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Zuerst muß. man die Vajrasana oder Diamantstellung lernen. Sie ähnelt mehr oder weniger der Namazstellung, in der die Mohammedaner zum Gebet niedersitzen. Man kniet auf einem Teppich nieder, so daß die Beine vom Knie bis zu den Zehen auf dem Boden anliegen. Dann setzt man sich langsam, so dass das Gesäß auf den Fußsohlen liegen und die Oberschenkel auf den Waden. Oberkörper, Hals und Kopf hält man gerade aufrecht. Die Hände legt man flach auf die Knie, die dicht geschlossen sind. Die Arme dürfen in den Ellenbogen nicht abgewinkelt werden. Das ist Vajrasana.

Man kann lange in dieser Vajrasanastellung sitzen. Verdauungsstörungen werden dadurch gebessert. Nach einer Mahlzeit kann man kurze Zeit in dieser Stellung sitzen. Die Muskeln und Nerven der Unter- und Oberschenkel werden gekräftigt. Muskelschmerzen in Knien, Beinen, Zehen und Schenkeln verschwinden. Blähungen vergehen. Die Vajrasanaübung wirkt wohltätig anregend auf Kanda (Energiezentrum), den lebenswichtigsten Teil, von dem 72 000 Nadis (Energiekanäle) ausgehen. Es ist eine sehr förderliche Übung für Beine, Schenkel und Wirbelsäule.

Technik. Supta Vajrasana ist eine Verbindung von Vajrasana (Diamantsitz/Donnerkeil) und Matsyasana (Fisch). Bei der Supta-Vajrasana-Stellung werden die Knie mehr als im Vajrasana beansprucht und gekräftigt.(Anmerkung: Vorsicht bei bestehenden Knieproblemen, Ischias und Banscheibenproblemen!-der Schreiber) Man lege bei der Vajrasanaübung immer eine dicke Decke unter und halte Beine und Schenkel fest geschlossen. Mit Hilfe der Hände und Ellenbogen lege man sich ganz flach auf den Rücken, falte die Hände und lasse den Kopf in den Händen Liegen. Anstatt die Hände zu falten, kann man auch die Hände nahe den Ellenbogen aufstützen wie bei Matsyasana. Anfangs wird die Haltung nur kurz, für einige Sekunden eingenommen, für Fortgeschrittene hönnen es dann 2-5 Minuten sein.

Wirkung. Mit dieser Übung erlangt man alle Vorteile von Vajrasana. Buckligkeit wird beseitigt, das Rückgrat wird federnd. Es ist eine gute Übung für Baucheingeweide und Glieder. Dieses Asana schenkt alle Wirkungen von Matsyasana, und Dhanurasana. Man schließe diese Übung an Paschimottanasana oder Padahasthasana an.

aus "Hatha Yoga" von Swami Sivananda 

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