dessen Geist zurückgehalten ist den Frieden erreichen, der jenseits von Nirvana ist und in mir verweilen.

Aus der Shvetashvatara Upanishad

2.9 Mit seinen kontrollierten Handlungen sollte der weise Mann den Atem in [den Körper] drücken. Wenn der Atem verbraucht ist, sollte er durch ein Nasenloch ausatmen. Er sollte den Verstand wachsam zurückhalten, als wäre es ein Streitwagen, der sich schlecht benommenen Pferden zuwendet.

Artikel: Meditation grundlegend lernen

Meditation lernen

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Meditation lernen – die grundlegende Anleitung aus dem Buddhismus

Der Begriff Meditation hat viele Facetten. Das Spektrum reicht vom Nachsinnen über ein Thema (vornehmliche Betrachtungsweise der Philosophen) bis zur völligen Gedankenstille. Im Folgenden findest du eine konkrete Anleitung der Schritte, welcher der Buddha himself seinen Schülern zum Lernen einer tiefen Meditation gegeben hat. Sicherlich nicht die schlechteste Herangehensweise, wenn du persönliche Entwicklung oder gar Erleuchtung zum Ziel deiner Meditationsreise auserkoren hast.

Am Ende findest du eine Merkkarte zum Ausdruck – z. B. für das Portemonnaie.

Punkt 6

Allgemeine Regeln

Aus der Hatha Yoga Pradipika

Vers I-15: Übermaß an Essen, zu starke Anstrengung, Geschwätz, Befolgung falscher Regeln, falsche Gesellschaft und Unbeständigkeit - diese sechs Sünden machen Yoga wirkungslos.

Vers I-16: Fester Wille/Enthusiasmus, Mut, Beharrlichkeit/Geduld, Wahrheit, wahres Wissen über das Sein und das Aufgeben von [nur unförderlicher?] Gemeinschaft mit Menschen – diese sechs Dinge führen den Yoga zum Erfolg.

Punkt 7

 Umfrage: Was hilft, tiefer zu meditieren?

Was hat dir geholfen, tiefer zu meditieren?

 

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Wenn du magst, könntest du (für uns) deine Wahl näher erläutern bzw. konkretisieren. Danke!

 

Wie genau hat meine obige Wahl meine Meditation gefördert bzw. was konkret (Buch, Seminar, Methode, Lehrer ...)?

 

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Punkt 8

Die Vertiefungs-Stadien der Meditation

Anleitung Jhanas

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Anleitung zu den acht Jhanas im Buddhismus

Jhanas sind Vertiefungsstufen der Meditation. Es handelt sich um acht Bewusstseinszustände, die durch meditative Sammlung hervorgerufen werden. Jede Stufe führt zu einer tieferen Sammlung und kann jeweils als Vorbereitung zur Einsichtsmeditation genutzt werden. Für den Übergang von einer Jhana zur anderen wird jeweils das Meditationsobjekt eine Stufe subtiler gewählt. Die folgende Anleitung zu den Jhanas listet auf, worauf sich in jeder Stufe zu konzentrieren ist.

 Videoserie: Die 7 Stufen der Vertiefung

Stage 1

Stage 2

Stage 3

Stage 4

Stage 5

Stage 6

Stage 7

 Punkt 9

Tiefer meditieren - weiterlesen:

Meditieren Tipps

meditieren tipps dranbleiben o4 564

28 Tipps zum Meditieren – So wird Meditation dauerhaft Teil deines Lebens

Die ersten Schritte bei der Meditation wurden gemacht, manchmal war es anstrengend, hin und wieder äußerst angenehm. Dann liest man auch noch so viel über die positiven Folgen einer längeren Meditationspraxis. Der Vorsatz ist also gefasst: Meditation wird Teil meines Lebens.

Aber dann kommt der Alltag.

Und irgendwie gibt es immer Gründe, warum ich nicht zu Meditieren komme. Zu spät ins Bett, zu krank, zu schlapp. zu ... 

Wie überwinden wir diese vielen Zu's? Wie bleiben wir dran? Hier findest du eine Sammlung von 28 Tipps zum Durchhalten einer langfristigen Meditationspraxis.

Meditation Gedanken

meditation gedanken beruhigen 564Besser meditieren – Gedanken stoppen – im Hier bleiben

41 Tipps und Hilfsmittel, die Gedanken in der Meditation zu beruhigen

Wer anfängt zu meditieren, wird schnell merken, dass Gedanken sich in den Vordergrund drängen. Nach einer motivierenden Anfangsphase mit eindrücklichen Meditationserfahrungen leiden viele Meditierende darunter, am Ende der Meditation festzustellen, dass sie wieder einmal nur geträumt, geplant, gesorgt, innerlich geplaudert haben.

In Jahrtausenden der Meditationstradition haben die unterschiedlichen Meditationsschulen Tipps und Hilfen entdeckt, welche die Gedanken bei der Meditation beruhigen.

Bücher zur Vertiefung der Meditation 

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