Supta Vajrasana (schlafender Diamantsitz) | Anleitung
Supta Vajrasana bedeutet „schlafender Diamant“ oder „Diamantschlaf“. Die Rückbeuge erfordert eine hohe Flexibilität in den Fersen und im Knie, kann aber auf bequeme Weise nach und nach geübt werden. In Supta Vajrasana wird dein Körper in vielen Bereichen intensiv gedehnt.
Hier erfährst du, wie du Supta Vajrasana erlernst und korrekt ausführst. ► Schritt-für-Schritt Anleitung ► Video ► Vorteile ► nicht ausführen bei ... ► Umfrage zu Supta Vajrasana
Inhalt: Supta Vajrasana (schlafender Diamantsitz)

Supta Vajrasana – Anleitung und Ausführung
- Setze dich in den Fersensitz (Vajrasana) bzw. Namazstellung, in der die Mohammedaner beten. Platziere die Fersen unter oder neben die Pobacken.
Fersensitz
- Lehne dich langsam so weit zurück, wie es dir bequem mit einer leichten Spannung in den Oberschenkeln, den Knien und den Fersen möglich ist.
Utrasana, das Kamel, kann eine Zwischenstellung von Supta Vajrasana sein
- Versuche, mit den Ellenbogen auf dem Boden aufzukommen. Wenn dir das noch nicht gelingt, stabilisiere deine „Zwischenstellung“ mit Decken und Kissen, so dass du (relativ) gemütlich in einer der Vorläufer-Positionen zu Supta Vajrasana verweilen kannst. Mit der Zeit kannst du immer tiefer gehen, dein Körper gewöhnt sich an die Spannung.

Matsyasana, der Fisch, ist ebenfalls eine Zwischenstellung von Supta Vajrasana
- Lege den Rücken auf dem Boden ab.
- Nun kannst du die Arme hinter den Kopf bringen oder neben der Hüfte ablegen. Achte darauf, dass die Knie am Boden bleiben. Du kannst diese dafür etwas spreizen. Mit der Zeit versuche, die Knie wieder zusammenzuführen.
Endstellung mit Händen hinter dem Kopf
... oder neben dem Körper abgelegt
- Genieße :-) Atme tief und langsam. Spüre die Spannung im Körper. Verweile zwei Minuten in der Stellung, gerne länger.
- Komme aus der Stellung: drehe dich auf die linke Seite und richte dich langsam auf.
Generelle Tipps zur Asana-Ausführung
Generelle Tipps zur Asana-Ausführung
Wenn du in die Stellung kommst, mache diese zunächst bewegungslos. Es ist eine gute Basis, eine Asana für zehn ruhige Atemzüge regungslos (oder zumindest sehr ruhig) zu halten. In dieser Zeit auch keine Korrekturen vorzunehmen oder tiefer zu dehnen.
- Der Atem in der Asana
Wenn du in Stellung gehst und dich dabei ausdehnst, atme beim In-Die-Stellung-Gehen ein. Umgekehrt, bei zusammenziehenden Stellungen, atme beim Reingehen aus. Beim Auflösen der Stellung entsprechend umgekehrt.
Wenn du in der Stellung bist, beruhige den Atem. Immer weiter (siehe dazu auch: Yoga - wie atmen?. Atme mit dem Bauch und verlangsame und verfeinere deine Atmung im Laufe des Haltens der Stellung. Wenn problemlos möglich baue kleine Atempausen ein. Verlangsame den Atem so weit, wie es ohne Stress möglich ist.
Wenn du einen Schritt weiter gehen willst, atme während deiner gesamten Asana Praxis in der Ujjayi-Atmung (hier erläutert). Halte dann deine Konzentration während der gesamten Übung beim Atem. - Bandhas in der Asana
In vielen Asanas ist es förderlich, Mula Bandha (ggf. leicht) zu halten. - Entspanne dich
Wenn die Asana fest und der Atem ruhig geworden ist, entspanne alle Körperbereiche, die nicht zum Halten der Asana angespannt sein müssen, so wie es Patanjali in Sutra II-47 empfiehlt. Gehe vom Kopf (Gesicht!) den ganzen Körper bis zu den Füßen durch und entspanne dabei alle Bereiche. - Die Konzentration
Konzentriere dich bei jeder Asana mit allen Sinnen und deinem ganzen Geist auf die Bereiche, die gestreckt oder gestaucht werden. Werde innerlich eins mit diesem Bereich. - Variante: Konzentriere dich auf die Unendlichkeit
In Sutra II-47 empfiehlt Patanjali zudem, sich in der Asana auf die Unendlichkeit zu konzentrieren. Mache dir z. B. bewusst, dass du in der Asana mit dem ganzen Universum verbunden bist, über das Prana mit Allem im Austausch stehst. Oder stelle dir vor, wie du in der Asana inmitten eines Sternenmeeres stehst. Finde deine eigene Verbindung zum Unendlichen. - Variante: Tipp zur Förderung von Freude und innere Stärke
Spüre die positiven Belebungs-, Dehnungs- und Stimmungswirkungen während und nach der Übung. Erfreue dich ganz bewusst daran, mache diese Freude in deinem Inneren für 5-10 Sekunden lebendig und stark.
Dies ist eine von uns empfohlene Ergänzung zu jeder Asana. Sie dient dazu, förderliche Neuronenverbindungen im Gehirn aufzubauen und sukzessive zu verstärken, siehe nähere Erläuterungen beim Beitrag "Spirituelles Tagebuch". - Spüre nach
Wenn du aus der Asana herausgekommen ist, spüre ihrer Wirkung im ganzen Körper nach.

Supta Vajrasana Videoanleitung
Länge: 3 Minuten

Vorteile von Supta Vajrasana
- Stärkung und Dehnung der Oberschenkel (z. B. Quadrizeps).
- Stärkung der Bauchmuskeln.
- Knie und Knöchel gewinnen an Flexibilität.
- Kann Verstopfungen auflösen.
- Das gesamte Bein und der Rückenbereich werden intensiv durchblutet.
- Manche Frauen berichten von der Linderung von Menstruationsbeschwerden.
- Die Lungen und die Brust werden gedehnt.

Vorsicht bei ...
- Knieproblemen
- Ischias
- Bandscheibenproblemen
- Nackenbeschwerden
- Kreuzbeinerkrankungen
- Rückenproblemen
Wenn du unter den aufgeführten Problemen leidest, solltest du Supta Vajrasana nur sehr vorsichtig oder gar nicht durchführen.

Reihenfolge
Supta Vajrasana wird gerne nach Dhanurasana (Bogen) nach dem Pflug (Halasana) oder Paschimottanasana (Vorwärtsbeuge) oder Padangusthasana (Großzehenhaltung) geübt.

Umfrage zu Supta Vajrasana
Praktizierst du Supta Vajrasana?
Welche Sitzhaltung(en) nimmst du bevorzugt während der Meditation ein?

Supta Vajrasana in alten Schriften
Keine Erwähnung (z. B. in Hatha-Yoga-Padripika oder Gheranda Samhita) bekannt. Wenn du von einer Yoga-Schrift weisst, nenne diese bitte unten als Kommentar oder schreibe mir eine Mail. Danke!

Yoga-Welten-Übungsplan

Weitere Namen für Supta Vajrasana
- Diamantschlaf
- Diamantenstellung im Liegen
- ruhender Blitz
- schlafender Donnerkeil
Welche Sitzhaltung(en) nimmst du bevorzugt während der Meditation ein?
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Yoga kann bei Bluthochdruck die Therapie unterstützen und blutdrucksenkend wirken. Dies zeigen mittlerweile eine Reihe von Studien. Doch welche Asana und welche Pranayama sollte man als Patient durchführen? Welche meiden? Wir fassen Empfehlungen zusammen, nennen Risiken und listen konkrete Übungsvorschläge auf.
Im 4. Kapitel der Hatha Yoga Pradipika werden Mudras beschrieben. Das erste ist Shambhavi Mudra, das „Siegel der Gattin Shambhus“, auch mit „das wohlwollende Mudra“ übersetzt.
Dieses Shambhavi Mudra ist eine klassische yogische Technik, bei der der Blick (Drishti) sanft auf den Punkt zwischen den Augenbrauen (Ajna-Chakra) gerichtet wird. Sie gilt sowohl als Mudra (energetische Geste) als auch als meditative Praxis und spielt eine zentrale Rolle im Raja Yoga und Hatha Yoga.
Shambhavi Mudra findet sich sowohl unter den zehn Mudras der Hatha Yoga Pradipika als auch bei den 32 Mudras in der Gheranda Samhita.
Es gibt mehrere Übungsvarianten von Shambhavi Mudra. Man sitzt stets in einer Meditationshaltung und bringt seinen Geist zur Ruhe. Dann übt man meist eine der beiden Varianten
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- Unteres Shambhavi Mudra (Nasikagra Drishti): Der Blick ist auf die Nasenspitze oder auf den Boden ca. einen Meter vor dem Yogi gerichtet.
Dieser Artikel zeigt, wie die Technik korrekt ausgeführt wird, welche Effekte realistisch sind, wo Grenzen liegen – und wie sich jahrhundertealte Lehren sinnvoll in eine moderne Praxis integrieren lassen.
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Shavasana – die Totenstellung – wird in der Yogapraxis häufig als Abschlussübung eingesetzt. Sie dient dazu, die vorhergehenden Übungen zu integrieren und dem Körper sowie dem Geist Zeit zur Regeneration zu geben. Während Shavasana kann sich das vegetative Nervensystem beruhigen, Muskelspannung lässt nach, und die in den vorherigen Asanas angestoßenen Regulationsprozesse können sich stabilisieren.
Shavasana wirkt auf den ersten Blick wie die unscheinbarste Haltung im Yoga: du liegst einfach da. Genau deshalb lohnt ein genauer Blick. Dieser Artikel erklärt dir, wie du die Totenstellung körperlich sauber aufbaust, warum sie als Integrationsphase so viel mehr ist als ein „Cool-down“, und wie du mit typischen Stolpersteinen wie Unruhe, Gedankenflut oder dem berühmten Wegnicken umgehen kannst.
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